Deutsche Hunderassen: Ein Überblick

Deutsche Hunderassen

Die Herkunft von Hunden spielt eine große Rolle in ihrem Wesen. Viele Hechlerliebhaber legen deshalb Wert auf Hunde aus Deutschland. Die bekannteste deutsche Hunderasse ist der Schäferhund, doch auch diese Vierbeiner sind homemade…

In Zeiten von Überzüchtung und nicht artgerechter Tierhaltung im Ausland wünschen sich immer mehr Vierbeiner-Freunde Hunderassen, die aus ihrer Heimat stammen. Deutsche Hunde gelten als robust, loyal und gelehrig. Die FCI (Federation Cynologique International) hat unsere Hunderassen in folgende Gruppen eingeteilt:

FCI Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde

Deutscher Schäferhund

  • Schäferhund

Der Hütehund des Schäfers war der heutige Schäferhund. Diese Vierpfötler-Rasse hat ein großes Selbstbewusstsein und benötigt daher eine konsequente Erziehung und Sozialisierung. Der Schäferhund ist mutig, loyal und gehorsam.

FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molosser (massige und muskulöse Hundetypen)

Affenpinscher Hund

  • Affenpinscher

Zerzaustes Haar, ein knuffiges Gesicht und eindringliche braune Augen: Das ist der Affenpinscher, eine der ältesten Hunderassen Deutschlands. Er und Griffons werden oft miteinander verwechselt. Die Unterschiede sind: Der Fang des Affenpinschers ist nicht nach oben gebogen wie beim Griffon und er hat einen ausgeprägten Jagdinstinkt, wenn er die Fährte von Ratten oder Mäusen aufnimmt.

Boxer Hund

  • Boxer

Entgegen seinem negativ behafteten „Kampfhund“-Image ist der Boxer alles andere als kampflustig. Er ist familienfreundlich, kinderlieb und ruhig, wenn er die Möglichkeit hat, sich im Freien richtig austoben zu können und richtig erzogen sowie sozialisiert wurde.

Deutsche Dogge

  • Deutsche Dogge

Diese edle Rasse entstand schon im 16. bis 17. Jahrhundert und war damals häufig ein Geschenk eines Königshauses an ein anderes. Die stattliche Erscheinung der Dogge wurde durch die Kreuzung mit Windhund-Rassen erreicht. Sie ist nicht nur optisch ein Riese, sondern auch im Inneren. Die deutsche Dogge hat ein großes Herz und versteht sich mit Kindern und Katzen gleichermaßen gut. Da sie sehr anhänglich ist, hasst die Dogge das Alleinsein und eignet sich weniger für Vollzeit-Berufstätige.

Dobermann Hund

  • Dobermann

Der Mischung aus Schäferhund, Jagdhund und Greyhound begegnen viele mit Demut. Kein Wunder! Der Dobermann ist mit seiner Widerristhöhe von 72 Zentimetern und dem zähnefletschenden Film-Image als furchteinflößend verschrien, da er seinen Einsatz häufig als abgerichteter Wachhund findet. Doch mit der richtigen Erziehung ist der Dobermann ein treuer und vorbildlicher Begleiter.

Landseer Hund

  • Landseer

Der Landseer ist ein echter Seemann. Seine Vorfahren begleiteten Seefahrer. Der kuschelige Wegbegleiter, der an einen feisten Australian Sheperd erinnert, ist geduldig, äußerst familiär und kinderlieb.

Hovawart Hund

  • Hovawart

Der eher grobschlächtige Hofhund ist selbstständig, aber auch anhänglich, wissbegierig, wachsam und aktiv. Durch seine Eigensinnigkeit benötigt dieser Fell-Freund eine konsequente Erziehung.

Leonberger Hund

  • Leonberger

Die Mama ein Bernhardiner, der Papa ein Neufundländer erinnert der Leonberger an einen Löwen. Daher auch sein Name. Trotz großem Ego kann er sich jedoch unterordnen, benötigt aber geistige und körperliche Forderung von seinem Herrchen.

