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Die 5 Phasen der Zusammenführung bei Katzen

Katzen zusammenführen

Eine neue Katze in einen bereits bestehenden Katzenhaushalt einzuführen ist mitunter eine sehr nervenzehrende Aufgabe. Um Katzen erfolgreich aneinander zu gewöhnen, gibt es ein paar Faustregeln, die man beachten sollte.

Das Alter betreffend sollten die Katzen nicht mehr als zwei Jahre auseinander sein. Im Idealfall ist die neue Katze die Jüngere von beiden. Generell gilt, dass man nicht mehr Katzen halten sollte, als Halter für ausgiebige Streicheleinheiten im Haus wohnen.

Dass es aber auch klappen kann, Katzen zusammenzuführen, ohne dass die oben genannten Punkte eingehalten werden konnten, habe ich schon selbst erfolgreich erfahren.

Die Katzen müssen ihre Rangordnung selbst finden

Ein Katzenhaushalt entwickelt eine eigene Dynamik. Erfolgreich Katzen zusammenzuführen bedeutet auch, sich als Halter nicht einzumischen und vor allem, keine Partei für eines der Tiere zu ergreifen. Katzen spüren es, wenn sich der Halter schützend vor eine Katze stellt oder eine andere Katze ausschimpft. Dieses Verhalten führt zu noch mehr Eifersucht und kurbelt die gegenseitige Angriffshaltung der Katzen an.

In einem Mehrkatzenhaushalt entsteht von selbst eine Rangordnung unter den Tieren, innerhalb derer sich die Katzen mit der Zeit ihre Position erarbeiten. Eine wird die Stärkste sein, eine andere das schwächste Glied. Ist die Rangordnung erst einmal gefunden und halten sich die Katzen daran, steht einem friedlichen Zusammenleben nichts mehr im Wege. Bis es so weit ist, durchläuft das Katzenrudel meist fünf Phasen innerhalb der Katzenzusammenführung und diese möchte ich dir heute genauer erklären.

1. Die Ablehnungsphase

Die Ablehnungsphase tritt meist sofort bei der Ankunft der neuen Katze ein. Meist wird diese mit aufgestelltem Fell und in geduckter Haltung angefaucht und zur Flucht getrieben. Es können auch Tatzenhiebe folgen. Darauf sollte der Halter nicht reagieren, das Verhalten ist in so einer Situation ganz typisch und sollte auch nicht unterbunden werden. Dieses Auftreten wird einige Tage dauern, bis die Katzen ihre Rangordnung im Katzenrudel erkannt und eingenommen haben.

Der Halter sollte lediglich bei groben, körperlichen Auseinandersetzungen einschreiten, bei denen es auch Verletzungen geben kann. Man spricht hier vom berühmten Katzenwollknäuel, bei denen sich die Samtpfötchen im Kampf so ineinander krallen, dass nur noch ein Katzenknäuel sichtbar ist. Dieses Knäuel sollte gelöst werden, indem der Halter einmal laut klatscht. Meist reicht das Signal schon aus, um die Katzen kurz zu erschrecken und voneinander zu lösen.

Des Weiteren sollten alle bekannten Tagesabläufe wie gewohnt eingehalten werden, um die eingesessenen Katzen nicht zusätzlich zu verunsichern.

2. Die Duldungsphase

Irgendwann hören die Tiere auf, sich körperlich auseinanderzusetzen und auch anzufauchen. Sie leben quasi nebeneinander her, lassen sich in Ruhe, beachten sich aber auch nicht weiter. Sie dulden sich. Diese Phase kann wenige Tage beanspruchen, aber auch einige Wochen andauern. Die Katzen entscheiden das Tempo. Der Halter sollte weiterhin allen Katzen gleich viel Liebe und Aufmerksamkeit schenken.

3. Die Erkundungsphase

Die dritte Phase ist nicht nur für die Katzen sehr spannend, sondern auch für uns Halter, denn jetzt kommen sich die Katzen langsam näher. Sie werden neugierig aufeinander und beschnuppern sich. Kommt dir zum Beispiel folgende Situation bekannt vor? Du liegst abends auf dem Sofa und siehst fern. Eine Katze gesellt sich zu dir, vielleicht sogar auf dich, und möchte gestreichelt werden. Irgendwann wird die zweite so neugierig und kommt langsam ebenfalls zu euch. Sie schaut, schnuppert ein bisschen an den Kissen und legt sich irgendwann neben dich. Schnuppert dann eine Katze vorsichtig am Hinterteil der anderen Katze und die zweite lässt dies geschehen, hat die Neugier gesiegt und du kannst dich auf ein friedliches Zusammenleben freuen. Belohne beide Katzen für ihren Annäherungserfolg mit Zuneigung – am besten gleichzeitig.

