Hilfe, mein Hund bleibt nicht allein!

Hund bleibt nicht allein

„Ich komm gleich wieder mein Kleiner! Hörst Du, Mutti kommt gleich wieder! Ach, warte, ich muss Dich nochmal drücken und streicheln. Und nochmal knuddeln. Und mach bitte keinen Mist, hörst Du! Lass die Pflanzen in Ruhe und kläff nicht zum Fenster raus. Mutti ist gleich wieder da.“ Spätestens jetzt ist jeder bis dahin friedlich vor sich hin schlummernde Hund wach und in Alarmbereitschaft versetzt. Ein letzter Blick in die Wohnung zum traurig guckenden Hündchen, noch einmal winken und eeeendlich nach einem mehrminütigen Akt der Verabschiedung wird die Tür zugezogen. Von außen. Gott sei´s gedankt.

So oder so ähnlich spielt es sich bei ganz vielen Hundefreunden zu Hause ab. Warum ich das so genau weiß? Tja, ganz einfach: Weil’s bei uns auch so war. Und warum ich das Thema Alleinbleiben gerade jetzt wieder aufgreife? Auch ganz einfach: Weil es uns im Moment wieder mehr denn je betrifft. Und weil ich denke und hoffe, ich kann vielleicht dem ein oder anderen von euch ein paar Tipps mit an die Hand geben, wie ihr das Training rund ums Alleinbleiben aufbauen könnt – und wie es für alle Beteiligten leichter und weniger stressig wird.

Dazu muss ich kurz erzählen: Mein Mann und ich sind beide berufstätig. Mein Mann arbeitet Vollzeit in Schichten und seit Anfang Juni habe ich einen neuen Job und arbeite ebenfalls wieder ganztags. Vorher hatte ich wirklich atemberaubend göttliche Arbeitszeiten in meiner Teilzeitstelle und diese war noch dazu gut bezahlt. Super Situation sozusagen, vor allem mit Hund. Ich habe mir die Arbeitszeit so planen können, dass ich zumeist in Spätschichten bis 20 Uhr gearbeitet habe. Ich bin nach dem Mittag aus dem Haus gegangen und konnte den Morgen und Vormittag für Haushalt, Termine und Joker nutzen. Wir sind jeden Vormittag eine große Runde zusammen gelaufen und haben trainiert. Am Nachmittag haben meist meine Eltern auf ihn aufgepasst, nicht weil er nicht allein bleibt, sondern weil ich nicht möchte, dass er zu lange auf sich allein gestellt und gezwungen ist, sich selbst zu beschäftigen. Wenn ihr meinen vorherigen Artikel gelesen habt, wisst ihr bereits, dass die Verdauung eines Hundes nach ca. fünf bis sechs Stunden abgeschlossen ist. Danach muss er mal und hat auch wieder ein Hüngerchen. Zudem ist ein Hund ein Rudeltier und mir ist wichtig, dass er Anschluss an die Familie hat, sich an ihr orientieren kann, keine eigenen Entscheidungen treffen muss und daher nicht länger als wirklich nötig allein ist.

Seit Anfang Juni ist nun also Schluss mit dem Arbeitszeitenträumchen und wir haben uns komplett umorganisiert. Ich gehe mit Joker am Morgen eine große Runde spazieren und bevor ich zur Arbeit fahre, bringe ich ihn zu meinen Eltern. In den Hundekindergarten sozusagen. Er hat sogar seine eigene Kindergartentasche, die ich mir bequem umhängen kann und somit die Hände für alles Wichtige frei habe. In seine Tasche packe ich bereits am Vorabend seine abgewogene Tagesration Futter ein sowie seine Medikamente. Habt ihr wie ich einen Hund, der auf tägliche Medikamente angewiesen ist, bei uns ist es u.a. die Schilddrüsentablette regelmäßig zur gleichen Zeit, dann ist dies bei der Tagesplanung zusätzlich zu beachten. Joker verbringt jetzt den Tag bei meinen Eltern und ich weiß, er ist gut aufgehoben und fühlt sich dort auch wohl. Das finde ich auch ganz wichtig, um selbst im Job eine gute Arbeit abzuliefern und den Kopf frei zu haben. Daher ist auch jede erste Frage, wenn sich ein Kunde bei mir meldet und mit dem Wunsch liebäugelt, einen Hund aufzunehmen: „Haben Sie ausreichend Zeit für den Hund und was passiert mit ihm, wenn Sie bei der Arbeit sind? Wird sich für ihn auch dann gekümmert, sollte sich an Ihrer beruflichen Situation einmal etwas ändern?“

