Warum will mein Hund nicht rausgehen?

Hund will nicht raus

Die Gründe, warum dein Liebling plötzlich oder auch grundsätzlich nicht (mehr) gerne nach draußen gehen möchte, können vielfältig sein. Doch du kannst deinen Hund dabei unterstützen, dass er wieder Freude am Herumtollen auf Wiesen und an Spaziergängen mit dir in der Natur hat. Unsere Tipps erfährst du hier.

Die Sonne scheint, draußen ist es weder zu warm noch zu kalt und dazu noch trocken. Perfekte Bedingungen für eine ausgiebige Spaziertour mit deiner Fellnase. Theoretisch zumindest. Denn während du eingemummelt in deine Lieblingsherbstjacke und mit passendem Schuhwerk buchstäblich mit den Füßen scharrst und startklar bist, denkt dein Hund nicht im Traum daran, einen Schritt vor die Tür zu gehen, geschweigen denn überhaupt sein Körbchen zu verlassen. Warum tut er das, wirst du dir denken. Und dabei an all die fröhlich herumtollenden Hunde denken, die auf der Wiese nebenan den Spaß ihres Lebens haben.

Was also tun, damit dein Bello (wieder) ein schwanzwedelnder Wiesenflitzer wird? Zuerst gilt es, die Ursache für die Unlust deines vierbeinigen Freundes zu ermitteln: Zählt dein Hund seit Geburt an zu den Couchpotatoes? Oder kam seine Ablehnung erst spontan?

Mit Motivation gegen die Faulheit

Scheinen Adjektive wie bequem und gemütlich für deinen Hund wie gemacht? Dann steigere am besten die Motivation und nimm das Lieblingsspielzeug deiner Fellnase mit nach draußen. Viele Hunde lieben es, Bälle, Stöckchen & Co. im Maul mit sich herumzutragen. Hat dein vierbeiniger Freund einen schwanzwedelnden Kumpel? Draußen herumzutollen bringt den meisten Hunden dann am meisten Spaß, wenn sie in Gesellschaft sind und einen Artgenossen zum Spielen um sich haben. Teilst du dir dein Heim mit einem Senioren, der aus deiner Sicht im Schneckentempo von einer Blume zur nächsten läuft, um diese ausgiebigst zu abzuschnüffeln? Dann nimm dir die Zeit. Schließlich bist du nicht auf der Flucht. Zumindest hoffen wir das für dich. Ganz wichtig in allen Fällen: Lobe deinen Liebling immer und immer wieder. Liebe Worte und Streicheleinheiten zwischendurch sind schließlich die schönste Motivation.

Angst, nach draußen zu gehen?

Etwas schwieriger gestaltet es sich, wenn dein Hund das Draußensein mit etwas Negativem verbindet. Schuld daran können ganz unterschiedliche Dinge sein, die in der Vergangenheit mal passiert sind: eine Kollision mit einem anderen Hund zum Beispiel oder auch ein Unfall, beispielsweise mit einem Auto. Der Hund einer unserer Autoren hat einmal schlechte Erfahrungen mit einem Elektrozaun gemacht, der um eine Pferdeweide gespannt war: Dieses unbekannte Ding musste unbedingt erschnuppert werden. Was besagter Hund dabei allerdings vergaß, war seine feuchte Nase. Auch ohne umfangreiche physikalische Kenntnisse zu haben, wissen wir, das heißt „Aua“! Was also tun, wenn dein Liebling statt schwanzwedelnd vor der Tür zu stehen und darauf zu warten, endlich draußen herumtoben zu können, seine Rute einzieht und sich verkriecht?

Das Zauberwörtchen in diesem Fall heißt: Geduld. Ganz viel Geduld. Das negative Denkmuster „draußen = Schmerzen“ muss langsam wieder in ein positives umgewandelt werden. Ein absolutes No-Go, eigentlich in jedem aber ganz besonders in diesem Fall, ist Zerren an der Leine. Verbindet dein Liebling den Waldweg mit etwas Negativem? Dann wähle einen anderen Weg. Hat dein Hund wieder etwas Vertrauen ins Draußensein gefasst, versuche, besagten „Gefahrenweg“ noch einmal zu gehen. Das geht übrigens auch von der anderen Seite kommend. Lobe deinen Hund währenddessen mit ruhiger Stimme, streichle ihn und gebe ihm etwas von seinen liebsten Leckerlis. Mag dein Hund im Winter nicht vor die Tür gehen? Vielleicht ist er empfindlich und mag kalte Pfötchen nicht. Abhilfe schaffen spezielle Hundeschuhe, die nicht nur vor Kälte und Feuchtigkeit schützen, sondern auch vorm Ausrutschen und aggressivem Streusalz. Das nämlich kann zusammen mit Rollsplit für schmerzhafte Verletzungen der empfindlichen Hundeballen führen. Resultat: Einige Hunde verweigern vor Schmerzen sogar das Weitergehen.

Gesundheitliche Probleme als Ursache

War dein Hund stets ein leidenschaftlicher Herumtoller, der nichts lieber tat als im Park herumzuspringen – aber plötzlich nur noch im Körbchen liegt und seine Ruhe haben möchte? Schuld daran könnten auch gesundheitliche Ursachen sein. Diese reichen von orthopädischen Problemen (besonders chronische Arthrose und akute Arthritis sorgen häufig für schmerzhafte Bewegungen) bis hin zu organischen Krankheiten. Insbesondere Terrier (aber auch einige andere Rassen) neigen zu Herzproblemen, die bereits in jungen Jahren auftreten und Schuld daran sein können, dass dein Hund nicht mehr so leistungsfähig und dynamisch ist, häufig Pausen benötigt und auffällig viel ruht. Du erkennst deinen Hund in dieser Beschreibung wieder? Dann lass bitte unbedingt vom Tierarzt abklären, ob gesundheitliche Probleme vorliegen.
Wichtig bleibt dabei immer: Zwinge deinen Hund zu nichts, beschäftige dich mit ihm und zeige ihm, dass du ein verlässlicher Partner bist mit dem ihm nichts zustoßen kann.

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