Katzen ohne Fell – Kuschelige Nackedeis?

Katzenrassen ohne Fell

Sie sind eine Laune der Natur: Sphynx-Katzen sind Katzen ohne Fell. Die Nacktkatzen, oder auch liebevoll „Nackis“ genannt, verdanken ihre Haarlosigkeit einer Genmutation. Oft werden die Besitzer und auch die armen Tiere in den diversen Foren beschimpft, von Qualzucht und Hässlichkeit ist die Rede. Dabei machen die Tiere im wirklichen Leben einen sehr zufriedenen Eindruck und sind üblicherweise außergewöhnlich zutraulich. Und, dass Schönheit erstens im Auge des Betrachtenden liegt und zweites von Innen kommt, sollte allgemein bekannt sein.

Warum gibt es Katzen ohne Fell?

Ihnen fehlt zwar das Fell (manchmal haben sie auch ganz kurzes oder einen Flaum), dafür haben Nacktkatzen eine dickere Haut als ihre behaarten Kollegen. Vollkommen haarlos sind eigentlich nur Kohona-Katzen, die ursprünglich aus Hawaii kommen (wer braucht bei den Temperaturen dort schon mehr Haare als unbedingt nötig?)


Die dickere Haut der Nackedeis ist übrigens ein hervorragender Schutz gegen alle möglichen Parasiten: Die können sich nämlich nicht verstecken und wenn sie sich doch einmal auf eine Nacktkatze verirren, scheitern sie an deren Dickhäutigkeit. Ätsch!

Weil sie mehr Energie brauchen, um sich warm zu halten, fressen felllose Katzen übrigens mehr, um ihren Stoffwechsel anzuheizen.

Katzenrassen ohne Fell: Gestatten, die Nacktnasen!

Der Überbegriff für alle Katzen ohne Haare lautet „Sphinx-Katzen“. Es gibt Unterrassen, von denen jede ihre Besonderheit hat:

  • Kohona-Katzen: Sind sehr verspielt und gelehrig.
  • Don Sphynx: Eine Rasse für die Wanne – sie muss regelmäßig gebadet
    werden. Besondere Aufmerksamkeit brauchen Säbelkrallen und Ohren.
  • Peterbald-Katzen: Ihre Zucht ist in Deutschland verboten. Sie liebt Kinder.
  • Canadian Sphynx: Schläft am allerliebsten mit unter der Bettdecke ihres
    Menschen.
  • Kurzbeinige Bambino Katzen: Der Dackel unter den Nackis ist muskulös,
    freundlich und menschenbezogen.
  • Schlappohrige Ukrainische Levkoy: Die ideale Allergiker-Katze ist sehr treu,
    gesellig und verspielt.
  • Elfenkatze (Kreuzung aus Sphynx und American Curl): Eine sehr junge Rasse – es gibt sie seit 2009 – die sehr energiegeladen ist und etwas Magisches hat.

Nacktkatzen sind allgemein sehr soziale und zutrauliche Tiere. Sie sollten niemals allein gehalten werden. Kratzen und Beißen ist üblicherweise gar nicht ihr Ding. Im Gegensatz zu anderen Tieren ihrer Art zeigen die meisten Nackis Spaß am Baden.

Keine Haare, keine Fellpflege?

So einfach ist es leider nicht. Natürlich sind Katzen ohne Haare etwas empfindlicher, was schwankende Temperaturen und Witterungsverhältnisse betrifft. Allerdings toben manche Sphynx-Katzen mitunter gerne im Schnee – und kommen einfach wieder rein, wenn sie genug haben.

Im Sommer cremen einige Katzeneltern ihre Nackis mit unparfümiertem und wasserfestem Sonnenschutz ein. Anderen reicht es, dass die Katzen mehr Hauttalg als Schutz gegen die Sonne bilden und außerdem bei Sonnenstrahlung pigmentieren: Sie werden einfach dunkler, so wie wir Menschen, wenn sie sich in die Sonne legen. Ist die Haut eher rosa-weiß, ist die Katze etwas empfindlicher gegenüber der Sonne, als wenn sie einen dunkleren Teint hat.

Haariges Thema: Katzenhaarallergie

Sind Nackis die Lösung für Katzenliebhaber mit Allergie? Zunächst sollte klar sein, dass die allergische Reaktion in der Regel nicht durch das Fell selbst hervorgerufen wird, sondern durch bestimmte Eiweiße im Speichel der Katze. Putzt sich die Katze, klebt der Speichel an den Haaren, die sich in Folge auf Kleidung, Sofa und Fußböden wiederfinden, und das unangenehme Kribbeln in Menschennasen und -rachen auslösen.

Es gibt einige Katzenrassen, die deutlich weniger Eiweiße im Speichel haben und deswegen als hypoallergen gelten: Balinese, Devon Rex, Sibirer, Sphynx und Russisch Blau.

Wenig haaren übrigens auch folgende Rassen mit Fell: Bengal, Burma, Europäisch Kurzhaar, German Rex, Savannah, Siam, Türkisch Angora und die Türkisch Van.

Zurück zu den eigentlichen Stars dieses Artikels: Nacktkatzen mögen für viele im ersten Augenblick ein gewöhnungsbedürftiger Anblick sein. Wer den Tieren aber eine Chance für einen zweiten Eindruck gibt, wird sich schnell von ihrem liebeswerten Wesen um den Finger wickeln lassen.

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