Wird die Annäherung seitens einer der Katzen zu viel, solltest du sie aus der Situation entlassen und keine Annäherung erzwingen.

4. Die Phase des Zusammenfindens

Was für eine wunderschöne Phase, wenn die Katzen endlich zusammenfinden, sich beim Schlafen auf das gleiche Sofa legen und auch anfangen friedlich miteinander zu spielen und zu balgen. Klappt das ohne Probleme, kannst du dich beruhigt zurückziehen und die Katzen einfach machen lassen.

5. Die Integrationsphase

In der letzten Phase der Katzenzusammenführung können mitunter schon einige Monate vergangen sein. Manchmal dauert die Zusammenführung Jahre, bis sie komplett vollzogen ist. Wenn es dann soweit ist – was für ein Erfolg! Deine Katzen haben sich vollends akzeptiert und die neue Mieze ist vollständig in das Rudel aufgenommen und hat ihren Platz eingenommen. Die Katzen können gemeinsam fressen ohne dass es Probleme gibt, miteinander spielen und vielleicht kuscheln sie mittlerweile auch miteinander.

Gib deinen Katzen Zeit

Erhoffe dir jedoch nicht zu viel, es ist auch schon ein wahrer Erfolg, wenn deine Katzen ohne grobe Streitereien miteinander leben können und sich akzeptieren. Gib deinen Katzen die nötige Zeit, um alle Phasen zu durchlaufen. Schenke ihnen gleich viel Zuneigung und lass die Katzen ihre Rangordnung selber finden ohne viel einzuschreiten. Deine Katzen werden dir dafür sehr dankbar sein und dich mit einem harmonischen Zusammenleben belohnen.

Sollten deine Katzen zu aggressiv miteinander umgehen, empfehle ich dir einen Verhaltenstherapeuten für Katzen aufzusuchen. Dieser kann dir weitere nützliche Tipps geben und dir zeigen, was du tun kannst, um die Situation zu verbessern. Außerdem kann er dir homöopathische Mittel empfehlen, die deine Katzen in der Phase des Zusammenfindens unterstützen können.

Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allem Geduld in dieser aufregenden Zeit der Katzenzusammenführung.

Über Annika

Annika lebt mit ihren drei Katzen in München. Sie hat eine Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin für Katzen gemacht und berichtet auf ihrem Blog Stilliebe vom Zusammenleben mit ihren Samtpfötchen und vielen anderen schönen Dingen des Lebens.

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19 Kommentare

  • Klemens sagt:

    Nachdem mein einer und auch erster Kater im Alter von ca. 14 Jahren verstorben war, wollte ich unbedingt wieder einen Artgenossen für meinen Kater haben.
    Ich bekam von jemandem einen ca. 1 jährigen Kater.
    Die o.g. 5 Punkte durchliefen sie nicht so ganz.
    Es ging alles deutlich schneller und richtig ernsthafte Auseinandersetzungen gab es auch nicht.
    Der ältere der beiden ist 6 Jahre älter. Auch der jetzt älter und der verstorbene Kater waren ca. 8 Jahre auseinander. Über Stufe 2 (Duldung) ging es dort allerdings bis zuletzt doch nicht hinaus.
    Aber bei der aktuellen „Paarung“ gibt es keinerlei Probleme. Sie lieben sich, lecken sich gegenseitig u.a. am Kopf und liegen Kopf an Kopf auf der Fensterbank und kuscheln. Der ältere wird, so habe ich das Gefühl, als der „Chef“ akzeptiert.
    Ein wunderschönes Bild so etwas zu sehen. Mir kommen dabei manchmal sogar die Tränen

    • Monika Monkenbusch sagt:

      Schöne Erfahrung!!! Da es aber häufig nicht so gut klappt, befürworte ich die Gittertür-Methode, da so die Katzen behutsam aneinander gewöhnt werden.

