Eine gute Hundepension finden: diese 5 Tipps helfen

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Egal, ob Notfall, Büroalltag oder Urlaubspläne: Du musst deinen Hund schweren Herzens kurze Zeit in andere Hände geben? Dann fragst du dich bestimmt, wie du eine gute Hundepension finden kannst. Das gestaltet sich nicht immer ganz leicht. Aber mit unseren 5 Tipps und wissenswerten Infos wird es zumindest ein bisschen einfacher.

Was ist eine Hundepension?

Wenn Herrchen und Frauchen auf große Reise gehen und Hunde im Wunschhotel nicht gestattet sind, die Reise zu lang und beschwerlich fürs fellige Familienmitglied wäre oder ein Notfall die kurzweilige Ausquartierung des Vierbeiners erfordert, kann ein Hundehotel Rettung in letzter Sekunde sein. Doch das Hotel für Hunde hilft auch Berufstätigen, die ihren Vierbeiner nicht mit ins Büro nehmen dürfen und niemanden in der Verwandtschaft oder im Bekanntenkreishaben, der das Hundesitten übernehmen könnte. Die professionelle Tierbetreuung in einer Hundepension ist gerade in Großstädten ein gern genutzter Service, quasi ein Kindergarten für vierbeinige Lieblinge. Es gibt die HuTa (Hundetagesstätte) für die regelmäßige Betreuung über mehrere Stunden oder die Aufsicht über Nacht in einer Hundepension. Hundepfleger, Hundetrainer oder im besten Fall Menschen mit tierärztlichem Hintergrund übernehmen hier die Pflege von Strohwitwer-Hunden.

Einige Hundepensionen bieten auch gleichzeitig die Erziehung der Fellnasen durch eine integrierte Hundeschule an. Außerdem können je nach tierischer Einrichtung spezielle Angebote wie Schulungseinheiten, größere Spaziergänge, Massagen und auch Leistungen rund um Fellpflege durch einen integrierten Hundesalon in Anspruch genommen werden.

Hundepension: was ist zu beachten bei der Wahl der richtigen Unterkunft?

Generell sollte eine ordnungsgemäße Hundepension über eine staatliche Zulassung laut Tierschutzgesetz Paragraph 11 verfügen. Doch das sagt natürlich noch nichts über die Qualität der Hunde-Herberge und ihrer Eigentümer aus. Daher haben wir hier 5 Tipps, die dir helfen eine gute Hundepension für deinen Vierbeiner zu finden.

1. Tipp: Art der Unterbringung wählen

Haltung in großen Gruppen oder alleine bzw. in Kleingruppen in separierten Zimmer oder Zwingerhaltung? Bei der Wahl der Unterbringung gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Jede hat ihre Vor- und Nachteile, im Folgenden eine kurze Übersicht:

  • Großgruppenhaltung: ist für Hunde die schönste Unterbringung, sofern sie von Zuhause aus ein aktives Familienleben gewöhnt sind und ein kontaktfreudiges Wesen haben. Bei der Gruppenhaltung können sie spielen, sammeln Erfahrungen und bauen soziale Kontakte auf.
  • Zimmerhaltung allein oder in Gruppen:  Hunde mit schwierigem Sozialverhalten können in Zimmern separat untergebracht werden. Auch bei dieser Unterbringung sind sie teilweise alleine, doch der Stressfaktor ist wesentlich geringer als im Zwinger.
  • Zwingerhaltung: Zugegeben, Zwinger vermitteln nicht den Eindruck einer guten Hundepension. Immerhin soll dein Hund nicht in einem Käfig wohnen, während Herrchen und Frauchen abwesend sind. Doch das Vorhandensein eines Zwingers ist z.B. notwendig, falls sich die Hunde untereinander nicht verstehen, ein Hund mit sozialen Dysfunktionen einzieht oder kranke Tiere bzw. Tiere mit Behinderung betreut werden müssen.

2. Tipp: Besuch der Hundepension

Betrachte die Hundepension wie dein eigenes Hotelzimmer und gehe deinen Fragekatalog durch: Wirkt alles sauber und gepflegt, ist der Gastgeber sympathisch und vertrauensselig, sind die Räume liebevoll eingerichtet und lädt die Umgebung zum Bleiben ein? Prüfe, wie die Pfleger mit den einquartierten Hunden umgehen und wie die Tiere auf ihre Aufpasser reagieren: Gehen sie mit eingeknickter Rute, gesenktem Kopf und wirken verängstigt oder zeigen sie mit schwanzwedelnder Route eine hohe Zufriedenheit?

3. Tipp: Schnuppertage wahrnehmen

Bei Schnuppertagen kannst du gemeinsam mit deinem Hund die Unterkunft, Pfleger und Schlafquartiere ansehen und schauen, wie dein Hund auf die Umgebung reagiert. Fühlt er sich wohl oder ist er eher eingeschüchtert? Wie gehen die Betreuer auf deinen Hund ein?

4. Tipp: Probeübernachtung

Insbesondere wenn dein Hund mehrere Tage in der Hundepension unterkommen soll empfiehlt sich das Probeschlafen. Über diesen Weg erfährst du, ob es deinem Hund in der Einrichtung gefällt und dein Liebling kann sich an die Betreuer gewöhnen.

