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So wird die Bindung zur Katze gestärkt

Bindung zur Katze stärken Tipps

Katzen haben einfach ihren eigenen Kopf. Wir wollen kuscheln, sie wollen lieber spielen. Wir bauen ihnen einen hübschen Schlafplatz, aber die Katzen dösen lieber im engen Schuhkarton. Manchmal weiß man einfach nicht, was in diesen süßen Köpfen vorgeht. Um viele harmonische Jahre miteinander verbringen zu können, ist es jedoch wichtig, die Bindung zur Katze zu stärken und ein eingespieltes Team zu werden.

Du wünscht dir eine Katze, die dich begrüßt, wenn du abends von der Arbeit nach Hause kommst und dann später mit dir auf dem Sofa kuschelt? Nicht jede Katze ist eine Schmusekatze, aber mit genug Vertrauen in den Menschen, schaut wohl (fast) jede Katze gerne auf eine Streicheleinheit bei ihrem Menschen vorbei. Wenn du einige Regeln befolgst, wirst du sehen, wie sich die Bindung zu deiner Katze von Tag zu Tag verstärkt.

Ich habe ein paar Tipps für dich zusammengestellt, die dich und deine Katze zu einem richtigen Dreamteam werden lassen.

Respektiere deine Katze

Nur wenn du Miezi respektierst, wird sie dir ihr Vertrauen schenken. Dränge die Katze niemals zu etwas und achte darauf, dass sie alles aus freien Stücken macht. Will sie nicht kuscheln, dann lass Kitty ihre Ruhe. Außerdem zeigt dir deine Katze oft mit kleinen Signalen – wie z. B. ihrer Kopfstellung – wie sie sich gerade fühlt oder was sie will. Studiere deine Katze und handle dann danach, sie wird es dir danken.

Auf den Ton kommt es an

Sprich ruhig und leise um die Bindung zur Katze zu stärken. Katzen haben sehr gute Hörorgane, sie können bis zu fünfmal höhere Töne wahrnehmen, als wir Menschen. Bist du zu laut, erschrecken sie und verkriechen sich. Wenn du deinen Liebling ansprechen willst, sprich mit einer ruhigen und sanften Stimme. Lautes schimpfen ist ebenfalls tabu! So wird sie sich bei dir wohl fühlen.

Anstarren verboten

Zwinkere deine Katze an, wenn du sie ansiehst. Wenn Katzen sich gegenseitig anstarren, bedeutet das nichts Gutes. Siehst du deiner Katze also lange und liebevoll in die Augen, könnten deine Signale bei ihr ganz anders ankommen, als gemeint. Zwinkere deine Katze also immer wieder an. So signalisierst du ihr ‚alles ist gut, ich bin ganz friedlich‘.

Schaffe deiner Katze Rückzugsmöglichkeiten

Katzen schlafen viel und benötigen ihre Ruhe. Deshalb ist es für deine Katze wichtig, einen Platz zu haben, an dem sie völlig ungestört sein kann. Manche Katzen schlafen gerne in der Höhe. Deine Katze springt oft auf deinen Schrank? Leg ihr dort eine Decke zum Schlafen hin. Huscht sie ab und an unter deinen Schreibtisch? Wenn deine Katze merkt, dass sie ein kleines Reich hat, an dem sie völlig ungestört ruhen kann, wird sie sehr glücklich darüber sein und es dir danken.

Kommuniziere auf Augenhöhe

Im Vergleich zu Katzen sind wir Menschen wohl richtige Riesen. Manchmal kann das für kleine süße Vierbeiner ganz schön einschüchternd wirken. Begib dich deshalb mit deiner Katze auf Augenhöhe, wenn du sie streichelst oder mit ihr spielst. In die Hocke gehen reicht meist schon aus.

Gemeinsame Rituale stärken die Bindung

Katzen sind Gewohnheitstiere. Sie lieben es, zur gleichen Zeit ihr Essen zu bekommen, zu den gleichen Zeiten zu Ruhen, aktiv zu sein und zu schmusen. Schaffe deshalb gemeinsame Rituale. Hast du morgens nicht so viel Zeit für deine Miezi, dann führt abends gemeinsame Qualitytime auf dem Sofa ein oder trefft euch zu gemeinsamen Spielstunden im Wohnzimmer. Meine Katze Mammina springt mittlerweile abends auf mich, so bald ich das Sofa nur berühre. Gemeinsame Rituale und Aktivitäten wirken manchmal Wunder.