Dieser Punkt sollte absolut geklärt sein, bevor der Hund einzieht. Natürlich kann es im Leben immer wieder Situationen geben, die die bisherige Planung gründlich durcheinander wirbeln. In diesem Fall ist ein Netzwerk aus lieben Freuden und Familienmitgliedern total wichtig. In unserem Fall sind es zwei liebe Freundinnen, die sich die nächsten Tage um Joker kümmern, während mein Mann und ich arbeiten. Meine Eltern sind nämlich für ein paar Tage weggefahren. Die Reise ist schon beinahe ein Jahr bei uns allen eingeplant, ich hatte mir bereits für diese Zeit frei genommen und dann. Ja, dann kam der unfreiwillige Jobwechsel dazwischen und wir standen vor der Frage: Soll die Reise abgesagt werden – oder nicht? Da meine Eltern sich immer für andere aufgeopfert und sich total auf die Auszeit gefreut haben, kam das für mich nicht infrage. Außerdem handelt es sich lediglich um drei Tage, die wir organisiert bekommen müssen. Also hieß es, für Joker einen Babysitter zu finden.

Den beziehungsweise die fanden wir auch in Gestalt von zwei lieben Freundinnen und ich bin den beiden unheimlich dankbar dafür. Ich kann mich auf meine Arbeit konzentrieren und weiß den kleinen Haarigen in guten Händen. Perfekt!

Ein paar Stunden allein zu bleiben ist für Joker kein Problem, das haben wir ausgiebig geübt. Bevor ich meine Ausbildung zur Problemhundetherapeutin begonnen habe, war ich ebenso wie viele andere davon überzeugt, dass mein Hund alles versteht, was ich ihm sage. Und mich zu Hause nur aus dem Grund auf Schritt und Tritt verfolgt, weil er mich so liebt. Und natürlich auch, dass er menschliche Züge hat. Und jaaaa, ich habe mich von ihm verabschiedet, wenn ich gegangen bin und habe ihn ausgiebigst geherzt, sobald ich wieder zu Hause war. Mittlerweile weiß ich es besser und möchte euch heute einige Hilfestelllungen mit an die Hand geben, wie das Alleinebleiben für euren Vierbeiner stressfreier wird.