5. Tipp: Rechtzeitige Buchung der Unterkunft

Vor allem wenn es um Zeiträume in der Hauptsaison geht sollten sich Hundebesitzer rechtzeitig um eine Hundebetreuung kümmern. Wenn sich die Sommerferien nähern, sind gute Hundepensionen schon 4-6 Monate vorher ausgebucht, Die Suche nach der passenden Unterkunft sollte daher schon wesentlich früher stattgefunden haben, sodass man sich nur noch um die Buchung kümmern braucht.

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Hundepension: Was braucht man?

Je nach Hundehotel gelten verschiedene Regeln, was Hundehalter ihrem haarigen Liebling einpacken sollen. In der Regel braucht man für die Hundepension Impfpass und häufig auch eine Kopie der Haftpflichtversicherung. Die Leine gehört ins Gepäck genauso wie die gewohnte Liegeunterlage, sprich: eine Lieblingsdecke oder das Lieblingskuscheltier, ohne das der Hund nicht schlafen kann. Auch Futter (gerade bei magenempfindlichen Hunden oder vorhandenen Unverträglichkeiten) und Futternapf können auf der Liste stehen. Von der Mitnahme von Spielzeug, Körbchen, Kissen wird meist abgeraten, da es als Zerrspielzeug von anderen bellenden Mitbewohnern zweckentfremdet oder verunreinigt werden kann.

Wie teuer darf eine gute Hundebetreuung sein?

Die Preise für die Tages- und/oder Nachtbetreuung variieren nach Größe des Hundes (bezüglich Platz- und Futterverbrauch), Alter (für Junghunde wird meist ein Aufschlag berechnet), Wesen des Hundes (unruhige Tiere sind teurer), Leistungsumfang der Pension, Zeitraum der Unterbringung (Ferienzeiten, Feiertage, Brückentage sind teurer) und Standort der Pension.

Eine günstige und überwiegend unbekannte Variante der Hundepension ist das Tierheim. Doch nicht jedes Tierheim bietet diese Leistung an und die Preise variieren hier von 10 bis 15 Euro. Jedoch bieten die meisten Tierheime nur Zwingerhaltung an, das sollte insbesondere bei Hunden berücksichtigt werden, die aus dem Tierschutz vermittelt wurden und bereits Erfahrung mit Tierheimen gemacht haben. Diese können sehr unterschiedlich auf die vorübergehende Rückkehr in das Tierheim reagieren. Wer hier unsicher ist, sollte sich unbedingt nach einer Probenacht erkundigen.

Ab wann kannst du deinen Hund in einer Hundepension unterbringen?

Junge Hunde befinden sich bis zur 8. Lebenswoche in der sogenannten Prägephase. In dieser Zeit ist es notwendig, dass Herrchen und Hund viel Zeit miteinander verbringen, um eine gesunde Hund-Herrchen Bindung zu entwickeln. Durch das Zusammenleben und den gemeinsamen Alltag mit seinem Herrchen, lernt ein junger Hund, welche Regeln Zuhause gelten. Das ist sehr wichtig, denn in einer Hundepension können möglicherweise andere Regeln bestehen. Dadurch kann das weitere Zusammenleben erschwert werden. Dennoch muss die Prägephase kein Ausschlusskriterium für eine Unterbringung in der Hundepension sein.

So kannst du deinen Hund an eine Hundepension gewöhnen:

Damit dein Hund eine angenehme Zeit im Hundehotel hat, solltest du ihm eine Eingewöhnungsphase ermöglichen. Die beste Eingewöhnungszeit ist im frühen Alter zwischen fünf bis zwölf Monaten. Aber auch ältere Hunde benötigen ihre Zeit, um sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Deshalb ist es ratsam vor einer Unterbringung im Hundehotel, gemeinsam mit dem Hund einige Stunden dort zu verbringen. Auch das anschließende Übernachten des Hundes für ein bis zwei Tage ist hilfreich, damit er sich an die Menschen und Umgebung vor Ort gewöhnen kann. Wichtig ist auch, dass du ebenfalls gelassen bist und unbesorgt mit der Situation umgehst, dadurch signalisiert du deinem Hund, dass alles in Ordnung ist.

Was tun, wenn dein Hund sich nach dem Aufenthalt in der Hundepension verändert hat?

Viele Hundebesitzer beklagen nach der Abholung ihres Tieres aus dem Hundehotel, dass es viel schläft. Keine Panik: Ein Tapetenwechsel, eine neue Schlafumgebung, die Abwesenheit von Bezugspersonen, fremde Zweibeiner und andere Tiere bedeuten Stress für den Hund. Es ist daher nicht ungewöhnlich, wenn sich der Vierbeiner nach den „Strapazen“ erst einmal eine Mütze Schlaf zurückholt. Auch Magenprobleme durch fremdes Futter aus der Pensionsküche oder aus dem Napf der anderen tierischen Mitbewohner können vorkommen. Sollte der Hund überhaupt nichts mehr fressen und/oder der schläfrige Zustand länger als ein paar Tage andauern, ist der Weg zum Tierarzt der nächste Schritt.

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