Weihnachtszeit mit Hund

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Gibt es hier jemanden, der nicht auf Weihnachten steht? Also jemanden außer dem Grinch, meine ich? Der sollte jetzt nämlich dringendst wegklicken. Alle anderen sind herzlich eingeladen, mit uns die Vorweihnachtszeit einklingen zu lassen.

Woooah, bei Weihnachten und allem was dazu gehört geht mir ja jedes Jahr wieder das Herz auf. Plätzchen backen, dekorieren bis die Instagram-Polizei kommt und schreit „Na, nu ist aber mal Schluss! Ist ja sogar für uns schon zu viel des Guten“, neue Rezepte ausprobieren, die Zeit daheim genießen mit Lichtern und Räucherkerzchen… Herrlich… mein Hund Joker ist auch jedes Jahr wieder mit von der Partie, wenn es an die Vorbereitungen geht. Er sichtet die Deko in den Boxen mit und wuselt herum, wenn ich den Tannenbaum vom Keller ins Dachgeschoss schleppe. Ja, ich habe einen künstlichen Tannenbaum, man kann ihn auch auf einem Foto sehen. Nicht der allerschönste, aber schon wieder irgendwie cool. Daher hat er auch die Lizenz zum Bleiben bekommen. Außerdem bin ich pragmatisch veranlagt. Bei mir zieht nichts ein, was nur kurzlebig ist und keinen Sinn ergibt. Okay, manchmal besteht dieser Sinn auch nur darin, schön auszusehen und mein Herz zum Hüpfen zu bringen. Aber wir wollen hier und heute doch mal nicht so kleinlich sein, oder? Hihi….

Heute war es dann also wieder soweit: Die Weihnachtsdeko wurde gesichtet und schon etwas aufgebaut. Und das, obwohl man das ja eigentlich jetzt noch gar nicht „darf“. Totensonntag und so, ihr wisst schon. Heiland… Mein Mütterli würde ausflippen, wenn sie wüsste, dass mein Adventskranz schon fertig dekoriert ist und der Baum im Wohnzimmer steht. Natürlich noch nicht angeputzt, dazu war heute am sonntäglichen Wasch-, Putz- und Bügeltag nun wirklich keine Zeit mehr…

Wenn ich die Bilder so im Nachhinein betrachte, könnte sich dem einen oder anderen der Verdacht aufdrängen, dass ich Sternen gegenüber nicht abgeneigt bin. Dem ist auch tatsächlich so. Ich liebe liebe liiiiebe Sterne! Jetzt nicht so auf Gegenständen, aber als Deko-Objekte finde ich sie einfach herrlich. Morgen werden dann auch die Erzgebirgischen Fenstersterne wieder in den Fenstern drapiert. Das Licht am Abend und am frühen Morgen zum Frühstücken vor der Arbeit versetzt mich jedes Jahr wieder um Jahrzehnte zurück in meine Kindheit, wenn ich mit dem Mütterli morgens vor der Schule mit Kakao und Nudossi-Schnittchen im Lichterschein des Schwibbbogens in der Küche saß. Unbezahlbar.

Apropos Erzgebirge. Ich bin ja ein Mädel aus dem Erzgebirge und demzufolge mit allem aufgewachsen, was die Volkskunst so hergab: beleuchtete Fensterbrettchen, Adventsstern, Schwibbogen, Räuchermann, Pyramide, Nussknacker… Meine Eltern dekorieren auch alles davon jedes Jahr mit Hingabe. Dort mag ich das auch total gern. Ich schau es mir auch beim Spazieren gehen gern an. Aber daheim bei mir hab ich es schlichter und eher winterlich als weihnachtlich am liebsten. Und schwuppdiwupp sind wir auch nach dreiseitiger Einleitung beim heutigen Thema angekommen: Weihnachtsdeko im Hundehaushalt. Hihi….

Was schön ist und was nicht, definiert zum Glück jeder für sich selbst und auch jeder anders. Daher kann ich euch nur aus meiner Sicht zeigen und erzählen, wie es zur Weihnachtszeit bei uns daheim so ausschaut und euch die Tipps mitgeben, die aus meiner Sicht in einem Haushalt mit Hund Sinn machen und von uns erprobt sind. Auch mit Hund kann man nämlich schön dekorieren und es muss in keinster Weise immer alles weggestellt werden, nur damit Wuffi da nicht dran kommt. Von Süßigkeiten wie Schokolade und gefährlichen, weil zerbrechlichen Dingen mal abgesehen. Die sind bei uns auch außerhalb von Jokers Reichweite verstaut bzw. gibt es bei uns nicht.

