Ailurophobie: Hilfe, mein Partner hat Angst vor meiner Katze!

Angst vor Katzen

Dein Partner oder eine Person, die dir nahe steht, hat Angst vor Katzen? Hier findest du Tipps, wie du ihm deine Samtpfote zum Freund machst.

Kaum ein Katzenbesitzer, der das nicht kennt: Du selbst kannst nicht genug von deinem Stubentiger bekommen, doch der ein oder andere Bekannte kann das gar nicht nachvollziehen. Er bezeichnet die kuschligen Wesen als unheimlich oder hat sogar richtige Angst vor ihnen. Doch was tun, wenn es dabei um Personen geht, die bei dir zu Hause ein- und ausgehen?

Ailurophobie und ihre Ursachen

Eigentlich gelten Katzen als sanftmütige, anschmiegsame Begleiter. Doch für Menschen, die unter der sogenannten Ailurophobie leiden, endet die Begegnung mit einer Samtpfote mit Angst und Panik, die oft von Herzrasen, Schwindel, Schwitzen oder Zittern begleitet wird. Der Besuch bei Katzenbesitzern wird folglich zum Problem und weitestgehend gemieden. Doch woher kommt die Angst vor Katzen? In vielen Fällen entwickeln Betroffene ihre Angst vor Katzen bereits in jungen Jahren. Der Auslöser ist häufig ein traumatisches Erlebnis mit einem Tier. Katzen reagieren schnell mit Kratzen und Beißen, wenn sie sich bedroht fühlen oder sogar angegriffen werden. Solche negativen Erfahrungen bleiben im Gedächtnis haften und prägen das Unbehagen. Oft wird die Ailurophobie aber auch durch Bezugspersonen weitergegeben. Wenn ein Elternteil bereits von der Phobie betroffen ist, wird es schwer, dem Kind einen angstfreien Umgang mit den Tieren vorleben. Im Laufe der Jahre kann aus diesen erlernten Vorbehalten eine echte Phobie entstehen.

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Was tun gegen die Angst vor Katzen?

Die gute Nachricht ist: Wie bei jeder Phobie gibt es auch bei der Katzenphobie erprobte Wege, um die Angst zu überwinden. Doch wie gehst du am besten vor? Am effektivsten ist hier die sogenannte Desensiblisierung, bei der der Ailurophobiker regelmäßig mit einer Katze konfrontiert wird und so die Angst unter Kontrolle bringen oder sogar ganz ablegen kann.

So läuft die Konfrontation ab:

Je nach Ausprägung der Phobie gibt es verschiedene Mittel und Wege. Folgende Schritte eignen sich besonders gut:

  • Bitte die betroffene Person, sich eine Katze vorzustellen, die sich ihm nähert. Sollten nun Angstgefühle auftauchen, soll er versuchen, die negativen Gefühle wegzuschieben und durch positive Denkmuster zu ersetzen. Oft hilft es, die Gedanken auszusprechen oder sogar aufzuschreiben. Je öfter die Übung wiederholt wird, desto leichter fällt es, die Katze in positiven Zusammenhang zu sehen.
  • Schenke dem Betroffenen ein Plüschtier oder einen anderen Gegenstand, der einem Stubentiger ähnelt. Das wird die Angst vor Berührungen eindämmen. Auch Bilder und Videos von friedlichen Katzen gewöhnen das Auge an die Tiere und bereiten auf ein Treffen vor.
  • Im nächsten Schritt lädst du den Freund oder Verwandten zu dir nach Hause ein. Lass ihm dabei Zeit, zeige ihm die Lieblingsplätze der Katze, an denen sie sich gerne und oft aufhält und lass‘ ihn das Tier aus der Distanz beobachten. So gewöhnt er sich an die Bewegungen und Geräusche und lernt ihr Umfeld kennen.
  • Sobald er sich es zutraut, lasse ein Treffen von Katze und Mensch zu. Erzwinge aber nichts. Sollte die Katze kein Interesse an der Person haben, halte sie nicht fest oder zwinge sie. Je häufiger der Phobiker auf den Stubentiger trifft, desto mehr wird er sich daran gewöhnen.
  • Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass sich Mensch und Tier aneinander gewöhnt haben, bitte die Person, die Katze vorsichtig zu berühren oder zaghaft zu streicheln. Vielleicht traut sie sich ja sogar, der Katze etwas Futter zu geben.
  • Sollten diese Schritte Erfolg zeigen, dürft ihr etwas mutiger werden. Zeige dem Betroffenen, wo die Katze am liebsten gekrault oder gestreichelt werden möchte und bitte ihn, es dir nachzumachen. Eventuell liebt es die Katze, gebürstet zu werden? Der Katze ein wohliges Gefühl zu bereiten, macht Spaß und wird dem Verwandten oder Freund mit Stolz erfüllen und ihm die Angst vor weiteren Begegnungen nehmen.

Bedenke bei allen Schritten, dass die Angst bei jedem Betroffenen unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen hat. Gegebenenfalls solltest du auch einen Therapeuten involvieren und gemeinsam sinnvolle Strategien entwickeln, die bei der Bewältigung der Angst vor Katzen helfen können.

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