So gewöhnst du deine Katze an das Streicheln | Einfach gut kochen

So gewöhnst du deine Katze an das Streicheln

Katze an das Streicheln gewöhnen

Es heißt, Katzennaturelle ließen sich grob in zwei Typen unterscheiden: Die Mutigen und die Scheuen. Hinzukommt auch das von Mami gelernte Verhalten: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine scheue Katzenmutter vorsichtige und zurückhaltende Nachkommen hat, ist groß. Schließlich lernen sie von Mami, was gut für sie ist. Nicht allen Fellnasen ist die Verschmustheit also in die Wiege gelegt, aber mit etwas Geduld kann fast jede Katze an das Streicheln gewöhnt werden.

Deine Katze verstehen lernen

Auch die zutraulichste Katze hat mal genug und kommuniziert ihren Wunsch nach Abstand der Einfachheit halber per Kralleneinsatz. Nach einer kleinen Auszeit ist sie dann in der Regel aber wieder fürs Streicheln und Kuscheln zu haben. Was aber ist zu tun, wenn deine Katze generell keine Lust auf menschliche Nähe hat? Wenn sie nicht irgendwann in ihrem Leben schweren Misshandlungen ausgesetzt war und, was Menschen betrifft, nachhaltig traumatisiert wurde, lässt sich eine ängstliche Katze durchaus zutraulich machen.

Die Zauberformel, um scheue Katzen an Menschen zu gewöhnen

FREE: Freiraum, Ruhe & Rückzugsmöglichkeiten, Entspannung und Essen lauten die Grundwerte, mit denen scheue Katzen Vertrauen zum Menschen gewinnen:

  • Freiraum: Miezi ist der Boss, was Kontaktaufnahme und Streicheln angeht. Wenn sie nicht in der Stimmung ist, solltest du sie auf keinen Fall zwingen, auf den Arm nehmen, plötzlich zupacken oder hinter ihr herrennen.
  • Ruhe & Rückzug: Vor allem, wenn ihr quasi frisch zusammen seid und die Katze sich noch an ihren neuen Besitzer gewöhnen muss, ist Ruhe wichtig. Wieder gilt: Nicht drängeln. Sobald der Stubentiger eine Zeitlang aus einer sicheren Höhle heraus oder vom höchsten Regalbrett aus das Geschehen beobachtet hat und sich an Alltagsgeräusche, Stimmen und Gerüche gewöhnt hat, wird er seine Kreise erweitern. Vielleicht wird Miezi dafür erst noch den Schutz der Dunkelheit nutzen und ihre Mitbewohner besuchen, wenn sie schlafen. Deswegen wäre es nett, wenn die Schlafzimmertür in der Gewöhnungsphase für die Katze offen bliebe.
    Eine Unterstützung wäre es außerdem, Katzenklo und Fressplatz nahe an dem Versteck zu platzieren, das die Katze sich für tagsüber ausgesucht hat. Das erspart ihr unsichere Wege durch eine noch fremde und offenbar noch unheimliche Umgebung.
  • Entspannung: Willst du eine scheue Katze zähmen, sorgst du am besten dafür, dass sie sich entspannt. Und das wird sie am ehesten tun, wenn du sie weitestgehend ignorierst und dich ansonsten benimmst, wie immer – vorausgesetzt, Türenknallen und lautes Geschrei gehören nicht zu deinem Alltagsrepertoire. Wichtig ist, auf Annäherungen von Miezi nicht total überzureagieren, damit sie sich nicht erschreckt und wieder in ihrer Höhle verschwindet. Und gelegentliches Zublinzeln ist das Anlächeln der Katzenwelt. Es signalisiert: „Alles in Ordnung. Schön, dass du da bist.“ Anstarren sollte dagegen vermieden werden, weil es als Bedrohung aufgefasst werden könnte.
    Eine tolle Art, das Eis zu brechen, ist übrigens auch Spielen. Zu Anfang ist dafür eine Spielangel super geeignet, weil sie den Menschen auf Abstand hält. Meistens überwiegt der kätzische Spiel- bzw. Jagdtrieb und die Samtpfote vergisst ihre Angst. Und selbst, wenn sie sich nicht gleich aktiv einbringt, sondern erst einmal nur zusieht, lässt sich das schon als Erfolg verbuchen. Ein anderes Mal wird sie sich bestimmt trauen.
  • Essen: Leckerlis können dir in der Regel schnell den Weg in Miezis Herz bahnen. Einfach immer mal wieder etwas direkt aus der Hand anbieten. Und wenn die Katze sich von sich aus nähert und sich vielleicht sogar streicheln lässt, sorgt ein Leckerli als Belohnung dafür, dass die Annäherung in guter Erinnerung bleibt und gern wiederholt wird.

Um gewöhnliche Scheue bei neuen Ereignissen in einem Katzenleben abzubauen, braucht es im Allgemeinen eine Woche. Sollte sich dann noch gar nichts geändert haben und die Katze noch immer einen verängstigten Eindruck machen, ist es ratsam einen Tierarzt oder auch einen Katzenpsychologen zu kontaktieren, um dahinterzukommen, was das Tierchen so nachhaltig beschäftigt.

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