Katzen und Fenster: Tipps für mehr Sicherheit

Fenster sicher fuer Katzen machen

Der ausgeprägte Jagdinstinkt von Katzen ist etwas, wovon die meisten Besitzer ein Lied singen können. Dass dieser Beutetrieb den Tieren zum Verhängnis werden kann, zeigen die fast 100 Einsätze von Tierärzten einer deutschen Großstadt innerhalb von nur drei Monaten, die erfolgen, weil die Fellnasen im Jagd- oder Spieleifer herausgestürzt sind oder in angelehnten Fenstern eingeklemmt wurden.

Manchmal ist es ein vorbeifliegender Vogel, ein anderes Mal ein Laserpointer, der im Spiel etwas unbedacht über ein geöffnetes Fenster geführt wird und schon erwacht in dem sonst so ruhigen Stubentiger etwas, das ihn die paar Meter Abgrund hinter dem Fenster vergessen lässt. Und leider landen Katzen eben nicht immer auf den Pfoten! Selbst wenn sie es täten, wird auch dem sportlichsten Tier ab einer gewissen Höhe die Schwerkraft zum Verhängnis

Nicht nur vollständig offene Fenster, auch gekippte können für Katzen zur lebensbedrohlichen Falle werden, weil sie bei dem Versuch, in Freie zu gelangen, mit dem Hinterteil nicht selten hängen bleiben. Sie zappeln, um sich zu befreien, rutschen immer tiefer in den Spalt und klemmen sich die Blutzufuhr ab. Je länger das arme Tier so feststeckt und je tiefer es rutscht, desto gravierender sind die Folgen.

Wie werden Fenster katzensicher?

Nun gibt es Menschen, die nur bei offenem Fenster schlafen können oder wollen – was machen die? Und natürlich möchte niemand an einem heißen Tag für die vollkommene Sicherheit seiner Katze in der eigenen Wohnung ersticken. Zum Glück müssen diesbezüglich auch keine Entscheidungen sondern nur ein paar Vorkehrungen getroffen werden.

  • Einfach und effektiv: Katze bei geöffneten oder gekippten Fenstern nicht allein im Raum lassen. Wenn demnach das Schlafzimmerfenster nachts offensteht, muss Mietzi eben in einen anderen Raum der Wohnung ausquartiert werden.
  • Wer einen katzensicheren Balkon hat, kann bedenkenlos über die geöffnete Balkontür lüften.
  • Jalousien verdunkeln nicht nur angenehm, sondern lassen durch ihre Schlitze auch noch frische Luft in die Räume.
  • Netze gibt es in verschiedenen Farben, Stärken und Materialien. Es gilt: Je kleiner die Katze ist, desto kleiner sollten auch die Maschen des Netzes sein. Und wer eine nagefreudige Katze sein Eigen nennt, ist mit einem Edelstahlnetz besser beraten als mit einem aus Nylon.
  • Als Kippfensterschutz können auch spezielle Hölzer dienen, durch die die Katze quasi gebremst wird und nicht in den Spalt rutschen kann. Außerdem kann sie sich an dem Holz festkrallen und sich selbst wieder befreien.
  • Fenstergitter können vom Fachmann auf Maß gefertigt oder aus ein paar Leisten und Hasendraht auch selbst gebaut werden. Im Baumarkt finden sich auch verschieden große Insektengitter, die zur Katzenbarriere umfunktioniert werden können.

Trotz aller Vorsicht kann es natürlich mal zu einem Unglück kommen (den besten Müttern sind schon Babys vom Wickeltisch gefallen). Letztere gehen mit dem Nachwuchs zum Osteopathen, Katzeneltern tragen ihre Lieblinge dann zu Tierphysiotherapeuten, die sich auf die Behandlung des sogenannten Kippfenstersyndroms verstehen und wahre Wunder vollbringen.
Wir wünschen allzeit sicheres Lüften!

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