Hundetraining: Keine Angst mehr vor dem Staubsauger

Hund hat Angst vor dem Staubsauger

Er knurrt, bellt und beißt sogar zu – oder heult wie ein Wolf: So reagieren viele Hunde, wenn der surrende Staubsauger über den Boden rollt. Wie du deinem Hund die Angst vor dem Staubsauger nimmst, erfährst du hier.

Warum haben Hunde Angst vor Staubsaugern?

Wenn man die Worte Hund, Staubsauger und Angst bei Google eingibt, stößt man auf gut 75.000 Einträge. Annähernd Hunderttausend verzweifelte Hilfesuchende, die im Internet nach Gleichgesinnten und nach Rat forschen, wenn Hundi mal wieder mit dem Staubsauger um sein Leben kämpft.

Zur Erklärung: Hunde haben ein bis zu 20 Mal besseres und feineres Gehör als Menschen, je nach Alter und Rasse. Das im menschlichen Ohr wahrgenommene sonore Surren und Fiepen eines Saugers ist also nur ein Bruchteil des Lärms, was unsere Vierbeiner hören. Doch nicht nur der Lärm macht viele Bellos fuchsteufelswild.

Wie ein fremdartiges Raubtier schiebt sich der Staubsauger mit seinem riesigen Maul über Böden und Bodentextilien, der lange Rüssel schwingt unberechenbar durch die Luft. Es bahnt sich den Weg in jede Ecke und sogar bis unter die Couch. Die für unseren felligen Freund einzig richtige Reaktion: Angriff und Verteidigung seiner Liebsten und seines Zuhauses. Das erschwert nicht nur das Hundeleben, sondern auch die Hausarbeit.

Dem Hund die Angst vor dem Staubsauger nehmen

Bei älteren Hunden erfordert die Desensibilisierung mehr Geduld als bei Junghunden. Je nach Rasse und Intelligenz können Hunde nach und nach durch Erfahrung lernen, dass diese saugende Maschine ihm nichts tut – und überwindet seine Instinkte. Wenn das nicht der Fall ist und ihr es leid seid, euren jaulenden oder bellenden Vierbeiner einzusperren, nur um ungestört saugen zu können, können folgende Trainingsmethoden für mehr Ruhe und Frieden sorgen:

Schritt 1:

Platziert den abgeschalteten Staubsauger zunächst präsent in der Küche, dem Wohnzimmer, im Esszimmer oder der Diele. Kurz: in Bellos Lebensraum. Er soll das „Monstrum“ als ungefährlich wahrnehmen und tolerieren lernen. Auch den Staubsaugerschlauch am besten so positionieren, dass Hundi über ihn steigen muss, um zu Herrchen oder seinem Futter zu gelangen.

Schritt 2:

Lasst den Staubsauger zunächst im Nebenraum laufen, wenn der Hund frisst, so kann er sich an das Geräusch gewöhnen. Nutzt dann das Futter, um ihn zu animieren, sich dem Staubsauger soweit zu nähern, wie er kann. Falls er jede Annäherung meidet, spielt mit ihm und nähert euch dadurch immer weiter an das surrende Haushaltsgerät oder füttert ihn aus der Hand unter schrittweiser Annäherung. Wenn er mitmacht und brav bleibt, vergrößert den Abstand zum Sauger wieder, um ihn dann wieder ein Stückchen zu verkleinern.

Schritt 3:

Beim Staubsaugen betont langsam vorgehen. Spart Bereiche wie Lieblingsplätze der Fellnase oder Körbchen weiträumig aus. Das soll Vertrauen schaffen und zeigen, dass der Sauger ihm nicht zu Nahe kommt.

Schritt 4:

Ist das Hundetraining auch nach wochenlangem Üben nicht von Erfolg gekrönt, testet Silence-Staubsauger mit Flüster-Motoren wie beispielsweise den beutellosen Zoo’o ProAnimal Staubsauger, der für Besitzer von geräuschempfindlichen Tieren entwickelt wurde.

Leiser Tierhaarstaubsauger von Bosch

Den Welpen an den Staubsauger gewöhnen

Umweltängste wie die vor lauten Haushaltsgeräten sind im jungen Alter am besten regulierbar. Damit Angst gar nicht erst entsteht, hilft folgender Erziehungstipp:

Die ersten Erkundungstouren durch Haus und Hof sorgen für viele Verknüpfungen im Gehirn des Welpen. Der Minihund muss lernen, dass die Welt voll ist von neuen, aufregenden und vor allem harmlosen Dingen im Haushalt. Das heißt, Schritt 1 (siehe oben) ist in der Prägungsphase am wichtigsten: Der Staubsauger muss präsent platziert werden.

Schließt den Welpen zunächst im Nebenraum ein, wenn ihr saugt (Schritt 2). Gewöhnt die Junghunde schon früh an unbekannte, unangenehme Geräusche (zu denen übrigens auch das Schließen und Öffnen elektrischer Außenrolladen, Rasenmähen oder Autofahren gehören). Integriert tierfremde Geräusche in den ganz normalen Tagesablauf, ohne Aufregung („Alles gut, ist gleich vorbei“) zu verbreiten. Der Welpe hat seine Bindungsperson immer im Visier: Bleibt ihr cool, wirkt das auch beruhigend auf den Kleinen.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Tierhaarstaubsauger

3 leistungsstarke Staubsauger speziell für Tierbesitzer

Wir stellen dir Staubsauger vor, mit denen du auch die feinsten Tierhaare problemlos von Teppich und Sofa entfernst. Jetzt informieren!