Katzen zusammenführen – die besten Tipps und Tricks

Gemütlich mit Herrchen oder Frauchen auf dem bequemen Sofa kuscheln, ausdauernd gekrault und mit Leckerlis verwöhnt werden – für die meisten Katzen klingt das wahrscheinlich nach einem perfekten Abend mit ihrem Besitzer. Doch was wird aus der schönen Zweisamkeit, wenn eine weitere Katze einzieht? Hier findest du die besten Tipps und Tricks, wie sich Katzen optimal zusammenführen lassen.

Katzen zusammenführen – nervenaufreibend, aber artgerecht

Der Stubentiger ist zwar – im Gegensatz zum Löwen – kein Rudeltier, dennoch aber ein soziales Wesen, das regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen braucht. Lange galten Katzen als Einzelgänger; heute sind sich Experten einig, dass Wohnungskatzen besser in Gesellschaft unter einem Dach leben sollten. Doch die Zusammenführung kann zu Beginn auch anstrengend sein. Damit die Eingewöhnung des Neuankömmlings möglichst friedlich verläuft, haben wir hier für dich die besten Tipps und Tricks zusammengefasst.

Katzen einfach zusammenführen

Verhalten verstehen, Rangordnung akzeptieren

Du möchtest zwei oder mehrere Katzen zusammenführen? Dann solltest du die Gruppendynamik, die sich im Lauf der Zeit entwickeln wird, beobachten. Meist ist die Samtpfote, die schon länger im Haus lebt, nicht wirklich begeistert über den Neuzugang und beantwortet den Einzug mit aggressivem Fauchen oder sogar Beißen. Ebenso kann es passieren, dass sie stattdessen ängstlich reagiert und das neu hinzugekommene Tier aggressiv auftritt.

Wichtig: Auch wenn es schwerfällt, solltest du dich in diese kleinen Kämpfe nicht einmischen – vorausgesetzt, es wird nicht zu heftig.

Zudem solltest du darauf achten, beide Tiere gerecht zu behandeln und keinem den Vorzug zu gewähren. Ein bevorzugendes Verhalten erschwert es, die Katzen zusammenzuführen und könnte die Angriffshaltung beider Seiten verstärken. In einem Mehrkatzenhaushalt entsteht von selbst eine Rangordnung unter den Tieren, innerhalb derer sich die Katzen mit der Zeit ihre Position erarbeiten. Ist die Rangordnung erst einmal gefunden und halten sich die Katzen daran, steht einem friedlichen Zusammenleben nichts mehr im Weg.

Räumliche Trennung zum Start: ja oder nein?

Wie die erste Begegnung der beiden Miezen vonstattengehen wird, solltest du in jedem Fall vorher gründlich durchplanen. Hier findest du einen Artikel zu den verschiedenen Schritten und Phasen der Zusammenführung von Katzen. Generell gilt: Ein erstes Zusammentreffen der neuen und der alteingesessenen Katze wird wahrscheinlich ein äußerst turbulentes Erlebnis. Für den neuen Mitbewohner ist alles fremd und angsteinflößend. Daher ist es meist besser, die neue Samtpfote zunächst in einem separaten Raum unterzubringen. Eine eigene Decke, das liebste Spielzeug oder das Körbchen mit dem Geruch ihrer ehemaligen Heimat schafft Vertrauen und macht den Einstieg leichter. Nach 1-3 Tagen solltest du anfangen, beide Katzen mit dem Geruch der jeweils anderen zu konfrontieren. So erhalten die Tiere die Möglichkeit, sich daran zu gewöhnen. Ist diese Hürde gemeistert, steht der ersten Begegnung nichts mehr im Weg. Achte darauf, dass du die Tiere nicht zu lange räumlich trennst. Dadurch könnten sich nämlich feste territoriale Ansprüche bei den Katzen entwickeln, die später eventuell zu Problemen führen.

Du hast kein separates Zimmer und möchtest die Katzen ohne Trennung zusammenführen? Gerade in kleinen Wohnungen ist eine räumliche Trennung oft nicht möglich. Versuche trotzdem, den Tieren durch einen Raumteiler, Vorhang oder voneinander entfernte Spielecken die Zusammenführung zu erleichtern. Auch die Katzentoiletten, Näpfe und Kuschelecken solltest du nicht am gleichen Ort aufstellen.

