Woran erkennst du gutes Hundefutter? | tierisch wohnen

Woran erkennst du ein gutes Hundefutter?

Gutes Hundefutter erkennen

Die Auswahl an Hundefutter scheint schier unendlich und alle versprechen für nur das Beste für den Vierbeiner: ein langes, glückliches und vor allem gesundes Hundeleben! Doch wie findest du unter all den Pellets und feuchten Brocken für deine Fellnase das richtige Futter? Und vor allem: Woran erkennst du ein gutes Hundefutter, das deinen Liebling mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt?

„Dosendeutsch“ vs. offene Deklaration

Im ersten Schritt kann ein Blick auf das Etikett der Verpackung helfen. Allerdings ist in den meisten Fällen die Liste der Inhaltsstoffe nichts weiter als ein unverständliches „Dosendeutsch“. Dabei ist die eindeutige Deklaration der Zutaten des Futters die wichtigste Voraussetzung um zu verstehen, was du deinem Hund fütterst. Die Inhaltsstoffe, die in der größten Menge vorhanden sind, stehen an erster Stelle. Bei einem guten Hundefutter sollte dementsprechend das Fleisch immer am Anfang aufgeführt sein, denn es ist für deinen Bello ein wichtiger Proteinlieferant, der sein Wachstum und den Muskelaufbau fördert.

Was sollte im Futter drin sein?

Zusätzlich zum Eiweiß aus dem Fleisch gehören folgende Nährstoffe in den Napf:

  • Fette (z.B. Lachs- und Sonnenblumenöl)
  • Kohlenhydrate (z.B. Getreide in Form von Reis oder Hirse)

Von Natur aus braucht der Hund in der Regel kein Getreide. Besonders im Trockenfutter ist es dennoch eine gerne verwendete Zutat. In diesem Fall solltest du auf eine genaue Aufschlüsselung der Getreidesorten achten, denn häufig listen Hersteller diese einzeln auf, damit sie nicht an die erste Stelle der Inhaltsstoffe rutschen. Auf Hundefutter mit Soja solltest du allerdings verzichten, denn viele Hunde reagieren auf dieses pflanzliche Produkt allergisch. Ein bisschen Reis oder Hirse ist für deinen Vierbeiner aber absolut unbedenklich.

Natürliche Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren aus Lachs- oder Sonnenblumenöl sind gut für Haut und Fell von deinem Liebling. Und ein glänzendes Fell ist ein Zeichen für die Gesundheit und Vitalität eines Hundes, der ein qualitativ hochwertiges Futter bekommt – abgestimmt auf seine Bedürfnisse.

Was sind tierische und pflanzliche Nebenerzeugnisse?

Besonders ungenau wird die Futtermittelindustrie wenn es um die Ausweisung der tierischen und pflanzlichen Nebenerzeugnisse geht. Zu den tierischen Nebenprodukten zählen sowohl Innereien und Fleischreste, aber auch alle anderen Produkte, die bei der Verarbeitung von Tieren anfallen wie z.B. Lunge, Sehnen, Knorpel.
Unter pflanzliche Nebenerzeugnisse fallen Getreidehülsen, Schalen oder auch verdorbenes Stroh. Hat dein Hund eine Futterunverträglichkeit, könnte er auf eines dieser Nebenerzeugnisse allergisch sein.

Rohprotein, Rohfett, Rohasche und Rohfaser – alles roh oder was?

Eine vorgeschriebene Angabe auf jedem Futteretikett ist die sogenannte Futtermittelanalyse. Darunter werden die analytischen Bestandteile des Futters zusammengefasst. Rohprotein, Rohfett, Rohasche und Rohfaser sagen dir spontan nichts? Dann geht es dir ähnlich wie vielen anderen Hundebesitzern. Diese Werte beschreiben den Gesamt-Energiegehalt des Futters.
Das Rohprotein umfasst den enthaltenden Eiweißgehalt. Hochwertiges und gut verdauliches Eiweiß spielt in der optimalen Ernährung für deinen Partner mit der kalten Schnauze eine wichtige Rolle und sollte hauptsächlich aus tierischen Proteinen bestehen.
Die Angabe Rohfett bezieht sich auf die Öle, Fette und fettähnlichen Bestandteile tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Für deinen Hund ist ein Mindestgehalt an Fetten im Futter notwendig, damit er die Fettsäuren aufnimmt, die sein Körper nicht selber produzieren kann.
Die in der Rohasche zusammengefassten Mineralstoffe, wie Kalium, Kalzium und Magnesium sind für einen ausgewogenen Energiehaushalt deines Hundes lebenswichtig. Die Rohfaser beschreibt schließlich die nicht verdaulichen Bestandteile des Futters, hauptsächlich Zellulose und andere Pflanzenbestandteile. Ein gewisser Anteil der Rohfaser in der Ernährung regt die Darmtätigkeit des Hundes an.

Zusatzstoffe im Hundefutter

Bei deiner Ernährung verzichtest du auf künstliche Aromen, Farbstoffe und Geschmacksverstärker? Dann gehört es auch bei deinem Liebling nicht ins Futter! Zucker wird als Inhaltsstoff häufig in ein preisgünstiges Trockenfutter aus dem Supermarkt gemogelt oder auch für Leckerlies und Kauknochen benutzt. Das schadet den Beißern deines Hundes ebenso wie deinen. Wichtig dagegen ist ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis (mindestens 1,5:1) im Futter. Es fördert das Wachstum von deinem haarigen Freund und unterstützt die Entwicklung von Knochen und Zähnen. Fütterst du deiner Fellnase ein qualitativ hochwertiges Trocken- oder Nassfutter, musst du dir um die Vitamin- und Mineralstoffversorgung keine Sorgen machen.

Trocken- oder Nassfutter? Oder doch lieber Barfen?

Nachdem du nun weißt, welche Zutaten dein Vierbeiner am liebsten in seinem Napf findet, musst du dich nur noch entscheiden, ob du ihn mit Trocken- oder Nassfutter füttern möchtest. Auch das Barfen ist eine Ernährungsart auf die immer mehr Hundebesitzer umschwenken. Aber auch mit einem ausgewogenen Trocken- oder Nassfutter kannst du deinen Liebling mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen. Doch was sind die wesentlichen Unterschiede zwischen den trockenen Pellets und den feuchten Brocken?
Grundsätzlich sind beide Varianten als Alleinfuttermittel geeignet und unterscheiden sich im Wesentlichen nur in ihrem Wassergehalt. Nassfutter hat durchschnittlich einen Wasseranteil von ca. 80 Prozent, allerdings auch eine geringere Energiedichte als Trockenfutter. Das heißt, dein Bello bekommt in einem Trockenfutter alle wichtigen Nährstoffe in einer höheren Konzentration und muss dementsprechend weniger davon fressen. Allerdings solltest du beachten, dass Nassfutter durch den hohen Wassergehalt nicht so lange haltbar ist wie Trockenfutter. Fütterst du deinen Bello mit Trockenfutter, versorge ihn immer mit ausreichend Wasser, denn er muss die fehlende Flüssigkeit in der Ernährung zusätzlich aufnehmen.
Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist, deinen Hund mit einem guten Futter zu verwöhnen, dann informiere dich zusätzlich im Supermarkt oder im Tierfachhandel über die unterschiedlichen Futtermittel. Behalte dabei aber immer im Hinterkopf: Dein Bello freut sich über einen hohen Fleischanteil und ein ausgewogenes Verhältnis der Nährstoffe.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.