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So hältst du deinen Hund von der Weihnachtsdeko fern

Wir haben ja schon mal über das Thema gesprochen „Wie mache ich meinem Hund begreiflich, dass dieser Gegenstand mir gehört und nicht ihm“. Könnt ihr euch erinnern? „Einen Gegenstand für sich beanspruchen“ kann man dazu auch sagen. Ich erkläre es nochmal kurz:

  •  Ihr nehmt einen Gegenstand, von dem ihr nicht wollt, dass euer Hund ihn sich aneignet und legt ihn sichtbar für den Hund zum Beispiel auf den Boden. Lasst ihn kurz schauen und auch schnuppern.
  • Nehmt den Gegenstand dann wieder weg und legt ihn erneut hin. Möchte euer Hund wieder schauen oder schnüffeln, bedeckt den Gegenstand mit der Hand oder dem Fuß. Manche Hunde können übrigens seeeehr energisch sein, wenn es darum geht, etwas zu bekommen, was sie unbedingt möchten. Daher schaut, dass seine Krallen euch nicht verletzen können beim Scharren nach dem Objekt der Begierde und benutzt zum Beispiel einen Handschuh.
  • Lässt euer Hund das Kämpfen um die Beute sein, setzt sich beispielsweise hin und schaut euch an, belohnt ihn mit einem Futterstück.
  • Dann setzt ihr den Reiz neu, zeigt ihm sozusagen aktiv das, was er so gerne möchte und wiederholt die Schritte in dieser Trainingseinheit, bis eure Hund kein Interesse mehr an dem Gegenstand zeigt und stattdessen euch als Mittelpunkt seines Interesses erkoren hat. Weil eben ihr es seid, die das Futter verwalten.

Übung macht den Meister

Übt das am nächsten Tag an einem anderen Ort mit einem anderen ganz tollen Gegenstand gleich nochmal und am übernächsten Tag an wieder anderer Stelle mit dem ersten Objekt. Trainiert das solange, bis euer Hund kein Interesse mehr zeigt und sich stattdessen auf euch konzentriert. Nicht weil er euch so liebt, sondern weil ihr ihm eine Alternative aufgezeigt habt und diese auch noch für ihn lukrativ und verdammt lecker ist. Lukrativer jedenfalls, als sinnlos nach Beute zu buddeln, die für ihn nicht erreichbar ist. Das begreift er schnell, er ist ja nicht doof. Er nimmt das, was er am ehesten bekommen kann und dafür macht er so einiges. Hunde sind ergebnis- und überlebensorientierte Lebewesen und was könnt ihr dazu besser einsetzen als Futter… Wird eine Aktion oder ein Gegenstand „verboten“, muss eine sinnvolle und für den Hund tollere Alternative angeboten werden und das erreicht ihr am besten über Futter.

So, die gute, in Hundehöhe aufgestellte Weihnachtsdeko ist also hiermit schonmal gesichert. Was aber, wenn durch eine wedelnde Hunderute doch mal etwas zu Bruch gehen sollte? Dann parkt Wuffi einfach an einem sicheren Platz, bestätigt ihn dort für´s Bleiben und los geht´s mit sauber machen. Passiert, hilft ja nichts. Bei mir ist es die große Glasglocke, wo mir öfters schwindlich wird, wenn Joker galant am Couchtisch vorbei schwebt…

Ein hundesicherer Weihnachtsbaum

Kommen wir mal zum Weihnachtsbaum. Ich hatte ja eingangs schon erwähnt, dass wir einen künstlichen Baum besitzen.

• Grund 1 hierfür ist, dass ich es nicht unterstützen möchte, dass wegen mir Bäume abgeholzt werden und das noch dazu für einen so kurzlebigen Zeitraum. Muss für mich persönlich nicht sein.

• Grund 2: Ich hasse hasse hasse Dreck und pieksige Tannennadeln in der Wohnung. Und wenn so ein Ding einmal nadelt, hast du den Staubsauger im Dauerbetrieb. Also nicht, dass ich nicht einen wahnsinnig tollen Staubsauger hätte, hihi… Aber das muss ich nicht haben.

• Und Grund 3: Die Nadeln sind jetzt nicht das gesündeste, was euer Hund zu sich nehmen kann. Noch dazu sind sie meist sehr spitz, was zu Verletzungen führen kann. Daher fiel bei uns auch die Wahl auf einen künstlichen Weihnachtsbaum. Schaut euch einfach mal um, z.B. bei Ikea oder auch online. Es gibt wirklich schöne Bäume, die sehr natürlich ausschauen und euch alle Jahre wieder Freude bringen.