Katzen zusammenführen in neuer Wohnung

Du möchtest zwei oder mehr Katzen in einer neuen Wohnung zusammenführen? Prinzipiell ist das eine tolle Sache, da das neue Domizil für alle Tiere noch fremd ist und sich alle gleichermaßen neu einleben müssen. Um die Eingewöhnung zu erleichtern, sollte im besten Fall jedes Tier sein gewohntes Körbchen, die geliebte Kuscheldecke oder Ähnliches behalten dürfen. Das neue Territorium riecht anfänglich fremd genug, da bieten solche Gegenstände Sicherheit. Falls die Raumaufteilung passt, solltest du möglichst alle Transportboxen zeitgleich in die Wohnung bringen und gleichzeitig öffnen. Stelle jeder einzelnen Fellnase aber frei, wann sie die Box verlassen möchte.

Wichtig: Genauso wie wir Menschen nicht alles teilen möchten, mögen Katzen das auch nicht gerne. Stelle also sicher, dass jedes Tier eine eigene Katzentoilette, Näpfe, Körbchen, Decken und Spielzeug hat. Somit lässt sich Eifersucht beim Zusammenführen in einer neuen Wohnung leicht vermeiden.

Katzen zusammenführen nach dem Umzug

Bevor das Abenteuer startet: Ab zum Tierarzt!

Egal wie viele Samtpfoten du zusammenführst: Den Gang zum Tierarzt solltest du in der Vorbereitung nicht auslassen. Der Arzt kann nicht nur die Gesundheit der Tiere checken, er kann dich auch zum Thema Kastration beraten. Generell ist es sinnvoll, die Fellnasen zuvor kastrieren zu lassen. Nach der Geschlechtsreife können vor allem Kater ihren weiblichen Artgenossen gegenüber sehr aufdringlich werden. Das kann zu Stress, Streitigkeiten und natürlich auch zu Nachwuchs führen. Zum Thema Stress: Um diesen für alle Samtpfoten zu minimieren, helfen künstliche Pheromone. Erhältlich sind diese in Form von Pheromon-Steckern und -sprays. Auch eine Bachblüten-Kur kann unterstützend wirken und gerade die kleinsten Mitglieder des künftigen Rudels beruhigen.

Zu guter Letzt: Die Zusammenführung von Fellnasen ist eine aufregende und oft anstrengende Phase für die Tiere, aber auch für dich als Halter. Wichtig ist, dass du deinen Katzen beim Zusammenführen genügend Zeit gewährst und geduldig bleibst. In kleinen Schritten werden sie sich immer mehr aneinander gewöhnen und bald als unzertrennliches Team ihr gemeinsames Zuhause auf den Kopf stellen.

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11Kommentare

  • Katrin Brandl sagt:

    Hallo bin neu hier eine frage zur Zusammenführung.
    Ich habe drei katzen zuhause die werden jetzt 5 jahre alt 2 mädchen und einen buben kastriert und sterilisiert sind Geschwister.
    So haben jetzt einen fast 7 monate alten bengalen bekommen und habe in auch kastrieren lassen es sind fast zwei wochen her das er bei uns ist. Der bengale versucht sie immer wieder an zu springen von hinten und wenn er zu na kommt hebt die pfotte gegenüber den anderen. Er ist sehr agil gegen über den anderen mitzis was kann ich da machen und ein mädel fängt ganz laut an zu schreien wenn er zu na kommt und sie fängt.
    Bitte um hilfe
    Mfg katrin

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Katrin,

      solange sich keiner deiner Katzen ernsthaft verletzt, solltest du nicht dazwischen gehen. Warte ein wenig ab, damit die Katzen eine Rangordnung finden. Sie benötigen dafür etwas Zeit!

      Dein tierisch wohnen Team

  • Anja sagt:

    Hallo ich brauche euren Rat,
    Ich habe 3 Katzen, 2 Miezen und einen Kater alle kastriert, ich habe mir dazu noch 2 Bengalen Kater geholt sind noch keine 2 Jahre alt sie wurden vor 2 Woche kastriert bis dahin habe ich sie getrennt zu den anderen gehalten vor gut 1 Woche dann die zusammen Führung. Wenn die Bengalen meine Miez sieht die auch noch nicht ganz 2 Jahre ist könne sie die Augen nicht von ihr lassen und wenn sie los springt dann geht es richtig los und sie pinkelt mir hin und mein anderer Kater kackt wenn er angegriffen wird.
    Bitte um Hilfe möchte sie ungern wieder trennen
    Mfg Anja

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Anja,

      deine Katzen müssen sich erst mal aneinander gewöhnen – dafür brauchen sie Zeit.
      Auch wenn es schwerfällt, solltest du dich in diese kleinen Kämpfe nicht einmischen – vorausgesetzt, es wird nicht zu heftig.

