Katze eingewöhnen – Ob Umzug oder neues Familienmitglied

Katze an neue Wohnung gewöhnen

Eine neue Katze zieht ein! Dieser Tag will gut vorbereitet sein, schließlich will jeder, dass sich das neue Familienmitglied sofort wohl- und willkommen fühlt.

Aber nicht nur der Tag der Ankunft ist entscheidend, sondern die gesamten ersten Tage, manchmal sogar Wochen. So lange kann es nämlich dauern, bis sich Miezi komplett eingewöhnt hat und sich wohl im neuen Zuhause fühlt. Mit diesen Tipps und Tricks gelingt die Eingewöhnung der Katze, so dass sich das Samtpfötchen ganz schnell wohl im neuen Zuhause fühlt.

Katze eingewöhnen: Unsere Tipps, um die Katze an das Zuhause zu gewöhnen

1. Tipp: Wenig Versteckmöglichkeiten

Auch wenn der erste Gedanke einen vielleicht dazu verleiten will, Miezi im neuen Zuhause ein paar Versteckmöglichkeiten zu offerieren, ist es zu Beginn dennoch sinnvoller, einen gemütlichen Raum zu wählen, in dem die neue Katze keine zahllosen Verstecke vorfindet. Das soll nicht bedeuten, dass es keinen Kratzbaum mit einer Höhle geben soll, aber wenn die Versteckmöglichkeiten für das neue Familienmitglied begrenzt sind, fällt die Eingewöhnung meist leichter. Die Katze soll die Zeit der Eingewöhnung nutzen, die Umgebung zu erkunden und sich an den neuen, unbekannten Hausgeruch gewöhnen.

2. Tipp: Tür zu

Sobald ihr also mit der neuen Katze zum ersten Mal das neue Zuhause betretet, bringt sie am besten direkt in den für sie vorbereiteten Raum und schließt die Tür. So bleibt der Ort, an den sich das Samtpfötchen gewöhnen soll, zunächst überschaubar. Die Erkundung der gesamten Wohnung sollte dann Schritt für Schritt erfolgen. Und immer mit der nötigen Ruhe. Denn Katzen hassen es, „überfallen“ zu werden.

3. Tipp: Spielen ist die beste Medizin

Unverzichtbar für Miezes Raum sind die künftige Futterstelle, das Katzenklo sowie der eigene Wassernapf. Auch geeignetes Spielzeug hilft der Katze in der Zeit der Eingewöhnung, sich schnell wohlzufühlen. So verbindet sie die neue Umgebung unmittelbar mit Spaß und merkt, dass sie sich ohne Gefahr bewegen und austoben kann.

4. Tipp: Veränderungen in Maßen

Veränderungen, die ihr im „Katzen-Zimmer“ vornehmen möchtet, verschiebt ihr besser auf die Zeit nach der Eingewöhnung. Gebt der Katze genügend Zeit, ihre neue Umgebung ohne weitere Neuerungen zu erkunden. So kann sich das neue Familienmitglied in aller Ruhe an das neue Zuhause gewöhnen.

 

Schritt für Schritt zur Eingewöhnung der neuen Katze

Sobald ihr mit der Katze im neuen Heim angekommen seid, öffnet ihr die Tür der Transportbox und gebt dem Tier die Zeit, die es braucht. Je nach Persönlichkeit des Samtpfötchens wird es entweder ohne Umschweife seine neue Umgebung erkunden – oder erst einmal zögerlich in seinem Versteck, der Transportbox, ausharren. Wie dem auch sei, sprecht mit ruhiger Stimme und gebt dem Tier die Zeit, die es benötigt. Ihr könnt auch bedenkenlos das Zimmer verlassen und der Katze die Möglichkeit geben, sich selbständig an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Damit der Umzug nicht für die Katz‘ ist

Handelt es sich um einen Umzug und ihr wollt eure Katze an die neuen vier Wände gewöhnen, so achtet darauf, dass ihr in jedem Fall weiterhin dasselbe Futter sowie dieselbe Einstreu für die Katzentoilette verwendet. Viele Vierbeiner sind nach einem Umzug zunächst so verängstigt, dass sie jegliches Futter vermeiden. Das ist durchaus normal, dennoch solltet ihr darauf achten, dass das Kätzchen ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Sollte die Katze auch nach zwei Tagen noch immer nichts fressen, empfiehlt es sich, einen Tierarzt zurate zu ziehen.

