Namenstraining: So hört deine Katze auf ihren Namen

Namenstraining Katze

Eine Katze an ihren Namen zu gewöhnen, kann mitunter ziemlich hilfreich sein. In Situationen, in denen du deine Katze suchst, oder wenn sie zu dir kommen soll, ist es schön zu wissen, dass deine Katze zu dir kommt, wenn du sie rufst. Zum Glück kann man es den Katzen ziemlich einfach antrainieren, auf ihren jeweiligen Namen zu hören.

Katzen verstehen viele Worte

Katzen sind in der Lage 20 bis 50 Worte der menschlichen Sprache zu verstehen. Sie merken sich den Laut, die Betonung und den Klang des jeweiligen Wortes. Man kann den Katzen deshalb auch „Befehle“ wie „Komm“, „Nein“ oder „Sitz“ angewöhnen, die Katze weiß dann auf Signal, dass sie zu dir kommen, die Aktion (nicht) ausführen oder sich hinsetzen soll.

Ein verständlicher Name für die Katze

Damit es der Katze auch leicht fällt auf ihren Namen zu hören, sollte man schon bei der Wahl ein paar Dinge beachten. Der Name sollte möglichst nicht zu lang sein, einprägsam klingen und auf Zischlaute verzichten. Zischlaute sind Laute wie s, z und sch, die bei der Aussprache unangenehm auf die Katze wirken. Das liegt in ihren Genen, denn früher waren Schlangen eine der gefürchtetsten Gegner der Katzen – die Zischlaute erinnern sie also an das Zischen der Schlange.

Außerdem hören Katzen eigentlich nur Vokale richtig deutlich. Dementsprechend solltest du bei der Namenswahl darauf achten, dass vor allem Vokale enthalten sind. Nach Möglichkeit viele verschiedene und bestenfalls endet Miezis Namen auch auf einem solchen.

Beliebte Namen für Katzen sind beispielsweise Lilly, Amy, Nala oder Mimi für Weibchen und Felix, Tiger, Simba oder Leo für Kater. Allesamt Namen, die der Katze wohl klingen und die sie sich leicht einprägen kann.

Aber wie gehst du beim Namenstraining genau vor? Los geht’s!

Übung 1: Training in entspannter Atmosphäre

Um deiner Katze ihren Namen anzutrainieren, solltest du eine Situation wählen, in der sie sich wohlfühlt. Angespannte Situationen oder Stressmomente würden auf das Namenstraining kontraproduktiv wirken. Befindest du dich also in einer gelösten Situation, solltest du einfach einmal den Namen deiner Katze sagen und ihn an sie richten. Reagiert deine Katze darauf, sei es auch nur, dass sie dich anblickt, belohne sie dafür. Zeige ihr deine Zuneigung in Form einer Streicheleinheit und verwöhne sie mit einem kleinen Leckerli. Wiederhole die Übung noch einmal in einer Stunde. Reagiert deine Katze wieder auf ihren Namen, so belohne sie erneut.

Am nächsten Tag wiederholst du das Training. Diesmal willst du, dass deine Katze zu dir kommt. Sag ihren Namen und füge diesmal ein „Komm!“ hinzu. Bewegt sich deine Katze zu dir, belohne sie. Sie hat nun auf ihren Namen gehört und weiß, was du von ihr willst. Um zu prüfen, ob dein Vierbeiner seinen Namen schon verinnerlicht hat, wiederholst du die Übung erneut in einer Stunde.

Übung 2: Schöne Momente schaffen

Wichtig ist, dass deine Katze ihren Namen mit schönen Momenten und Zuneigung verbindet. Um die Wirkung ihres Namens zu verstärken, sage ihren Namen, wenn deine Katze bei dir ist und du sie streichelst. Vielleicht liegt Kitty abends gerne bei dir auf dem Sofa. Nutze die Situation, streichle deine Katze und sage zwischendurch ihren Namen. Du kannst sie außerdem jedes Mal beim Namen nennen, wenn du nach Hause kommst und deine Katze begrüßt oder wenn es Futter gibt. So lernt deine Katze all die schönen Situationen mit ihrem Namen zu verbinden.

Wenn du nun beide Übungen über einen längeren Zeitraum machst, kann deine Katze gar nicht mehr anders, als auf ihren Namen zu reagieren.

Die Übung mit zusätzlichem ‚Klickern‘

Hast du schon einmal meinen Artikel gesehen, bei dem ich erkläre, wie man einer Katze „Sitz“ beibringt? In dem Artikel zeige ich, wie man der Katze mit Hilfe eines Klick-Geräuschs verdeutlicht, dass sie etwas richtig gemacht hat. Man sagt „Sitz!“ zur Katze und erzeugt ein Klick-Geräusch, wenn sie sich gesetzt hat. Erst danach bekommt die Katze ihr Leckerli.

Machen dir und deiner Katze das Klickern Spaß, so könntest du auch immer, wenn du den Namen deiner Katze sagst und sie zu dir kommt erst ‚Klickern‘ und ihr danach das Leckerli geben.

Was du nicht machen solltest

Ein klares „Don’t“ beim Namenstraining ist es übrigens, den Katzennamen zu nennen, wenn die Katze unartig war. Kratzt sie zum Beispiel am Regal, so solltest du in der Situation niemals ihren Namen rufen. So verbindet sie den Namen mit der Situation und nicht mit dem eigentlichen Signal. Einmal in die Hände klatschen oder ein „nein“ ist hier viel besser angebracht.

Außerdem solltest du die Katze beim Training niemals überfordern. Mache also nur ein bis zwei Wiederholungen am Tag.

Ich bin mir sicher, dass deine Katze schon innerhalb weniger Tage auf ihren Namen hören wird, wenn du die wenigen Punkte der Übungen befolgst. Ich wünsche euch viel Spaß beim Namenstraining!

Über Annika

Annika lebt mit ihren drei Katzen in München. Sie hat eine Ausbildung zur Verhaltenstherapeutin für Katzen gemacht und berichtet auf ihrem Blog Stilliebe vom Zusammenleben mit ihren Samtpfötchen und vielen anderen schönen Dingen des Lebens.

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