      Dein tierisch wohnen Team

  • Tina sagt:

    Hallo Ihr Lieben, ich brauche dringend euren Rat.
    Wir haben Anfang April eine Katze aus dem spanischen Tierschutz geholt, die Eingewöhnung verlief ängstlich, aber nach kurzer Zeit gut. Nur nachts rief sie besonders viel nach den anderen Katzen und Babys die mit ihr zusammen waren. Nach 7 Wochen haben wir beschlossen eine 2. Katze ( gleichen Alters, auch verspielt und meist zurückhaltend) aus dem russischen Tierschutz zu holen. Die Russin hat ein separates Zimmer mit allen Dingen des Lebens und die Tür wurde geschlossen. Nach 2/3 Tagen mal am türspalt schnuppern wurde mit fauchen und pfotenhiebe durch die 1.katze begangen, die 2.Maus zog sich ins separate Zimmer zurück. Tür wiede zu. Nach 5 Tagen ( immer die gleiche Situation) wurde ein Gitter in die Tür gestellt und die Tür geöffnet. Wenn sie sich direkt gesehen haben, rannte katze 1. zum Gitter und Hieb, fauchte, knurrte dagegen, ansonsten interessierten sie sich nicht weiter. Katze 2. wirkte eingeschüchtert, aber im separierten Zimmer hinter dem Gitter sicher. Nach 8 Tagen sagte der Tierarzt müssen wir direkten Kontakt zulassen. Beide Katzen vorher mit fressen uns spielen ausgepowert, Feliway Verdampfer genutzt, die Tür geöffnet und abgewartet. Katze 1. sah die offene Tür, rannte direkt ins separiere Zimmer fauchte, Hieb beide Vordertatzen , schrie die 2. an. Die zweite ergab sich, wehrte sich und nach 30 sec. trennten sie sich von selbst. Katze 1. aus dem Zimmer, drehte sich wieder um, rannte wieder hinein und verprügelte wieder, katze 2 ergab sich wieder. Dann bei offener Tür wurden beide etwas abgelenkt mit spielen und beruhigen ( jeweils eine Person bei den Katzen in verschiedenen Zimmern). Solange die Tür offen war, hat katze 1.Katze 2. im separier Zimmer angegriffen, um jetzt zur Ruhe kommen zu lassen, haben wir über Nacht das Gitter wieder dran und beide scheinen sehr friedlich und zufrieden. Sollen wir jetzt die Tür immer offen lassen? Sollen wir das ständige hinein rennen und angreifen von katze 1. dulden, damit die Rangordnung geklärt wird? Wir können katze 2. ja nicht ewig einzeln im Zimmer hinter Gitter lassen, das ist kaum aushaltbar ( für mich). Ich habe große Angst, dass katze 1. ständig ins Zimmer rennt und attackiert, obwohl katze 2. such bereits untergeordnet hatte…. wir sind echt verzweifelt. Insgesamt mit Eingewöhnung sind es aber erst 11 Tage. Nur je länger es dauert, desto schwieriger wird es ja auch, eine normale Situation herzustellen, nicht das nun starke territoriale Situationen entstehen… es ist ein langer Text geworden verzeiht, aber ich wollte so genau wie möglich schreiben …
    Tina

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Tina,

      vielen Dank für deine Nachricht. Wir können verstehen, dass die Zusammenführung deiner beiden Katzen sehr nervenraubend ist.
      Die Zusammenführung braucht Zeit und viel Geduld. In kleinen Schritten werden sich deine Katzen immer mehr aneinander gewöhnen.
      Auch wenn es dir schwerfällt, solltest du dich in die kleinen Kämpfe der Beiden nicht einmischen – sofern es nicht zu heftig wird. Dann am besten einmal laut klatschen, damit die Katzen voneinander lassen.
      Es gibt 5 Phasen der Katzenzusammenführung. Aktuell sind deine zwei neuen Mitbewohner noch in der Ablehnungsphase. Aber irgendwann hören die Tiere auf, sich körperlich auseinanderzusetzen und auch anzufauchen. Dann sind sie in der sogenannten Duldungsphase.
      Diese Phase kann wenige Tage beanspruchen, aber auch einige Wochen andauern. Die Katzen entscheiden das Tempo. Wichtig ist, dass du deinen Katzen gleich viel Liebe und Aufmerksamkeit schenkst. Mehr über die verschiedenen Phasen kannst du in unserem Artikel nachlesen.