  • Lisa sagt:

    Ich habe seit 3 Wochen zu meiner 1,5 jährigen Milli den kleinen Balu geholt, damals etwa 17 Wochen. Balu war die ersten 2 Tage allein hier in der Wohnung, da Milli über die Feiertage bei meiner Mutter untergebracht war. Um den Geruch allerdings erstmal nicht überall in der Wohnung zu haben, War er in diesen 2 Tage nur im Bad.
    Balu ist das komplette Gegenteil von Milli. Milli muss als Kitten sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, oft darf nicht mal ich sie streicheln bzw sie haut ab, bevor irgendjemand dazu kommt. Balu saß mir hingegen schon am ersten Abend schnurrend auf dem Schoß, kletterte auf mir herum und forderte sich viele Schmuseeinheiten ein.
    Die ersten 2 Tage der Zusammenführung waren nicht so toll, allerdings sind beide auch nicht besonders aggressiv. Kam der eine dem anderen zu nah, gab es einen Tatzenhieb, später beim ersten Spielen wurde auch mal gefaucht, aber schon am 3. Tag waren die beiden sehr freundlich zueinander und alle Türen konnten offen bleiben, auch während ich schlief. Nach einer Woche lagen sie keine 40cm entfernt im selben Kratzbaum und ich habe die Wohnung verlassen, ohne die beiden vorher zu trennen (die Woche davor konnte ich komplett zuhause bleiben). Nur richtig kuscheln tun sie immer noch nicht, wobei ich vermute, dass es an Milli liegt und sie das ebenfalls wie das Streicheln lassen nicht besonders mag. Mal schauen, was in Zukunft noch kommt.

    Auf jeden Fall habe ich vor kurzem erfahren, dass Balu zusammen mit seinen Geschwistern wohl sehr eifersüchtig war. Das merke ich hier gar nicht, was daran liegt, dass Milli sich keine Streicheleinheiten abholen kommt. Möchte Balu kuscheln, bin ich zu 99% „verfügbar“ 😉 Die Kombi könnte nicht besser sein <3

    Ich bin sehr stolz auf meine Mäuse, sich inenrhalb so kurzer Zeit zu respektieren. Das Spielen klappt auch schon toll, sie jagen sich gegenseitig und kommen gut miteinander klar. Wer von beiden der Chef ist, lässt sich noch nicht so genau erkennen, Balu versucht es immer wieder, aber noch scheint es Milli zu sein, die ihn ab und zu zurechtweist^^ Aber sie ist lieber passiv und beobachtet gerne aus sicherem Abstand.

    Die 5 Phasen im Artikel konnte ich allerdings nicht so richtig beobachten, aber da ist jede zusammenführung ja abhängig von den Charakteren und genauso individuell

  • Christine sagt:

    Ich finde es nicht gut die Katzen gleich zusammen zu setzen. Grundsätzlich trenne ich die Tiere erstmal, damit die neue Katze erstmal in Ruhe ankommen kann.- Dafür bekommt sie erstmal ein eigenes Zimmer und sie werden erst nach und nach zueinander gelassen, auch immer nur kurz um zu schauen wie die Tiere aufeinander reagieren. Meistens sind es die neuen Katzen die erstmal fauchen und knurren, zumindest bei mir. 🙂
    Ich entscheide mein Vorgehen immer aus dem Bauch heraus, wie lange es dauert, aber ich lasse der neuen Katze immer ein paar Tage Zeit, tausche auch mal die Räume und bin immer dabei wenn ich sie zusammen lasse. Es gab noch nie richtig Stress, einfach so zusammen setzen halte ich ehrlich gesagt nicht für gut, das kann ins Auge gehen und wenn die Katzen sich erstmal so verhauen das sie, wie oben beschrieben, ineinander hängen, dann ist der Stress erstmal da und es wird schwierig das wieder aus den Köpfen zu bekommen.
    Außerdem möchte ich auch nicht das eine Katze so geprügelt wird, was soll daran einen Sinn haben?
    Lieber allen Katzen ausreichend Zeit geben sich an die neue Katze zu gewöhnen, ich hatte hier 3 Katzen und es kamen immer mal Findelkatzen oder Pflegekatzen oder auch mal ein Neuzugang dazu. Mit meiner Methode hatte ich noch nie ein Problem.
    Aktuell habe ich leider nur noch 2 Katzen, 2 sind verstorben und damit mein Mädchen nicht mehr allein ist, kam ein Diabetiker Kater dazu. Sie lieben sich nicht, akzeptieren sich aber und gehen sich aus dem Weg.
    Das kann leider auch passieren, aber damit können wir alle 3 gut leben. 🙂