Übrigens: sind deine Katzen Freigänger, probiere doch mal einen gemeinsamen Spaziergang mit deinen Katzen aus. Ich gehe seit circa einem Jahr mit meinen Tigern morgens bei gutem Wetter spazieren und sie lieben es! Es hat nachweislich den Zusammenhalt des ganzen Katzenrudels und die Bindung zu mir gefördert. Sobald ich morgens das Grundstück verlasse, folgen sie mir mit erhobenem Schwänzchen und zeigen mir auch an, wann es wieder zurück gehen soll. Ein tolles Ritual!

Du siehst also, dass es viele Möglichkeiten gibt, die Bindung zu deiner Katze zu stärken. Nach einigen lebst du vielleicht schon ganz automatisch. Probiere die restlichen Tipps aus und du wirst sehen, dass es gar nicht so lange dauern wird, bis deine Katze noch mehr Vertrauen zu dir hat. Eure Bindung wird stärker und stärker werden und deine Katze wird dir durch deinen respektvollen Umgang mit ihr viel Liebe schenken.

Über Annika

Annika lebt mit ihren drei Katzen in München. Sie hat eine Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin für Katzen gemacht und berichtet auf ihrem Blog Stilliebe vom Zusammenleben mit ihren Samtpfötchen und vielen anderen schönen Dingen des Lebens.

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4 Kommentare

  • Lydia Bell sagt:

    Wir haben seit 2 Tagen 2 brüder bei uns zu Hause, sie sind 11 Wochen alt, 1. Tag haben sich anfassen und streicheln lassen, jetzt laufen sie weg wenn wir auf sie zukommen. Was kann das bedeuten? Wir haben ein haus und sie erkunden es. Fressen gut und benutzen die Katzentoilette!

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Lydia,

      das hört sich total normal an. Es ist doch schon super, dass die beiden bereits gut fressen und die Katzentoilette benutzen. Jetzt erkunden sie in Ruhe ihr neues Zuhause und gewöhnen sich nach und nach an die Gerüche und Geräusche. Lasst ihnen noch etwas Zeit, sich an euch zu gewöhnen. Bald werden sie bestimmt auch von sich aus auf euch zukommen!

      Dein tierisch wohnen Team

  • Helga sagt:

    Dusty, 1 1/2, mein Sorgenkind, ist eine absolute Angstkatze. Er war kastrierter Streuner und lebte bis vor 3 Wochen in der von mir seit 9 Jahren betreuten Streunergruppe. Abgemagert und krank kam er zum TA, wurde operiert (Abszess im Schlund) und ist nun zum Aufpäppeln bei mir. Er hat ein Katzenzimmer, Ruhe. Er erstarrt vor Angst wenn ich den Raum betrete, frisst kaum (nur nachsts, eh klar). Ich kann ihn etwas streicheln wenn er am Fenster sitzt, dabei ist er total angespannt, also nicht schön für ihn. Er hatte auch schon ein Pflegekatzi zur Seite, das machte alles noch schlimmer… Dusty beißt und kratzt nicht in Angst, er erstarrt oder versucht zu fliehen. Sitzt weinend am Fenster oder depressiv im Versteck. Wir sollten wieder zum TA, aber ich mag es ihm nicht antun.
    Ich bin absolut ratlos, lebe mit Katzen seit 40 Jahren im und um das Haus. Betreue und vermittle Streunerleins, arbeite mit dem Tierschutz hier (ich lebe in Kroatien), bin Pflegestelle. Dusty ist anders als alle Miezen die ich je betreut habe.. ich hätte ein tolles Für immer Zuhause mit 2 Katzen auf einem Bauernhof für ihn. Aber er muss davor Gewicht zulegen und irgendwie ein klein bisschen angstfreier werden. So kann er nicht vermittelt werden… was kan ich noch für ihn tun bzw. mache ich was falsch?
    Ich bin dankbar für jeden Rat, liebe Grüße, Helga

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo liebe Helga,

      leider weiß man bei Streunern nie, was sie schon alles erleben mussten. Es kann sehr gut sein, dass Dusty in seiner Vergangenheit ein traumatisches Erlebnis durchgemacht hat und davon nachhaltig geschädigt ist. Wir können dir nun noch als Tipp mitgeben, ihn alleine und in Ruhe zu lassen. Besonders Katzen, die eventuell ein Trauma haben, benötigen viel Zeit und Ruhe um sich an eine neue Umgebung zu gewöhnen. In seinem Katzenzimmer sollte er sich sicher fühlen. Streichle ihn also am besten nur, wenn er aus seinem Zimmer herauskommt.

      Ruhe, und viel Geduld – das sind die Tipps, die wir dir geben können. Gebe ihm also noch etwas Zeit und wende dich, falls keine Besserung eintritt, an einen Tierarzt oder Katzenpsychologen.

      Dein tierisch wohnen Team

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