      Bleib geduldig 🙂 Auch wenn es etwas dauert – die beiden werden sich schon noch akzeptieren und vielleicht sogar schon bald Freunde werden.

      Dein tierisch wohnen Team

  • Dagmar sagt:

    Hallo guten Morgen,
    wir mussten vor 9 Wochen unseren 11 Jahre altes Katerchen einschläfern. Zurück blieb unsere 9 Jährige Katze. Sie war schon immer sehr gesprächig, jetzt hört sie gar nicht mehr damit auf. Wir haben uns also dafür entschieden wieder einen Mitbewohner für unsere Katze zu suchen. Wir sind fündig geworden es soll eine 7 Jahre Katzenlady werden. Wenn ich jetzt hier so die Kommentare lese habe ich einen riesen Respekt davor eine Gesellschaftung zu versuchen. Was wenn die Beiden nicht zu einander finden, ich habe echt Angst das ich mehr falsch als richtig mache. Aber ich würde mir so wünschen, dass die beiden Mädels es schaffen und das ihr zukünftiges Leben einfach nur harmonisch und schön wird. Dagmar

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Dagmar,

      erstmal tut es uns leid, dass ihr euren Kater einschläfern lassen musstet. Aber schön, dass ihr einer gestandenen Katzenlady ein neues Zuhause gegeben habt. Wir drücken für die Zusammenführung die Daumen!

      Dein tierisch wohnen Team

  • Regula Cherupuzathu sagt:

    Ich brauche dringend ein rat..ich habe eine Katze die 1 jahre (Tiger) alt ist, nun habe ich ein kitten geholt damit sie nicht alleine ist (wohnungskatzen). Die zusammenführung verlief etwas ängstlich die Tiger hatte viel angst,. Nun ist es so das sie sich trauen und nähe suchen, mehrheitlich auch versuchen zu spielen.

    Der problem ist, das mein Tiger in der Nacht sehr viel Miaut und winselt seit Kitten da ist….heute ist mittlerweile der dritte Tag ohne Schlaf. Ich habe shon vieles ausprobiert sowie separat mit Tiger schlafen, mit getrennten räumen etc…..
    Wie weiter? Ich möchte den Kitten nicht weggeben sondern behalten…
    Wie weiter?

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo,

      die Gewöhnung kann etwas Zeit in Anspruch nehmen. Versuche, es noch ein weniger länger auszuhalten und schenke beiden Katzen genügend Aufmerksamkeit und versuche, auch mit beiden gleichzeitig zu spielen.

      Wir wünschen dir viel Geduld und drücken die Daumen, dass dein Tiger den kleinen Neuankömmling bald akzeptiert.

      Dein tierisch wohnen Team

  • Claudia sagt:

    Hallo

    Ich habe heute eine babykatze zu einen Erwachsenen Kater geholt.
    Ich habe leider keine Möglichkeit für einen eigenen Raum für das Kätzchen.
    Ich habe die teansportbox mit dem Kätzchen in den Raum gestellt wo der Kater ist, sie haben sich beide durch das gitter beschnuppern und keiner hat böse reagiert, nach einer Zeit habe ich die Box geöffnet und das Baby ist raus gekommen und hat alles erkundet.
    Ist das normal das, das Baby den Kater anfaucht und anknüpft?
    Der Kater reagiert neugierig auf das Baby und knurrt es nicht an.

    Habe ich alles richtig gemacht?
    Soll ich die 2 doch lieber irgendwie trennen oder wird das so klappen, das ich sie zusammen lassen kann?

    Jetzt zur zeit schläft der Kater bei mir auf der Couch und das Baby im couchtisch (der hat stellflächen wo sie liegen kann)

    Ist das alles ein gutes Zeichen das ich sie zusammen lassen kann?

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Claudia,

      wie schön, dass du dir eine zweite Katze ins Haus geholt hast.
      Es ist zwar immer schwer, die Situation aus der Ferne zu beurteilen, aber so hört es sich erst mal alles gut an.
      Es ist normal, dass deine Katzen anfangs eine Gewisse Skepsis zueinander haben.
      In unserem Artikel Die 5 Phasen der Katzenzusammenführung kannst du mehr über das Verhalten deiner zwei Schmusetiger nachlesen.