  • Rehpinscher, Zwergpinscher, Deutscher Pinscher

Zum Knuddeln ist der kleine Fellknäuel. Doch Pinscher haben auch – nicht ganz unbegründet – das Image des kleinen Kläffers. Dank ihrer Größe von 25 bis 30 cm und einem Gewicht von 3 bis 6 kg passen sie perfekt in Frauchens Handtasche, dabei läuft der aktive schwarz-braune Fiffi viel lieber.

Rottweiler Hund

  • Rottweiler

In der Gegend um Rottweil pflanzten sie sich mit heimischen Artgenossen fort und wurden als „Rottweiler Metzgerhunde“ zum Schutz des Viehs eingesetzt. Der Rottweiler hat ein treues und freundliches Wesen, kann sich aber auch festbeißen. Dadurch ist er in Gebieten wie Bayern, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen als Listenhund geführt.

Hund Riesenschnauzer

  • Riesenschnauzer, Zwergschnauzer

Ein Schnauzer, der vor dem ersten Weltkrieg mit größeren Hunden gekreuzt wurde, war die Geburtsstunde des Riesenschnauzers. Er wirkt durch seinen Bewegungsdrang und lebhaften Spieltrieb temperamentvoll, ist aber genauso verschmust und hat einen großen Beschützerinstinkt. Der Zwergschnauzer wirkt durch seinen Schnauzbart und den buschigen Augenbrauen miesepetrig, ist aber ein freundlicher Geselle.

FCI Gruppe 3: Terrier

Jagdterrier Hund

  • Deutscher Jagdterrier

Seine Vorfahren sind Foxterrier. Der Laufhund wurde gerne zur Jagd eingesetzt. Daher ist er clever, gefolgsam und apportiert gerne. Er prägt sich in der Regel auf eine Person im Haushalt und ist dieser gegenüber äußerst loyal.

FCI Gruppe 4: Dachshunde

Dackel Hund

  • Kurzhaar-, Langhaar, Rauhaardackel

Der freundliche kompakte Vierbeiner braucht durch seine kurzgliedrigen Beine nur wenig Auslauf und ist durch seine Wachsamkeit eine lebende Alarmanlage zum Kuscheln und Liebhaben.

FCI Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp

Eurasier Hund

  • Eurasier

Eine Kreuzung aus Wolfsspitz und Chow-Chow brachte den schnuffeligen Eurasier mit der Chow-Chow-typischen blauen Zunge hervor. Anders als der Wolfsspitz (der durch sein eigenwilliges Wesen zum Zuschnappen neigen soll) ist er der perfekte ausgeglichene Familienhund und kinderlieb. Er bellt kaum oder jagt.

FCI Gruppe 6: Laufhunde, Schweißhunde

  • Bayerischer Gebirgsschweißhund

Der Bayerische Gebirgsschweißhund gehört ebenso wie der Hannoversche Schweißhund und die Deutsche Bracke zu den deutschen Laufhunden. Er wird fast ausschließlich von Förstern und Jägern gehalten. Er ist äußerst spurensicher, eignet sich aber durch seine Gelehrigkeit und Folgsamkeit auch als Familienhund.

FCI Gruppe 7: Vorstehhunde

Weimaraner Hund

  • Weimaraner

Von den meisten Züchtern wird der stattliche Vierpfötler an Jäger abgegeben, da seine Erziehung Erfahrung und Know-how voraussetzt. Wird sein ausgeprägter Schutztrieb und sein Bewegungsdrang richtig ausgebildet, ist der Silberrücken mit den bernsteinfarbenen Augen auch ein freundlicher Begleithund.