Herausfinden, warum das Alleinesein für den Hund Stress bedeutet

Stellt euch vor, ihr habt einen Hund, der jault und bellt und die komplette Wohnungseinrichtung zerlegt, während ihr nicht zu Hause seid. Oft wird gesagt: „Och, der Kleine hat Trennungsangst und ist unglücklich ohne uns.“ Zuerst einmal muss daher unterschieden werden, weshalb der Hund nicht allein bleibt und in dieser Zeit macht, was er macht. Geht es um sein Territorium? Also: Die Wohnung, die Dinge, die der Hund besitzt, weil sie ihm zur freien Verfügung gestellt wurden? Beginnt das Quengeln und Bellen sofort, wenn ihr das Haus verlasst und wird der Hund aggressiv? Bleibt er problemlos im Auto, nicht aber in der Wohnung allein? Dann spricht man von Ressourcenkontrolle. Dies ist unter professioneller Anleitung und Hilfe gut und schnell in den Griff zu bekommen. Leidet der Hund, sobald der Mensch das Haus verlässt? Baut sich das Jaulen und Bellen langsam auf und wird immer schlimmer? Bleibt der Hund weder im Auto noch in der Wohnung allein und ist mit keiner Silbe aggressiv? Dann geht es wirklich nur um den Menschen an sich. Hierbei spricht man von echter Trennungsangst. Diese ist eher seltener, aber auch mit professioneller Hilfe eines Hundetrainers in den Griff zu bekommen. Es dauert zwar länger und der Therapieansatz ist auch ein anderer. Aber mit Geduld und einem guten Trainer ist auch das machbar. Zwischen beiden Problemfällen zu unterscheiden ist nicht einfach, daher empfehle ich bei einem bestehenden Problem immer, einen guten Hundetrainer zu konsultieren. Hierbei kann ich euch meine Kollegen von „Hundewelten“ sehr ans Herz legen. Wir gehen auf den Hund ein, arbeiten mit Motivation und positiver Bestätigung, gewaltfrei und ohne Hilfsmittel. So ist es möglich, auch schwierige Fälle schnell zu lösen. Der Mensch muss allerdings bereit dazu sein, auch an sich selbst zu arbeiten – und umzudenken. Es ist nämlich tatsächlich so, dass das Problem vom Menschen gemacht wird. Manchmal bewusst, aber größtenteils unbewusst, weil es eben alle so machen und sehr oft menschliche Eigenschaften und Gefühle auf den Hund übertragen werden. Das kann er aber nicht erfüllen, reagiert arttypisch wie er es für richtig hält und das gefällt dem Menschen natürlich überhaupt nicht. Und Schwupps hat natürlich der Hund ein Problem.

So trainierst du mit dem Hund das Alleine bleiben

Stellen wir uns jetzt einmal vor, euer Hund ist bei euch eingezogen, das Deckentraining klappt prima, er sucht freiwillig seinen Platz auf, ihr stresst ihn nicht unnötig mit Bällchen werfen und Co., überhäuft ihn nicht mit Spielzeug zur freien Verfügung und lasst nicht zu, dass er euch kontrolliert. Dann habt ihr schon mal die besten Voraussetzungen getroffen, um dem Hund Schritt für Schritt beizubringen, dass das Alleinbleiben ganz normal ist und ihr wiederkommt. Und so baut ihr das Training auf:

  1. Verkleinert den Raum, den der Hund zur Verfügung hat. Als Beispiel: Schließt die Türen und lasst dem Hund zum Beispiel den Flur und das angrenzende Zimmer, in unserem Fall das Arbeitszimmer. Schaut, dass diese Räume hell sind, gut belüftet und wohl temperiert. Je kleiner der Raum, desto weniger Stress hat der Hund. Stellt euch vor, man bittet euch, auf ein riesengroßes Haus aufzupassen und zu schauen, dass niemand einbricht. Ihr werdet nervös werden und wachsam und alles kontrollieren, damit ihr euren Job auch gut macht. Das riesengroße Haus ist in Hundeaugen eure Wohnung und bei vielen Räumen steigt der Stresspegel. Folge: Ein Problemverhalten kann sich entwickeln. Muss nicht zwingend sein, kann aber und das könnt ihr damit von vorn herein vermeiden.
  2. Richtet dem Hund von Beginn an in einem dieser Räume seinen Platz ein. Bei uns ist es das Arbeitszimmer. Schaut hier bitte, dass der Platz an einer ruhigen, strategisch nicht wichtigen und nicht gleich einsehbaren Stelle gewählt wird. Tipps zum richtigen Platz gibts im Artikel „Wie ich meinem Hund beibringe, wo sein Platz ist.“ Platziert seinen Wassernapf mit frischem Wasser neben seinem Platz. Der Hund muss immer die Möglichkeit haben, seinen Durst zu stillen. Versorgt ihr ihn und kümmert euch um seine wichtigsten Bedürfnisse wie Fressen, Trinken und Gassigehen, weiß der Hund, er kann sich auf euch verlassen.
  3. Trainiert in kleinen Schritten und möglichst nicht erst am Vortag, bevor der Hund gleich länger allein bleiben muss. Beginnt z.B. mit einer Minute. Bringt den Hund auf seinen Platz, liegt er ruhig, bestätigt ihn dafür mit einem Futterstückchen auf seiner Decke. Zieht euch an, geht wortlos hinaus und macht die Tür hinter euch zu. Wartet kurz und geht ohne ein Wort wieder hinein. Macht alles so, wie ihr es gemacht habt, als der Hund noch nicht da war. Zieht ruhig die Jacke aus, die Schuhe, wascht die Hände und schmeißt euch in euer Home-Outfit. Ist der Hund entspannt, schaut nur kurz und geht dann wieder auf seinen Platz, ist alles prima. Dann könnt ihr die Zeit etwas verlängern, die ihr draußen seid. Ich hatte mir damals, als wir das trainiert hatten, einen Kaffee und ein Buch mit hinausgenommen.
  4. Ist der Hund jedoch aufgeregt, wenn ihr wieder zur Tür hereinkommt, drängelt und springt euch an, bringt ihn bitte ruhig und wortlos auf seinen Platz zurück und beginnt das Spiel von neuem. Geht einen kleinen Schritt zurück und verkürzt die Zeit, bis er auf seinem Platz entspannen kann, während ihr nicht zu Hause seid. Wartet mit diesem Training bitte wie erwähnt nicht, bis die Situation des Alleinbleibens eintritt. Bindet das von Anfang an mit in euer Training ein. So lernt der Hund positiv, dass allein zu bleiben so normal ist, wie fressen und schlafen.