  • Patricia sagt:

    was ich so lese bei Euch, ist sehr unterschiedlich, ich hatte schon bis zu 7 Katzen (gemischt) und es gab noch nie Probleme bei der zusammenführung, als mein Kater vor kurzem starb, wollte ich meiner Katze etwas gutes tun und habe Ihr einen Kater aus dem Tierheim geholt, er ist ein Rabauke und ein ziemlich aggressiver Kater, er ist nervös und geht auf alles los, er ist ein Kartäuser Kater, was ich über die Rasse gelesen habe trifft auf ihn in keinster Weise zu , er geht sogar auf mich los wenn ich mich umdrehe, das wird eine schwierige zusammenführung

  • Mina sagt:

    Ich besitze 2 Kater im Alter von 2 1/2 Jahren. Sie sind Brüder und ich habe sie schon seitdem sie ein paar Wochen alt sind. Das erste Jahr waren die 2 unzertrennlich, lagen immer schmusend in einem knäul vereint zusammen und haben sich nie wirklich gefetzt.
    Ungefähr seitdem sie 2 Jahre sind fliegen fast nur noch die Fetzen. Einer der beiden (Koda) ist immer eifersüchtig sobald ich dem anderen (Ramsay) Zuneigung schenke. Meistens werde ich nachts vom Geschrei der beiden wach weil sie sich so doll fetzen. Und Ramsay hat eigentlich ständig eine zerkratzte Nase. Manchmal haben sie Phasen wo sie dann doch mal zusammen bei mir liegen, fangen sich an gegenseitig zu putzen doch dann gibt es auf einmal doch wieder katzenhiebe. Kann ich irgendetwas tun das die zwei sich wieder besser verstehen ?

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Mina,
      bei streitenden Katzen gibt es verschiedene Dinge zu beachten. Zum einen sollte jede Katze ihre eigenen Habseligkeiten haben. Das heißt, dass sie ihren eigenen Napf, Schlafkorb und auch ein eigenes Katzenklo pro Katze haben sollten. Auch Eifersucht kann zu Streit bei den Samtpfoten führen. Deswegen solltest du beide Katzen gleich behandeln und beispielsweise mit den gleichen Leckerchen und Streicheleinheiten belohnen. Falls diese Tipps dir nicht weiterhelfen, solltet ihr euch einmal bei einem Tierpsychologen dazu Hilfe suchen.
      Dein tierisch wohnen Team

  • Anna sagt:

    Hallo, ich habe eine Frage 😀

    ich habe mir vor 3 tagen ca eine zweite Katze zu meiner dazu geholt, damit sie nicht so allein ist. Katze Nummer eins ist 7/8 Jahre alt (wir wissen es nicht genau) und unser Neuankömmling ist jetzt 9 Wochen alt. Ich habe schon einmal Katze Nummer 1 mit einer anderen vergesellschaftet und sie ist auch mit anderen Katzen zusammen aufgewachsen. Allerdings ist ihr Verhalten dieses Mal anders als sonst. Sie faucht den kleinen an und knurrt, aber sie haut dann direkt ab und geht auf Abstand. Katze 2 ist sehr interessiert an Katze 1, aber bekommt Angst und haut ab wenn sie faucht. Kann das Verhalten leider überhaupt nicht deuten, da ich das so in der Art noch nie gesehen habe 😀 Ich hoffe mit kann jemand helfen 😀

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Anna,

      das Verhalten deiner Katzen hört sich erstmal nicht ungewöhnlich an – sie befinden sich aktuell, in der im Artikel beschriebenen, „Ablehnungsphase“. Das heißt: Deine ältere Katze will wohl zeigen, wer der Boss im Haus ist.
      Vermutlich wird es ein paar Tage dauern, bis sich die Rangordnung deiner Katzen geklärt hat. Wichtig ist, dass du dich nicht einmischt und nur bei groben, körperlichen Auseinandersetzungen einschreitest.

      Auch solltest du den normalen Tagesablauf weiterführen, um deine ältere Katze nicht zu verunsichern. Zudem sollte jede Katze jeweils ihre eigenen Habseligkeiten haben – also einen eigenen Napf, ein eigenes Schlafplätzchen und auch ganz wichtig – ein eigenes Katzenklo.

