Katzen ohne Fell – Kuschelige Nackedeis?

Katzenrassen ohne Fell

Katzen ohne Fell heißen Sphynx-Katzen und sind eine Laune der Natur. Die Nacktkatzen sind nämlich ursprünglich durch Genmutationen entstanden. Mittlerweile werden Sphynx gezüchtet und werden leider häufig als hässlich betitelt. Auch ihre Besitzer werden beschimpft, meist ist von Qualzucht die Rede.

Hier ist aufzuklären, dass es sich nur um Qualzucht handelt, wenn den Tieren ihre Schnurrhaare weggezüchtet werden. In Deutschland ist dies zum Glück verboten! Katzen ohne Fell können zunächst sind auch entgegen vieler Erwartungen üblicherweise sehr zufriedene und zutrauliche Tiere, mit einer Lebenserwartung von ungefähr 18 Jahre.

Worin unterscheiden sich Nacktkatzen von anderen Katzen?

Nacktkatzen haben eine dickere Haut als ihre behaarteren Kollegen und sind somit besser gegen alle möglichen Parasiten geschützt. Die können sich nämlich aufgrund der fehlenden Behaarung nicht verstecken und wenn sie sich doch einmal auf einer Nacktkatze verirren, scheitern sie an deren Dickhäutigkeit.

 

Um sich warm zu halten benötigen Nacktkatzen mehr Energie als ihre felligen Artgenossen und fressen deswegen mehr als diese.

Außerdem sind Katzen ohne Fell etwas empfindlicher gegenüber schwankenden Temperaturen und Witterungsverhältnisse. Das heißt aber nicht, dass sie bei Kälte nicht raus gehen. Manche Sphynx-Katzen toben sogar gerne im Schnee und kommen einfach wieder rein, wenn sie sich wieder aufwärmen wollen.

Keine Haare, keine Pflege?

Aufgrund der fehlenden Haare fällt natürlich die Fellpflege bei Nacktkatzen aus. Manche Nacktkatzen benötigen dafür im Sommer einen unparfümierten und wasserfesten Sonnenschutz, damit ihre Haut nicht verbrennt. Bei anderen bildet die Haut als Schutz gegen die Sonne mehr Talg  und wird einfach dunkler, so wie bei uns Menschen, wenn wir uns in die Sonne legen. Hellere, eher rosa-weiße Katzenhaut ist empfindlicher gegenüber Sonne als dunklere, stärker pigmentierte.

Katzenrassen ohne Fell: Gestatten, die Nacktnasen!

Der Überbegriff für alle Katzen ohne Haare lautet „Sphynx-Katzen“. Das sind einige der Unterarten:

  • Kohona-Katzen sind sehr verspielt und gelehrig.
  • Die Don Sphynx ist empfindlich gegenüber Nässe und Kälte – deswegen hält sie sich am liebsten in der Wohnung auf.
  • Peterbald-Katzen sind Energiebündel und brauchen viel Beschäftigung. Sie lieben Kinder.
  • Die Canadian Sphynx schläft am liebsten mit unter der Bettdecke ihres Menschen.
  • Kurzbeinige Bambino Katzen sind die Dackel unter den Nacktkatzen: Muskulös, freundlich und menschenbezogen.
  • Bei der schlappohrigen ukrainischen Levkoy wird häufig von der idealen Allergiker-Katze gesprochen, die auch sehr treu, gesellig und verspielt ist.
  • Die Elfenkatze, eine Kreuzung aus Sphynx und American Curl, ist eine sehr junge Rasse (es gibt sie seit 2009), die sehr energiegeladen ist und etwas Magisches hat.

Nacktkatzen sind allgemein sehr soziale und zutrauliche Tiere. Außerdem sind sie intelligent, verspielt und „gesprächig“ – sie geben gerne Laute von sich. Kratzen und Beißen ist üblicherweise gar nicht ihr Ding und im Gegensatz zu anderen Tieren ihrer Art haben die meisten Nacktkatzen sogar Spaß am Baden.

Sind Nacktkatzen die Lösung für Katzenliebhaber mit Allergie?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass die allergische Reaktion in der Regel nicht durch das Fell selbst hervorgerufen wird, sondern durch bestimmte Eiweiße im Speichel der Katze. Putzt sich die Katze, klebt der Speichel an den Haaren, die auf Kleidung, Sofa und Fußböden liegen bleiben, und das unangenehme Kribbeln in Menschennasen und -rachen auslösen.

Es gibt einige Katzenrassen, die deutlich weniger Eiweiße im Speichel haben und deswegen als hypoallergen gelten: Balinese, Devon Rex, Sibirer, Sphynx und Russisch Blau.

Wenig haaren übrigens auch folgende Rassen mit Fell: Bengal, Burma, Europäisch Kurzhaar, German Rex, Savannah, Siam, Türkisch Angora und die Türkisch Van.

Katzen ohne Fell sind liebevoller als sie aussehen

Zurück zu den eigentlichen Stars dieses Artikels: Nacktkatzen. Sie mögen für viele im ersten Augenblick ein gewöhnungsbedürftiger Anblick sein, aber wer den Tieren die Chance für einen zweiten Eindruck gibt, wird sich schnell von ihrem liebeswerten Wesen um den Finger wickeln lassen.

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