Ach ja, und geht bitte nicht auf das Freuen und Anspringen des Hundes ein, sobald ihr zur Tür hereinkommt. Ignoriert dieses bitte aber auch nicht. Ignorieren bedeutet akzeptieren und das kann bei unerwünschtem Verhalten eines Hundes keine Lösung sein. Bietet ihm stattdessen eine Alternative an. Diese könnte ein Sitz, ein Platz oder ein Liegen auf der Decke sein, zu der ihr ihn bringt. Der Hund kommt sonst nicht zur Ruhe und wird immer wieder für sein Verhalten bestätigt, wenn ihr ihm eure Aufmerksamkeit schenkt und ihn genauso freudig zurück begrüßt. Auch wenn das vielen Menschen gefällt, wenn ihr Hund ihnen wedelnd entgegen gesprungen kommt. Ihr tut ihm damit keinen Gefallen. Er freut sich im Übrigen auch nicht, wenn er mit der Rute wedelt. Auch wenn viele Hundebesitzer das weder hören möchten noch glauben. Eine wedelnde Rute bedeutet einzig und allein, dass ihn die Situation gerade verwirrt und ist gleichzusetzen mit einem Fragezeichen. Probiert es doch mal aus: Überlasst eurem Hund kurz sein Lieblingsspielzeug oder einen Knochen. Und dann nehmt ihr es ihm wieder weg und beobachtet seine Reaktion. Ich wette, er wedelt mit der Rute. Und, habt ihr jetzt das Gefühl, er freut sich?

Sooo, wir wünschen euch jetzt ganz viel Freude und Erfolg beim Training und eine tolle Zeit mit eurer Fellnase. Und nicht vergessen: Bleibt ganz ruhig, egal wie oft das Training wiederholt werden muss. Selbst wenn’s länger dauert: Euer Hund macht das nicht, um euch zu ärgern. Soweit zu denken wäre eine weitere menschliche Eigenschaft und die hat er nicht. Er lernt noch und ihr müsst ihm zeigen, dass ihr das als Rudelführer so entschieden habt und er zu Hause entspannt auf euch warten kann.

Bis bald und woof woof,

Sandra und Joker

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8 Kommentare

  • mark sagt:

    Hallo,

    Ich habe dazu eine Frage. Es wird gesagt, wenn der Hund springt etc. muss man zeitlich wieder einen Rückschritt machen. Er springt aber auch wenn ich nur 30 Sekunden raus gehe und wieder rein komme.

    Mit einem Sitz zur Ruhe kommen lassen? Und das jedes Mal wenn ich wieder rein komme?