      Dein tierisch wohnen Team

  • Irene sagt:

    Guten Abend, wir haben zwei Katzen, eine 10 jährige und eine 5 jährige. Nun befassen wir uns damit eine 3. Katze 2 Jahre alt aufzunehmen. Katze 1 ist schüchtern, Katze 2 zutraulich und Katze 3 laut Tierheim sehr scheu. Katze 1 & 2 akzeptieren sich seit sie vor zwei Jahren zusammengekommen sind. Wir haben geplant Katze 3 zuerst zu separieren für die Eingewöhnung, damit sie zur Ruhe kommt und sich die drei aneinander gewöhnen können. Durch unter der Türe schnuppern . Wie lange bzw. ab wann können wir es wagen die Türe zu den beiden anderen zu öffnen für den 1. Direktkontakt.? Danke für die Rückmeldung.beste Grüße irene

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Irene,

      toll, dass ihr plant eine weitere Samtpfote bei euch aufzunehmen! Generell kannst du dem Neuankömmling ein bis zwei Tage Zeit geben, sich an die neue Umgebung und euch zu gewöhnen. Trenne die Katzen nicht zu lang, meist bringt eine zu lange Trennung gewisse neue Revieransprüche mit sich. Beobachte bei der Zusammenführung genau, wie sich deine Katzen verhalten. Natürlich ist es eine ungewohnte Situation und es kann schon einmal zu kleinen Raufereien kommen. Bleib dabei ganz ruhig, das ist normal! Nur bei großen Auseinandersetzungen solltest du dazwischen gehen und die Streithähne zunächst wieder trennen. Hier findest du einige Informationen zu den Phasen des Kennenlernen: Die 5 Phasen der Zusammenführung bei Katzen

      Wir wünschen viel Erfolg!

      Dein tierisch wohnen Team

  • Lieselotte sagt:

    Hallo, eigentlich bin ich eine „gestandene Katzemamma“ seit den 70gern. Doch jetzt habe ich folgendes Problem: Katzen(mama) von Lili verstorben. Lilli 13 Jahre alt aus dem Tierheim sollte nicht wieder dahinzurück „Versprochen“. Meine eigene Luna 13 Jahre alt ist vor 10 Jahren auch zu uns in Haus gekommen – ohne große Probleme zu Biene damals 12j. 2013 ist Biene verstorben. Hatte mir vorgenommen keine Katze mehr ins Haus zunehmen bin auch schon 78 also seit 2013 nur Luna als Reviernutzerin. Freigängerin kastriert. Lilli eben auch!.
    Jetzt ist die Zusammenführung von Lilli und Luna echt nervenaufreibend. Habe Lilli seit Sonntag 27.03.2022 in mein Schlafzimmer einquartiert seit Sie ist sehr scheu. Beschnuppert hatten sich beide bereits nur durch Transportkasten. Gestern ist Lilli mal aus dem Schlafzimmer und ins Wohnzimmer zu Luna und es hat großen Krach bei beiden gegeben. Lilli schläft seit Sonntag bei mir im Schlafzimmer, will immer in Natur raus, kratzt am Fenster, jammert, springt aufs Bett immer rauf und runter hin und her Gelaufe, ich komme kaum zur Ruhe. Tagsüber schläft sie in der hintersten untersten Schrank Ecke, obwohl Kratzbaum mit Liegeflächen und Decken mit Ihrem alten Geruch vorhanden. Lässt sich aber von mir nachts im Bett streicheln. Tagsüber sehe ich sie kaum
    Versteckt sich, geht nur nachts auf’s Klöchen und futtert. Bin verzweifelt.
    Lg Lilo