      Gib deinen Katzen etwas Zeit, sich besser kennenzzlernen. Deine Katzen werden sich bestimmt noch aneinander gewöhnen.

  • renate schmidt sagt:

    Guten Tag ,ich bekomme in etwa einer Stunde eine Katze aus dem TSH,
    3 Jahre alt ,habe seit 3 Monaten eine auch aus dem TSH 2-3 jahre ,nun habe ich große Angst was ich hier so alles lese….ein Zimmer ist fertig Klo,fressen Trinken,was kann ich noch tun ?
    Danke erstmal

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Renate,
      erst einmal solltest du dir nicht allzu viele Sorgen über die Zusammenführung der zwei Katzen machen. Es klingt ja schon so als wärst du gut vorbereitet. Wichtig ist, dass deine Katzen jeweils ein eigenes Körbchen, ein eigenes Katzenklo sowie einen eigenen Fressnapf haben. Gehe mit etwas Geduld an die neue Situation heran, dann sollte deinem Mehrkatzenhaushalt nichts im Wege stehen. Weitere Informationen findest du ansonsten auch hier: https://www.tierisch-wohnen.de/katze/katzen-aneinander-gewoehnen-wenn-zwei-katzen-neu-aufeinander-treffen/
      Dein tierisch wohnen Team

  • Sarah sagt:

    Hallo,
    ich habe seit 11.05. den kleinen Balou mit 9 Wochen abgeholt.
    Meine Tabby ist 10 Monate.
    Ich habe die 2 zusamengeführt, am Anfang war es ziemlich „friedlich“ sie hat ihn mit die Pfoten einwenig gehauen und dann wars das.
    Jetzt ist das leider so, dass der kleine immer spielen möchte und sie ihn dann in den Nacken beisst und ihn wirklich schlimm packt! Da greifen wir immer ein. Leider können wir deshalb die 2 unter Tags nie alleine lassen und getrennt halten. Ich weiß aber nich ob das so gut ist, sie müssen sich dann ja immer wieder neu kennenlernen.
    Ist das normal nach fast 2 Wochen?

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Sarah,
      schön, dass du deiner Tabby den kleinen Balou als Gefährten ins Haus geholt hast. Bei der Zusammenführung von zwei Katzen ist es erst einmal wichtig, den beiden Zeit zu geben, sich aneinander zu gewöhnen. Es gibt keine Faustregel, wie lang diese Phasen der Zusammenführung dauert, aber nach gerade einmal zwei Wochen ist es durchaus möglich, dass sie noch mitten in der Annäherung sind. Das erfordert anfangs etwas Geduld, zahlt sich aber aus.
      Dein tierisch wohnen Team

  • Martina sagt:

    Hallo,
    wir hatten bis vor 7 Wochen 3 Wohnungskater. Der Älteste ist 12 Jahre, der Mittlere 11 Jahre und der Jüngste war 8 Jahre alt und ist leider vor 7 Wochen an Krebs verstorben. Da die beiden älteren mit den Kinder nicht so extreme Kuschelkater sind, was diese nach dem Tod des Jüngsten sehr vermissten, haben wir beschlossen zusätzlich zwei junge Katzen anzuschaffen. Nun sind die beiden knapp eine Woche bei uns und am Anfang war ganz klar die Ablehnung da. Der Älteste hat gefaucht und geknurrt. Dann kam die Annäherung und immer noch bisschen fauchen. Und nun plötzlich seit knapp zwei Tagen zieht sich der Älteste zurück, frisst schlecht, die Gewohnheit beim Wasserhahn zu trinken hat er abgestellt und macht einen traurigen und depressiven Eindruck. Ich bin sogar zum Tierarzt, weil ich befürchte er sei krank. Aber kein Befund und auch das Blut war in Ordnung. Trifft er auf die jungen Katzen, schnuppert er sie, faucht aber nicht mehr und geht dann weiter.
    Was soll ich nun tun? Es ist nun offensichtlich, dass ihm unser Neuzugang zu schaffen macht. Ich versuche mit Streicheln und Kuscheln, Leckerlis und Katzenminze ihm Gutes zu tun. Aber ich dringe nicht mehr zu ihm durch und er zieht sich immer wider an seinen Platz in unserem Schlafzimmer zurück und will diesen auch nicht verlassen. Nicht zum fressen, trinken oder sonst was. Ich mache mir grosse Sorgen und bin ziemlich ratlos. Wir haben vor Jahren ihm bereits zwei Katzen zugeführt und hatten nie dieses Problem. Ich möchte nicht das es ihm schlecht geht, während wir und an den jungen Katzen erfreuen.

