Hund scheren – Tipps & Tricks für die Hundeschur zu Hause

Hund richtig scheren

Grundsätzlich gilt: Das Hundefell ist der jeweiligen Jahreszeit perfekt angepasst. In manchen Fällen sorgt das Scheren des Hundes beim Vierbeiner jedoch für echte Erleichterung – im wahrsten Sinne des Wortes.

Während der heißen Sommermonate schützt leichtes Sommerfell vor UV-Strahlungen und zu hohen Temperaturen, im Winter wiederum bietet die dichte Unterwolle Schutz vor Schnee, Eis und Frost. Selbst extreme Temperaturen – von tropischer Hitze bis hin zu arktischer Kälte – steckt der beste Freund des Menschen i.d.R. locker weg. Ein Eingreifen von Herrchen oder Frauchen ist daher in den meisten Fällen nicht ratsam, schließlich sorgt der körpereigene Regulationsmechanismus für das richtige Klima. Manchmal bringt eine Schur jedoch einen echten Hundesegen. Insbesondere Hunde ohne Unterwolle – hierzu zählen zum Beispiel Yorkshire-Terrier, Malteser und Pudel – freuen sich sogar über (regelmäßiges) Scheren.

Hund scheren Anleitung: So klappt die Hundeschur zu Hause

Das Wichtigste vorab: Der Hund sollte schon vor dem Scheren an die Schermaschine gewöhnt sein und das Geräusch kennen. Es lohnt sich also, die Maschine schon Tage oder Wochen im Voraus immer mal wieder aus dem Schrank zu holen und der Fellnase die Möglichkeit zu bieten, Kontakt mit dem Helfer aufzunehmen. Erst wenn das Vertrauen aufgebaut und Bello wirklich entspannt ist, sollte mit dem eigentlichen Scheren begonnen werden:

Die Blätter der Schermaschine richtig einstellen. Wer sich nicht sicher ist: Für die meisten Hunde ist eine Länge von neun Millimetern perfekt. Im Zweifelsfall jedoch besser eine längere Größe wählen. Denn: Was ab ist, ist ab.

  • Der Hund sollte, wenn möglich, auf allen Vieren stehen – auf einer rutschsicheren Unterlage.
  • Damit die Schermaschine gut durchs Fell gleitet, vorab mit der Bürste oder dem Kamm Verfilzungen lösen.
  • Geschoren wird von vorn nach hinten. Also niemals – wirklich NIE – gegen den Haarstrich!
  • Den Scherkopf stets am Körper des Hundes anlegen. Sonst könntet ihr euch selber schneiden oder eurem Liebling ungewollte Muster verschaffen.
  • Ebenso wichtig: Nur wenig Druck ausüben.
  • Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erhalten, die Schermaschine möglichst nicht absetzen, sondern „durchscheren“.
  • Die erste Partie, die geschoren werden sollte, ist der Hals. Dann geht’s weiter über den Rücken bis hin zur Brust, dem Bauch sowie den Beinen.
  • Vorsicht: Insbesondere an den Beinen und in der Leistengegend müssen die Falten glatt gezogen werden. Sonst drohen schmerzhafte Schnittverletzungen.
  • Das Fell im Gesicht, an den Ohren und Pfoten sowie am Geschlechtsteil sollte „analog“ mit einer Fellschere gekürzt werden und nicht mit einer elektrischen Maschine.
  • Die Tasthaare, auch Vibrissen gennant, jedoch unangetastet lassen. Dass sie eine meist überragende Länge erreichen, ist keine Laune der Natur, sondern echter Segen für Hunde: Mit ihrer Hilfe können sie sich zum Beispiel auch im Dunklen oder in trüben Gewässern orientieren. Vibrissen sind also überlebenswichtig.
  • Zum Abschluss einer Schur lohnt sich eine erneute Einheit mit Bürste oder Kamm, um alle losen Haare zu entfernen.

Hundeschur: Bei diesen Hunderassen ein No-Go!

Keinesfalls geschoren werden dürfen Hunde mit dichter Unterwolle. Wird das Hundehaar bei Rassen wie bei beispielsweise einem Golden Retriever oder Langhaarcollie geschoren, wächst die Unterwolle unkontrolliert nach. Selbst einmaliges Scheren kann einen dauerhaften Schaden anrichten und zur Verfilzung der Unterwollen führen. Auch drohen oftmals schlimme Hautprobleme. In diesen Fällen sollte das Fell des geliebten Vierbeiners besser getrimmt werden.

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