  • Großer Münsterländer

Im Gegensatz zum Kleinen Münsterländer ist der bis zu 65 cm hohe und 30 kg schwere Große Münsterländer nicht braun, sondern weiß mit schwarzen Platten. Er läuft gerne, ist zuverlässig und folgsam. Schon seine Vorfahren wurden zur Jagd von Federwild eingesetzt. Bis heute begleitet er gerne Jäger.

Kleiner Münsterländer

  • Kleiner Münsterländer

Der Kleine Münsterländer hat anders als sein großer Bruder einen durchsetzungsstärkeren Willen. Wenn er sich allerdings unterordnet, ist er ein liebenswürdiger Partner auf vier Pfoten.

Drahthaar Hund

  • Deutsch Drahthaar, Kurzhaar, Langhaar

Sie haben einen ausgezeichneten Geruchssinn, apportieren präzise, lassen sich leicht abrichten und gelten als anhängliche Begleithunde. Die Vierbeiner sind Familienhunde und kinderlieb. Durch seinen Jagdinstinkt benötigt er viel Bewegung und geistige Herausforderungen.

Pudelpointer Hund

  • Pudelpointer

Er ist durch seine feine Spürnase der Sherlock Holmes unter den Vorstehhunden. Der Pudelpointer zeigt keine Angst und hat Nerven aus Stahl. Seriöse Züchter geben den Laufhund daher gerne an Jäger ab.

FCI Gruppe 8: Apporthunde, Stöberhunde, Wasserhunde

Deutscher Wachtelhund erinnert an Spaniel

  • Deutscher Wachtelhund

Der Jagdhund erinnert an einen English Cocker Spaniel und ist genauso freundlich und gelehrig. Der Vierpfötler erschnüffelt gerne Fährten und wird daher überwiegend für die Jagd eingesetzt.

FCI Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde

  • Kromfohrländer

Der putzige Mix aus Drahthaar-Foxterrier und Griffon ist treu und anhänglich. Mit seinem kurzen weiß-braun gefleckten Fell erinnert er an einen Parson Jack Russel und ist genauso aktiv.

Pudel Hund

  • Großpudel

Der Name leitet sich ab aus dem altdeutschen „puddeln“ und bedeutet planschen. Daher waren Großpudel früher auf die Wasserjagd spezialisiert. Er ist intelligent und selbst im Seniorenalter noch verspielt. Großpudel bellen allerdings gerne. Er braucht zwar mehr Bewegung als ein Zwergpudel, aber nicht mehr Platz und kann auch in einer Wohnung gehalten werden. Außerdem ist der sogenannte Wasserhund eine Hunderasse, die sich eignet für Tierhaarallergiker (mehr Allergikerhunde findest du hier).

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3 Kommentare

  • Thomas Kluge sagt:

    Hallo
    Ich finde eure Seite sehr schön aufgebaut.
    Leider vermisse ich den Deutschen Bärenhund.
    Einige Rassen haben auch keine Bilder.
    Aber ansonsten super gemacht.
    Grüße aus dem Schwarzwald

    • tierisch wohnen Team sagt:

      Hallo Thomas, schön, dass dir unsere Seite gefällt und vielen Dank für dein Feedback! Wir schauen mal, was wir noch ergänzen können. Viele Grüße von deinem tierisch-wohnen-Team

  • Rainer Kreye sagt:

    Hallo
    Ich möchte ein Lob für Eure schöne Seite aussprechen. Was ich aber vermisse ist der Wolfsspitz die älteste deutsche Rasse schlechthin. Es sind tolle Familienhunde und überhaupt keine „schnapper“ wie sie bei der Vorstellung des Eurasier erwähnt wurden.

    Mit freundlichen Grüßen

  • Larissa sagt:

    Der Dackel ist kein einfacher Hund, vorallem nicht der drahthaar.
    Sehr Dickköpfig und benötigen viel Auslastung, auch was das Thema Kopftraining angeht.
    Dackel sind nichts für faule Menschen, die nur eine kurze Runde machen wollen.



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