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Mark,

      zuerst ist es wichtig, dem Hund von Grund auf alles zu entziehen, was für ihn aufregend ist und ihn in eine Erwartungshaltung versetzt.

      Sprich, räumt Spielzeug o.ä. weg, was er für sich beansprucht und womit er sich bisher alleine beschäftigt​ hat. Stresst ihn auch nicht zusätzlich mit den üblichen Spielen wie Ball werfen usw. Das alles unterstützt das Kontrollverhalten eures Hundes, welches sich beim allein bleiben auf euch konzentriert. Er verliert die Kontrolle über euch und MUSS kontrollieren, wohin ihr geht.

      Beginne in ganz kleinen Schritten, indem du erstmal einen geeigneten Liegeplatz für ihn wählst. Dieser sollte nicht an einem Platz sein, von wo er alles gut einsehen kann. Klicke eine leichte Leine in sein Halsband und führe ihn auf seine Decke. Dieses Deckentraining ist die Grundlage. Hat er einmal begriffen, dass sein Platz für ihn Ruhe und Entspannung bedeutet, wird er diesen auch gern und selbstständig aufsuchen. Führe deinen Hund ohne Kommandos auf die Decke und lass die Leine fallen. Bestätige ihn mit einem Leckerchen AUF die Decke und nicht aus der Hand fürs liegen oder sitzen. Geh selbstsicher einen Schritt nach hinten. Bleibt er, bestätige ihn dafür erneut wortlos mit einem Leckerchen AUF die Decke. Steht er auf und folgt dir, führe ihn wortlos auf die Decke zurück und beginne von vorn. So baut ihr das ganze Stück für Stück auf. Es ist meistens so, dass viele Hunde erstmal nicht liegen bleiben, sondern aufgrund des Kontrollverhaltens was nunmal viele Hunde haben ihrem Besitzer folgen. Verliert da nicht die Geduld, bleibt ruhig und entspannt. Trainiert sowas auch gern am Abend während des Fernsehens. Da ist die Zeit meist da und es ist entspannter.

      Die meisten Kunden machen den Ausgangsfehler, dass sie sofort mehrere Schritte weggehen oder gar aus der Tür und die Wohnung verlassen. Das kann euer Hund noch nicht verarbeiten, das ist ganz normal. Bleibt wie gesagt ganz ruhig aber bestimmt und brecht das Training nicht ab, ohne dass der Hund und ihr ein Erfolgserlebnis habt. Überprüft am folgenden Tag, ob das Training gefruchtet hat. Bleibt er gut liegen, holt ihn zwischendurch auch immer mal aktiv von der Decke runter, damit diese positiv für ihn bleibt und er die Lust nicht verliert. Und denk dran, DU entscheidest, wann der Hund die Decke verlässt, nicht​ er 😉

      Ich wünsche dir ganz viel Freude und Erfolg beim Training!

      Liebe Grüße, Sandra

  • Anne Grams sagt:

    Liebe Sandra, ich hoffe dieser Artikel ist noch aktiv. Wir haben bei uns zuhause einen Border Collie. Wir schaffen es einfach nicht ihm ein stressfreies alleine bleiben beizubringen. Es will nicht klappen obwohl wir schon viel trainiert haben. Was kannst du uns empfehlen.
    Liebe grüsse

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Anne,

      generell zählen Border Collies zu den sehr intelligenten Rassen, die äußerst lernfähig sind. Dennoch bemerkt ein Border Collie auch schnell die Schwachstellen in einer Erziehung. Zusätzlich setzt diese Rasse gerne den eigenen Willen durch, bzw. führt unbewusstes Fehlverhalten des Besitzers gerne zu falschen Verhaltensweisen beim Border Collie. Diese Kombination ist definitiv eine Herausforderung für Frauchen und Herrchen bei der Erziehung. Deshalb ist man bei Border Collies stets gut beraten, wenn man mit ihnen zur Hundeschule geht. In Begleitung eines Trainers, der das Wesen deines Collies kennenlernt, wirst du erlernen, die Körpersprache und Verhaltensweisen deines Collies zu lesen und zu verstehen. Ebenfalls hat es den Vorteil, dass du auf deinen Collie abgestimmte Erziehungsmaßnahmen kennenlernen wirst, die du anschließend bewusst anwenden kannst. Wichtig bei der Wahl der Hundeschule, achte darauf, dass diese Erfahrung in der Erziehung von Border Collies aufweist. Ich hoffe, wir konnten dir weiterhelfen.