Willkommen in der Familie

Solltet ihr eine neue Katze in eure Familie aufnehmen, ist es wichtig, dem neuen Vierbeiner Ruhe zu gönnen. Besonders wenn Kinder das neue Tier so schnell wie möglich in die Arme schließen wollen, ist es wichtig, der Katze die Zeit der Eingewöhnung zu gönnen. In diesem Zeitraum sollten auch Hunde und andere Tiere des Hauses das „Katzen-Zimmer“ zunächst nicht betreten. Erst wenn der neue Mitbewohner auf vier Pfoten zumindest mit einem Menschen der Familie vertraut ist, können die Türen langsam geöffnet werden, um die Katze mit den weiteren Familienmitgliedern bekannt zu machen. Kinder sollten gerade anfangs gebeten werden, sich ruhig zu verhalten. Zum Kennenlernen eignet sich zum Beispiel ein Spiel mit dem Federwedel oder einer Katzenangel. Das bereitet Kind und Tier meist gleichermaßen Spaß.

Komm kuscheln

Auf den Arm genommen werden sollte die Katze erst, wenn sie sich problemlos streicheln lässt. Manche Tiere lassen sich auch nicht gerne tragen, kommen aber stattdessen umso lieber auf das Sofa zum Kuscheln. Hier sollte die Persönlichkeit des Tieres akzeptiert werden.

Jede Katze reagiert unterschiedlich auf ihre neue Umgebung und benötigt unterschiedlich viel Zeit zur Eingewöhnung. Wenn ihr allerdings bemerkt, dass euer neuer Mitbewohner problemlos frisst, die Toilette benutzt und zutraulich zu den Menschen in der Umgebung ist, ist es an der Zeit, die Türen des „Katzen-Zimmers“ zu öffnen. Dann kann Miezi das Haus oder die Wohnung beziehen – und Raum für Raum erkunden und entdecken. Natürlich nur in dem Rahmen, in dem ihr eurer Katze buchstäblich die Türe öffnet. Wer Katzenhaare im Schlafzimmer weitestgehend vermeiden möchte, sollte diesen Raum zu einer Sperrzone für das Tier erklären. Sollte es euch allerdings nur darauf ankommen, dass das Kätzchen nicht bei euch im Bett schlummert, erfahrt ihr hier hilfreiche Tipps zur Abgewöhnung.

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2 Kommentare

  • Wolf Dobrin, La Perelle, F Colombières sagt:

    Hallo, habe eben ihre guten Tipps zum „Tapetenwechsel“ von Katzen gelesen. Unsere Situation in Stichworten: Mussten unseren Kater mit 18 J. einschläfern lassen. Möchten eine neue Katze. Leben in Frankreich auf Landsitz. Viel Umschwung. 3 Hunde, Pferde, viel Kleinvieh. Viel Freiheit für alle Tiere. Haus immer offen. Hunde schlafen in der Küche. Unmöglich, den neuen Mitbewohner in z.B. einem Zimmer einzugewöhnen.
    Heute wurde uns ein kastrierter Kater (3 J.alt) angeboten (Trennung der Besitzer). Kann das Tier in unserer Situation eingewöhnt werden, und wenn ja, wie am besten ? Oder wäre besser, ein Katzenbaby zu nehmen ?
    Danke für ihren Rat und beste Grüsse aus dem Calvados.

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Lieber Wolf,

      es tut uns Leid, dass wir dir jetzt erst antworten. Dennoch hoffen wir, dass du dich für den 3 Jahre alten Kater entschieden hast. Zum einen ist der Kater bereits eine erfahrene und erwachsene Persönlichkeit und zum anderen ist ein Landsitz mit viel Natur das schönste was Katzen passieren kann. Natur bietet Freigängern spannende Vielfalt, wodurch Katzen nie langweilig wird. Gleichzeitig bietet Natur notwendige Rückzugsmöglichkeiten, wenn die Tiger ihre Ruhe brauchen. Trotz der vielen Tiere können sich Katzen an solch ein Zusammenleben gut gewöhnen, so lange sie ihre Privatsphäre haben. Ferner ist wichtig, dass die Hunde sich mit Katzen vertragen und es hier nicht zu kontinuierlichen Konflikten kommt. Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich. Bezüglich des Zimmers, kannst du sofern noch nicht geschehen, dem Kater auf einer erhöhten Ebene einen höligen Schlafplatz einrichten, wo er sich vor möglichen „Angreifern“ sicher fühlt und seine Umgebung gut beobachten kann. Auch Fressnapf und Trinkschale können wenn notwendig auf einer erhöhten und für die Hunde unerreichbaren Ebene platziert werden, damit es zu keinem Futterneid kommt.

      Wir hoffe, dass wir dir auch verspätet dennoch helfen konnten.
      Dein tierisch wohnen-Team

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