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Lilo, wir können gut nachvollziehen, dass diese Situation an deinen Nerven zehrt. Das Verhalten, das du beschreibst, ist jedoch nicht ungewöhnlich. Deine Katzen befinden sich noch in der Ablehnungsphase. Diese kann durchaus einige Tage andauern. Was genau diese Phase bedeutet, findest du in unserem Artikel zu den 5 Phasen der Katzenzusammenführung. Auch wenn es schwerfällt, solltest du dich in die Auseinandersetzungen der beiden nicht einmischen, solange sie nicht gefährlich werden. Nur so können sie ihre Rangordnung selbst finden. Es war genau richtig, Lilli ersteinmal einen eigenen Platz im Haus zu geben. Du kannst jedoch langsam anfangen, die beiden Katzen aneinander zu gewöhnen. Wenn du die Tiere zu lange räumlich separierst, können falsche territoriale Ansprüche entstehen. Gib deinen Katzen noch etwas Zeit, alle Phasen zu durchlaufen. Wenn du jedoch das Gefühl hast, absolut keine Verbesserung beobachten zu können, empfehlen wir, den Tierarzt deines Vertrauens aufzusuchen. Eventuell kann er deine Vierbeiner beispielsweise mit homöopathische Mitteln auf natürliche Weise unterstützen. Dein tierisch wohnen Team

  • Bea sagt:

    Hallo
    ich habe eine Frage zur Eingewöhnung meiner Katzen.
    Ich habe eine etwa 3 Jahre alte Katze aus Rumänien. Sie lebt seit gut 2 Jahren bei mir. Da ich oft nicht zu Hause bin, jobbedingt, habe ich nun ein zweites Kätzchen dazu geholt. Die Kleine ist 12 Wochen alt. Sie kennen dich jetzt 2 1/2 Wichen. Eigentlich denke ich, die Zusammenführung klappt recht gut. Zu Anfang haben sie sich viel angefaucht und geknurrt, aber nun begegnen sie sich meist recht lieb. Inzwischen fressen sie oft aus einem Napf, obwohl es zwei gibt, sie schlafen oft dicht beieinander, sie schnuppern aneinander ohne Fauchen und Knurren, auch nachts liegen sie Beide neben mir und schlafen.
    Aber es gibt auch Phasen wo meist die große auf die Kleine geht, sie liegt auf ihr, beißt sie, ohne das wirklich was passiert, die Kleine wehrt sich. Geht danach auch auf die Große drauf. Hat nicht wirklich Angst.
    Ist das ok so? Ich weiß halt nicht, wie stark diese Kämpfe gehen dürfen. Ich mische mich nicht ein, hab aber doch Sorge, das mal mehr passiert.
    Ab wann sind diese Kämpfe denn bedenklich?
    Ich mache mir Sorgen, möchte doch nicht, das eine Katze Schaden nimmt.
    Für einen Rat wäre ich sehr dankbar.
    Bea

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Bea,
      das liest sich, als hättest du bisher alles richtig gemacht. Bei zwei oder mehr Katzen in einem Haushalt kann es immer mal vorkommen, dass diese sich untereinander anfauchen. Besonders in der Eingewöhnungsphase nach der Zusammenführung von zwei Katzen ist dieses Verhalten zu beobachten. Auch wenn es uns Zweibeinern in dieser Situation oft schwer fällt, solltest du deine Katzen in diesem Fall einfach mal machen lassen. Sie müssen sich aneinander gewöhnen, die Rangordnung klären und sich erst einmal kennenlernen. Da können auch die Fetzen fliegen und Krallenhiebe ausgeteilt werden. In der Regel gibt sich dieses Problem dann von alleine und nach wenigen Wochen sind deine beiden Katzen vermutlich ein Herz und eine Seele. Schau dir auch gerne einmal die Informationen in unseren Artikel Was bedeutet es, wenn die Katze faucht und knurrt? an.
      Viele Grüße, dein tierisch wohnen Team

  • Susanne sagt:

    Ich habe seit 4 Wochen ein kleines Kitten (nun 4 Monate alt).
    Dazu gehört noch zu mir eine 8 Jahre alte Birma.
    Ich hab die Kleine dazu geholt, da mein Kater (18 Jahre alt) eingeschläfert werden musste!
    Den größten Teil des Tages verbringen die beiden friedlich zusammen.
    Wenn die Kleine spielt, dann fällt die Große ab und zu über sie her, sie werden ein Katzen Wollknäuel und ich unterbinde das mit einem Nein oder Klatschen.
    Dann lassen die beiden voneinander ab.
    Wenn ich zur Arbeit gehe, dann trenne ich die beiden so, dass sie sich sehen und riechen können, aber nicht aufeinander losgehen.
    Ich bin ziemlich angespannt, wenn die Große an der kleinen schnuppert.
    Ist das alles ein normaler Weg zur Zusammenführung?
    Wie lange kann so etwas dauern?
    Wie gesagt meistens ist die Große mit der kleinen im Argen, wenn diese spielt.
    Sie fressen schon nebeneinander und manchmal spielen sie auch mit der Angel – gemeinsam. Zwar mit sicheren Abstand, aber sie spielen.
    Die Große wird auch immer lockerer, kehrt zu alten Gewohnheiten zurück und wirkt längst nicht mehr so angespannt, aber diese Kämpfe ( wo auch die Krallen zum Einsatz kommen) machen mich unglücklich. Aber vielleicht ist das ja auch normal.
    Ich behandele beide gleich. Ich ziehe keine vor, beide bekommen Aufmerksamkeit von mir!

