Mein Leben als Filmhund – Teil 1

Filmhund Tom Tom

Du hast dich schon immer gefragt, wer die kleinen süßen Racker auf dem Blog sind? Heute stellen wir dir unsere tierischen Models vor oder, noch besser, lassen sie vorstellen von jemandem, der sie am besten kennt: Hundemama und Tiertrainerin Claudia Neumann. Sie verrät wie aus Filmhund Tom Tom ein echter Star geworden ist.

Karriere als Filmhund

Wie sind Sie dazu gekommen Tom Tom modeln zu lassen?
Ich habe, lange bevor ich Tom Tom hatte, als Tiertrainerin gearbeitet. Außerdem ist Tom Tom schon mit neun Wochen am Set der „Wilden Hühner“ herum gelaufen. Es war also klar, dass Tom Tom mal Filmhund werden soll.

War das geplant?
Ja, obwohl das Planen schwierig ist. Entweder entspricht der Hund dem Kundenwunsch – oder eben auch nicht.

Haben Sie in Ihrer Familie/Bekanntenkreis weitere tierische Models?
Natürlich leben hier in der Filmtierschule „Filmpfoten“ noch mehr tierische Models. Zum Beispiel Nesquik: Er durfte, gerade 16 Wochen alt, mit Filmhund Tom Tom beim Fotoshooting für Bosch dabei sein.

Wie bereiten Sie Filmhund Tom Tom auf seine Shootings vor? Wie hält er sich fit?
Tom Tom liebt es, vor der Kamera zu stehen, da er immer positive Erfahrungen gemacht hat. Das ist mir sehr wichtig und darauf achte ich immer. Es wird mit viel Spaß und Belohnungen gearbeitet. Und bei längeren Shootings werden öfter Pausen gemacht.

Claudia Neumann mit ihrem Filmhund Tom Tom

Was machen Sie, wenn Sie merken, dass Tom Tom keine Lust auf ein Shooting hat?
Naja, das ist eigentlich noch nie passiert. Da er aber ein Hund ist und keine Maschinen, muss auch damit gerechnet werden. Dann versuche ich, ihn spielerisch zu motivieren oder wir machen noch eine Pause.

Schlagen Sie Angebote aus, wenn Sie wissen, dass es Tom Tom keinen Spaß machen würde?
Ja, das mache ich, denn bei mir steht immer das Tier im Vordergrund. Wir haben auch schon einige Anfragen aus dem Ausland bekommen, aber nie würde ich meinen Hund unten in den Frachtraum eines Flugzeuges stecken. Auch gefährliche Aktionen lehne ich ab. Da verzichte ich auf den Job und die Gage.

Welche Züchtung ist Tom Tom? Rasse?
Tom Tom ist ein Tibet Terrier Mischling.

Was ist das witzigste Kompliment, das Sie für Tom Tom jemals bekommen haben?
Ich weiß nicht, ob es ein witziges Kompliment ist, aber wir wurden mal gefragt, ob die Augen bei Tom Tom auf den Bildern echt seien.

Wann bekommt Tom Tom seinen eigenen Instagram-Account?
Er hat eine eigene Facebook-Seite. Und die Filmpfoten haben einen Instagram-Account, dort gibt es auch News über Tom Tom.

Wie ist das für Sie, Tom Tom im Fernsehen zu sehen?
Ich bin immer wieder megastolz. Es ist eine schöne Erinnerung, die uns keiner mehr nehmen kann.

hunde-fotomodel

Hundetraining für die Arbeit vor der Kamera

Was musste Tom Tom auf seinem Weg zum Filmhund lernen?
Wichtig ist, dass der Hund keine Angst vor fremden Menschen und Spaß beim Arbeiten hat, sondern für viele Sachen offen ist. Sinnvoll ist es auch, ihm einige Kommandos beizubringen. Oft wird z.B. verlangt, dass ein Hund bellen oder tot auf der Seite liegen muss. Auch das Apportieren oder Festhalten eines Gegenstands im Maul ist oft gewünscht. Hunde sind da echte Multitalente: Mal müssen sie einen Familienhund spielen, dann wiederum einen bösen oder verletzten Hund. Es ist halt nicht anders als bei den menschlichen Schauspielern. Tom Tom hat mittlerweile über 150 Kommandos drauf.

Gab es Schwierigkeiten bei besonderen Kommandos?
Tom Tom brauchte lange beim Kommando „hinten Beinchen heben“. Jetzt kann er aber auf Kommando alle vier Beine heben.

Filmhund Nesquik

Tom Tom hatte ja sogar Unterstützung von seinem „Mitbewohner“ Nesquik bekommen. Wie war die Arbeit mit beiden zusammen?
Ja, klein Nesquik war gerade 16 Wochen alt und es war nicht sicher, ob er das Shooting schon schaffen würde. Aber er hat die Fotografen wie auch die Kunden von Bosch umgehauen, als hätte er nie was anderes gemacht. Die beiden haben das toll zusammen gemacht.

Jetzt ist Tom Tom sogar in einer Folge „Ein Fall für Zwei“ zu sehen. Sind Sie selbst nervös, wenn solche Drehs anstehen? Immerhin sind Stars wie Antoine Monot Jr. dabei. Überträgt sich Ihre Aufregung auf Tom Tom? Wie bereiten Sie ihn auf solche Drehs vor? Sind Sie immer mit am Set?
Filmhund Tom Tom hatte ja schon einige Dreharbeiten für Film und Fernsehen: Er ist auch der Trailer-Hund von hundkatzemaus auf VOX. Nervös sind wir nicht. Das wäre auch nicht gut, denn das würde sich auf den Hund übertragen. Vor dem Dreh bekommen wir das Drehbuch. Dort steht, was der Hund machen muss. Oft kommt es aber auch anders, da der Regisseur eine andere Idee hat. Da muss man flexibel sein – und Zeit mitbringen. Übrigens: Am 18. November hat Filmhund Tom Tom bei „Ein Fall für zwei“ im ZDF seinen Auftritt.

Was einer Model-Hund-Besitzerin Witziges im Alltag passiert, wenn sie einen Staubsauger kaufen will oder gar in welchen Disziplinen Claudia und ihre Lieblinge einen Guinness-Weltrekordhalter sind, liest du im zweiten Teil des Interviews.

Antoine Monot

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.