Für den Hund ungefährliche Weihnachtsbaumdeko

Geht´s jetzt an´s schmücken des Baumes, verwende ich gern Kugeln und Dekoration aus Kunststoff, Holz oder Papier. Da geht nichts zu Bruch, wenn doch einmal etwas herunterfallen sollte und es gibt in vielen Dekoläden wirklich sehr hübsche Dinge. Es müssen nicht immer die Glaskugeln sein. Echtes Kerzenlicht war für mich auch nie Thema. Da bin ich viel zu nervös und würde immerzu hinschauen, ob auch nichts passiert. Wir haben eine Lichterkette am Baum angebracht, deren Licht schön warm scheint UND sicher ist. Mittlerweile gibt es diese auch mit Fernbedienung ohne Kabel. Also noch sicherer, weil die Stolperfalle Kabel wegfällt.

Zum Thema Räucherkerzchen hatte ich das letzte Mal schon etwas geschrieben. Für viele Hunde und auch andere Haustiere ist der Räucherkerzchenduft unangenehm und sie reagieren mit Reizungen der Schleimhäute an Augen und der Atemwege. Schaut da einfach selbst. Beobachtet, wie euer Hund damit zurecht kommt und benutzt Räucherkerzchen in Maßen und in gesundem Abstand zu eurem Hund und nicht auf gleicher Höhe.

Weihnachtsplätzchen für Hunde

Zum Schluss wollen wir euch noch erzählen und zeigen, was wir heute neben Haushalt und Weihnachtsdeko sonst so veranstaltet haben. Wir haben gebacken, jawohl! Weihnachtsplätzchen für Hunde wurden kredenzt, der rohe Teig hat Joker schonmal voll überzeugt und die fertige Variante fand er auch durchaus lecker. Alles in Maßen versteht sich…

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Hier das Rezept zum Nachbacken:

• 2-3 kleine oder 2 große weiche Bananen
• 300 g Dinkelmehl
• 150 g Haferflocken
• 6-7 EL Sonnenblumenöl

Und so wird´s gemacht:

  1. Heizt den Backofen auf 160 Grad Umluft vor.
  2. Schält die Bananen und zerdrückt sie in einer Schüssel zu einer weichen Masse
  3. Wiegt das Dinkelmehl und die Haferflocken nacheinander mit in die Schüssel ein
  4. Gebt jetzt das Sonnenblumenöl dazu. Passt auf, dass ihr nicht zu viel verwendet. Ich nehme immer ca. 6-7 Esslöffel. Die Masse sollte nicht zu flüssig sein und sich noch gut ausrollen lassen.
  5. Rollt jetzt den Teig auf der Arbeitsplatte mit einem Nudelholz aus. Ich rolle ihn nicht ganz so dünn aus, das erleichtert das Ausstechen.
  6. Stecht nun mit Förmchen nach Wahl die Plätzchen aus und legt diese mit etwas Abstand von einander auf´s mit Backpapier belegte Backblech.
  7. Jetzt wird bei 160 Grad Umluft ca. 15 Minuten auf mittlerer Schiene gebacken. Schaut, dass die Plätzchen nicht zu dunkel werden.
  8. Lasst sie nach dem Backen etwas abkühlen und schon darf probiert werden.

Ihr könnt übrigens auch den Teig vor dem Ausrollen teilen und eine Hälfte mit Zucker und weihnachtlichen Gewürzen nach eurem Geschmack verfeinern. So habt ihr leckere Plätzchen für euch UND euren Hund. Ihr müsst euch nur merken, welche Plätzchen für wen sind, hihi… Am besten, ihr dekoriert euren Teil z.B. mit Zuckerguss, damit es nicht zu Verwechslungen kommt. Die Leckereien halten gut verschlossen genauso lange wie andere Plätzchen auch. Aber ich denke, über die Haltbarkeit braucht ihr euch bei diesen Plätzchen keine Sorgen zu machen. Joker mag sie übrigens auch gern mit etwas Leberwurst oder Lachscreme aus der Tube drauf. Mhhhhhh…

Finde hier weitere tolle Rezepte für selbstgemachte Hundekekse (LINK).

Guten Appetit, eine wundervolle, entspannte (Vor-)weihnachtszeit mit euren Liebsten und viele schöne, zauberhafte und besondere Momente wünschen euch

Sandra und Joker

Über Sandra

Hallo, ich heiße Sandra und lebe gemeinsam mit meinem Mann und meinem Hund Joker in einer kleinen, aber feinen Wohnung im schönen Sachsen. Die Begeisterung für die Themen Wohnen und Einrichten begleitet mich schon seit mehreren Jahren. Vor allem liebe ich den cleanen nordischen Wohnstil mit viel Weiß, Grau, Schwarz und ab und zu einem Klecks Farbe. Im April 2014 wurde die Idee zu meinem Blog HUNDerterlei geboren, der all meine Leidenschaften vereint: Kreativität, gutes Essen, Wohnen und Einrichten – und natürlich Hunde!

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