      Liebe Grüße, Sandra

  • Claudia Wittmann sagt:

    Hallo Sandra,

    habe einen tollen Podenco-mix Rüden, 10 Monate alt.
    Unser Problem…er kann nicht alleine bleiben.
    Es verlief alles anders als geplant als er bei mir mit 4 Monaten einzog und ich denke das sich meine innere Unruhe auf ihn übertrug.
    Auch wurde ich im Stich gelassen beim trainieren alleine zu bleiben…natürlich nicht auch ohne selbst genug Fehler gemacht zu haben. Als er 8 Monate war sind wir umgezogen. Wir fühlen uns hier beide sichtlich wohl.
    Das er nicht mehr bellte, wenn ich raus an die Mülltonne ging, bekamen wir recht schnell in den Griff, ebenso wenn ich in den Keller ging, der außerhalb der Wohnung ist.
    Er hält lange alleine aus, wenn ich nicht in der Wohnung bin…solange ich aber da bin. Hatte zwar versucht das er es nicht mitbekommt…aber Fehlanzeige. Wenn ich auf Arbeit bin, fängt er spätestens nach einer halben Stunde an zu Bellen und jaulen…bis ca. 20 Min. bevor ich wieder heim komme.
    Ausser Bad und Schlafzimmer sind keine Türen. Die Wohnung 50qm. Überlegte jetzt die Türen einzusetzen und ihn in der Küche zulassen…ist auch Körbchen und Futterplatz. Die „Decke“ ist im Wohnzimmer…wollte ich dann tauschen.
    Habe schon Abmahnung bekommen da einfach nichts halt. Griff sogar auf ein Ulltraschall Halsband…was genau 1 Woche super halt, er es dann aber lieber in Kauf nimmt und trotzdem bellt und jault.
    Das Hundehalteverbot würde schon ausgesprochen aber zurückgezogen als es aussah das wir erfolgreich waren. Nun ist es so, wenn Cammino 2 Tage hintereinander bellt, tritt es nach 1 Woche in Kraft.
    Nun habe ich Cammino teilweise bei Freunden. Ich arbeite 4 x 3,5 Std. und 1 x 5,15 Std., da darf ich ihn aber mitnehmen.
    Da ich die Wohnung und Gegend nicht verlieren möchte, würde ich Ulltraschall mit höherer Frequenz einsetzen und wenn ich zu Hause bin mit ihm üben, wie ich es im Vorfeld gelesen hatte.
    Bitte hilf mir!!…möchte doch, dass es meinem Bub gut geht.

    Liebe Grüße Claudia

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Claudia,

      aufgrund der prekären Lage mit deinem Vermieter und der wenigen Zeit, ist es ratsam einen Hundetrainer aufzusuchen. Dieser kann dir bei der Erziehung helfen, wodurch du ein sicheres Gefühl bekommst und gleichzeitig wird er deinem geliebten Hund dabei helfen, sich an das Alleinsein zu gewöhnen.

      Beste Grüße
      Dein Tierisch Wohnen Team

  • Chi sagt:

    Hallo liebes Team,

    mein 4-jährige Hütehund konnte als Welpe und Junghund (bis zu 1 Jahr) super alleine bleiben. Er lag in der Küche, denn dort konnte er nichts kaputt machen, es gab einen Kauknochen und dann sind wir gegangen. Beim Wiederkommen habe ich erst Taschen und co abgestellt, ihn dann rausgeholt und dann bin ich mit ihm eine Runde um den Block gegangen zum Lösen, damit er nicht in die Wohnung macht. Danach hieß es für den Hund Decke, damit ich mich ausruhen konnte. Soweit so gut.
    Ab dem Zeipunkt, als er 1 Jahr alt wurde fing das Bellen an. Nicht nur beim Alleinebleiben (beim Weggeehen und Heimkommen), sondern zB auch beim Radfahren und vermehrt draußen. Letzteres habe ich in den Griff bekommen, am Radfahren arbeiten wir z.Zt. wieder nach längerer Pause (endlich Fortschritte!) und beim Alleinebleiben machen wir zumindest beim Heimkommen Fortschritte. Aber beim Weggehen will er es einfach nicht sein lassen. Ich habe ihn in „sein“ Zimmer gesteckt, da er in der Küche mittlerweile an die Herdknöpfe kommt und ich da nichts riskieren möchte. Er hat Decke & Napf im Zimmer. Eine Kaustange bekommt er seit seinem 1. Jahr nicht mehr, da er die zwar aufkaut, sich dabei aber furchtbar beeilt und danach trotzdem bellt. Ich schicke ihn Decke, gehe aus der Tür und wenn er hinterherkommt, wird er solange zurück geschickt, bis er dort bleibt. Tür wird geschlossen und ich gehe aus der Haustür. Sobald die Haustür zu ist, geht das Bellen los, meist so 30 Sekunden bis zu 1 Minute. Ist zwar nicht viel, aber jeder der Nachbarn bekommt mit, wann ich gehe und das ist kein schönes Gefühl. Wenn ich ihn hingegen einfach so in einem Zimmer lasse, Tür schließe und mehrere Stunden in einem anderen Zimmer verbringe, gibt‘s keine Probleme. Auch nicht, wenn ich dasselbe mit Jacke, Schlüssel und co mache – Stille. Aber sobald die Haustür mit im Spiel ist, geht es wieder los, manchmal selbst dann schon, wenn er nur hört, dass ich die Klinke runterdrücke. Ich weiß einfach nicht, wie ich das beheben soll.
    Vor Ort haben wir leider keine guten Hundetrainer, die weiterhelfen könnten. Ich habe ihn auch mal aufgenommen, während er alleine ist, und er bellt wirklich nur die ersten 30-60s, danach ist er ruhig und schläft.
    In fremder Umgebung existiert das Problem genauso übrigens auch. Lasse ich ihn im Zimmer bei geschlossener Tür alleine und bewege mich innerhalb der Ferienwohnung, etc., ob mit oder ohne Jacke, ist alles in Ordnung. Sobald ich auch hier aus der Haustür gehen möchte, bellt er.
    Was kann ich ändern, damit sich die Situation ändert?
    Liebe Grüße
    Chi

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Chi,

      viele Hunde beginnen mit dem Bellen, wenn das Frauchen oder Herrchen die Haustür verlässt, weil sie Angst haben, dass sie für immer alleine gelassen werden. Diese Angst kann man aber mit entsprechenden Erziehungsmaßnahmen beheben. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, nicht sofort zu deinem Hund zurückzugehen um ihn zu beruhigen oder zu bestrafen. Bei dieser Vorgehensweise glaubt dein Hund nämlich, dass er mit seinem Gebell dich zurück in die Wohnung bewegen kann. Gleichzeitig wird seine Angst alleine zu bleiben verstärkt, wenn du beim nächsten Mal deine Wohnung durch die Haustür verlässt. Warte also lieber die Ruhephase ab und gehen dann zu deinem Hund zurück, um ihn für die Ruhe zu loben. Über diesen Weg lernt er, dass du zurückkommst, sofern er ruhig bleibt. Sollte er aber noch an der Tür stehen und angespannt auf dich warten, dann ignoriere ihn und verlasse die Wohnung erneut. Diese Erziehungsmaßnahme verlangt etwas Geduld und Zeit. Sollte das dennoch nicht funktionieren, dann wäre die Zusammenarbeit mit einem Hundetrainer oder der Besuch einer Hundeschule ratsam.

      Wir hoffen, dass wir dir weiterhelfen konnten.
      Dein tierisch wohnen Team

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