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Susanne,

      bei der Zusammenführung ist es wichtig, sich als Halter nicht einzumischen und vor allem, keine Partei für eines der Tiere zu ergreifen. Du machst also schon vieles richtig. Gib deinen beiden Fellnasen die nötige Zeit, um alle Phasen zu durchlaufen und schenke beiden weiterhin gleich viel Zuneigung. Schau dir auch gerne einmal unsere Artikel Katzen aneinander gewöhnen und Phasen der Zusammenführung an.

      Liebe Grüße, dein tierisch wohnen Team

  • Anna sagt:

    Hallo, beim Googeln bin ich auf diese Seite gestoßen und dachte, ich stelle hier auch meine Frage.
    Wir haben einen Kater Maxi, ca. 8 – 9 Jahre alt, kam als „Findling“ im Alter von ca. 6 Monaten zu uns. Damals hatten wir noch einen anderen Kater, diesen mussten wir leider vor gut 4,5 Jahren einschläfern lassen. Seitdem war Maxi alleine. Nun hatten wir überlegt, ihm einen Spielkameraden an die Seite zu stellen und haben wir uns ein Baby (ca. 10 Wochen) aus dem Tierheim entschieden. Klein-Gismo kam zu uns und Maxi fauchte und knurrte, hielt sich aber weitestgehend zurück. Der Kleine hat mal ein paar „Ohrfeigen“ bekommen und so hat er Maxi auch relativ in Ruhe gelassen. Das Problem war aber, daß Maxi nur noch zum Fressen rein kam. Dafür mussten wir aber die Tür zum Raum, wo sein Fressnapf steht (und auch der von Gismo) zumachen, damit er in Ruhe fressen konnte. Danach ist Maxi sofort wieder raus und blieb auch über Nacht draußen. Das möchte ich aber nicht, da es doch inzwischen recht kalt ist. Wir haben uns dann nach einer Woche entschieden, Klein-Gismo wieder ins Heim zurückzubringen, da ich nicht wollte, dass Maxi draußen schlafen muß. Im Sommer ist das ja kein Problem. Nun bereue ich es zutiefst, daß ich ihn wieder weg gebracht habe, er fehlt mir unendlich!! Habe ich zu früh aufgegeben?? Soll ich es nochmal versuchen und Klein-Gismo aus dem Tierheim holen? Man hat mir den Tipp gegeben, Maxi nachts einfach nicht mehr rauszulassen. Es wird sich nach wenigen Wochen einspielen. Damals, als Maxi als Baby zu uns kam, war das mit dem alten Kater überhaupt kein Problem. Die beiden verstanden sich von Anfang an. Was soll ich tun?? Ich heule nur noch und schaue den Live-Stream aus dem Tierheim an. Es ist so schlimm!

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Anna,

      bei der Zusammenführung ist es wichtig, beiden Fellnasen die nötige Zeit zu lassen, um alle Phasen zu durchlaufen. Und am besten dabei auch immer beiden gleich viel Zuneigung schenken. Meist ist die Samtpfote, die schon länger im Haus lebt, nicht wirklich begeistert über einen Neuzugang. So kann sie z.B. fauchen oder sogar beißen, oder auch ängstlich reagieren. Wie schaut es beiden mit Kastration aus? Auch darüber sollte man sich Gedanken machen. Generell ist es sinnvoll, die Fellnasen vor der Zusammenführung kastrieren zu lassen. Um Stress für die beiden Samtpfoten zu minimieren, helfen u.a. auch künstliche Pheromone. Diese sind in Form von Pheromon-Steckern und -sprays erhältlich. Auch eine Bachblüten-Kur kann unterstützend wirken. Schau dir auch gerne einmal unsere Artikel Katzen aneinander gewöhnen und Phasen der Zusammenführung an.

      Liebe Grüße, dein tierisch wohnen Team



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