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Martina,

      der Altersunterscheid zwischen den zwei neuen Katzen und eurem 12-jährigen Kater ist sehr hoch. Deswegen ist die Zusammenführung für den Ältesten nicht besonders einfach. Da wir keine Ferndiagnose durchführen können, empfehlen wir dir die Hilfe eines Katzenpsychologen in Anspruch zu nehmen. Dieser kann das Verhalten genau beobachten und die Ursache herausfinden. Dann könnt ihr gemeinsam an einer Lösung für ein angenehmes Zusammenleben arbeiten.

      Dein tierisch wohnen Team

  • Silvia sagt:

    Hallo,
    wir haben gestern ein Kätzchen zu unserer Bande (15 J. und 10 M ) dazu bekommen. Bei uns ist es so, dass die Kleine faucht, knurrt, buckelt und schlägt, während die anderen 2 alteingesessenen total entspannt sind. Unser junger Kater versucht immer wieder Kontakt aufzunehmen, verfolgt die Kleine manchmal und möchte zum Spielen auffordern. Wenn sie tief schläft schnuppert er und leckt kurz über ihr Fell.
    Zu uns ist sie sehr lieb.
    Können wir noch irgendwas tun außer abwarten?

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Silvia,

      die Eingewöhnungszeit wird in 5 Phasen aufgeteilt. Derzeit befindet sich euer Kätzchen noch in der ersten Phase, der Ablehnungsphase. Diese Phase kann auch einige Tage andauern, bis sich die Rangordnung geklärt hat. Ihr solltet nicht dazwischen gehen oder Partei ergreifen. Nur bei stärkeren, körperlichen Auseinandersetzungen müsst ihr einschreiten, damit keine Verletzungen entstehen.
      Es gilt also erstmal abzuwarten.

      Dein tierisch wohnen Team

  • Anna Reckmann sagt:

    Hallo,
    wir haben nun seit einem halben Jahr einen circa einjährigen Kater aus Spanien bei uns. Er hat vorher mit drei anderen Katzen zusammengelebt und ist sehr neugierig und aufgeschlossen, allerdings auch sehr aktiv, sodass wir, da er bei uns zwar auf eine große Dachterasse kann, aber keinen Freilauf hat, einen Spielkameraden für ihn ausgesucht haben.

    Seit fünf Tagen ist ein Bengale aus dem Tierheim bei uns eingezogen, Rubi bedrängt ihn allerdings förmlich mit seiner Neugier, sodass wir sie nach einer kurzen Zusammenführung, in der sich der Neuzugang eher ängstlich, fauchen und knurrend, unters Sofa verzogen hat, für eine räumlich Trennung gesorgt haben. Wir versuchen nun, teilweise durch Trennung mit einem Fliegengitter, teilweise durch den Türschlitz einige Annäherungsversuche, mittlerweile fressen beide, der Bengale allerdings immer noch etwas knurrend, vor der leicht geöffneten Tür, sodass sie sich sehen und riechen können? Teilweise faucht er allerdings noch, was wir eher als Angst deuten. Kann es am Ende Nachteile haben, wenn wir sie zum Beispiel noch zwei Wochen so halten? Also dass sie sich letztlich schlechter aneinander gewöhnen? Im Tierheim wurde uns geraten, die beiden ihre Hierarche ausmachen zu lassen, wir haben aber das Gefühl, damit lieber noch etwas warten zu sollen?

    Ich hoffe, dazu gibt es noch einen Tipp, den wir beherzigen können! Vielen Dank 🙂

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Liebe Anna,

      die Zusammenführung von Katzen gestaltet sich immer individuell. Manche brauchen etwas länger als andere, um sich aneinander zu gewöhnen.
      Die beiden befinden sich noch in der ersten Phase – der Ablehnungsphase.
      Das Verhalten ist typisch für diese Phase und sollte nicht unterbunden werden. Trennt die beiden also nicht voneinander, sondern gebt ihnen den Freiraum, sich aneinander zu gewöhnen.
      Lasst euch vom anfänglichen Fauchen nicht abschrecken und geht nur bei groben körperlichen Auseinandersetzungen dazwischen, damit sich keine Katze verletzt.

      Dein tierisch wohnen Team

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