Woran erkennst du gutes Katzenfutter? - tierisch wohnen

Woran erkennst du gutes Katzenfutter?

Woran erkennst du gutes Katzenfutter

Hast du dich schon einmal gefragt, woran du gutes Katzenfutter erkennst und was die Herstellerangaben auf der Packung bedeuten? Hier findest du die wichtigsten Infos rund um Katzenfutter!

Jeder Katzenbesitzer möchte seinem Liebling etwas Gutes tun und ihn gesund und munter halten. Neben regelmäßigen Terminen beim Tierarzt und ausreichend Bewegung ist auch hochwertiges Katzenfutter ein wesentlicher Faktor für das Wohlbefinden deines Stubentigers. Immer mehr Katzenbesitzer wollen sich dabei lieber nicht auf die industriellen Hersteller von Fertigfutter verlassen und schwenken auf BARF um. Aber auch mit dem richtigen Nass- und Trockenfutter kannst du deine Katze problemlos bedarfsgerecht und gut ernähren. Nur: Woran erkennst du gutes Katzenfutter?

Die gute Nachricht vorweg: Die große Mehrzahl der industriell gefertigten Katzenfuttersorten sind besser, als viele Dosenöffner auf den ersten Blick vermuten. Das bestätigt auch immer wieder Stiftung Warentest.

 

Was ist im Katzenfutter drin?

Um herauszufinden ob die Katzenfuttermarke deines Vertrauens auch gut für deine Katze ist, kannst du Folgendes überprüfen:

  • die Liste der Inhaltsstoffe
  • die analytische Zusammensetzung
  • die Liste der Zusatzstoffe
  • die Dosierungsempfehlung

Wie bei anderen Lebensmitteln auch ist die Liste der Inhaltsstoffe sortiert nach Anteil. Das heißt, das, was zuerst auf der Liste steht, ist prozentual am meisten im Produkt enthalten.

Du solltest darauf achten, dass der Fleischanteil möglichst hoch ist. Übrigens: Auf vielen Katzenfuttersorten findet sich die Formulierung „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“. Dazu zählen auch Innereien und alles, was nicht Muskelfleisch ist. Für Katzen sind einige Innereien sogar gut, denn sie enthalten oftmals mehr oder andere Nährstoffe als das Muskelfleisch. Am besten ist es, wenn auf der Verpackung recht detailliert aufgeschlüsselt wird, welche tierischen Nebenerzeugnisse gemeint sind.

Auch wenn Katzen Fleischfresser sind, ist ein kleiner Anteil an pflanzlichen Inhaltsstoffen im Katzenfutter kein Problem. Etwas Karotte, Getreide oder Reis kann dein Stubentiger in jedem Fall vertragen.

 

Die analytischen Bestandteile von Katzenfutter

Auf der Liste der analytischen Bestandteile sind in der Regel Angaben zu Rohprotein, Fett, Rohasche und Rohfaster zu finden. Gutes Katzenfutter enthält einen hohen Anteil an Proteinen aus tierischen Inhaltsstoffen. Das wird in der Regel schon durch einen hohen Fleischanteil gewährleistet. Wichtig ist, dass die Proteine nicht überwiegend aus pflanzlichen Quellen stammen. Der Rohfettgehalt sollte zwischen zwei und sieben Prozent liegen. Für deine Katze ist es am besten, wenn der Anteil an Rohasche (also an anorganischen Stoffen) zwischen ein und zwei Prozent liegt. Hinter dem Begriff Rohfaser verbergen sich Ballaststoffe. Diese können Katzen nicht verdauen. In gutem Katzenfutter sollte daher maximal ein Prozent Rohfaser enthalten sein.

 

Diese Zusatzstoffe gehören ins Katzenfutter

Deine Katze braucht für ein gesundes Leben viele Mineralien. Vor allem Calcium und Phosphor sind wichtig für den Knochenaufbau und gesunde Nieren. Taurin ist gut für Miezis Stoffwechsel und ihr Herz. Ein ausreichender Tauringehalt ist aus einem besonderen Grund enorm wichtig: Denn Katzen können das Aminosäure-Derivat nicht selbst produzieren. Darüber hinaus sind Vitamin A, C und D für deine Samtpfote wichtig. Allerdings kann eine Überversorgung von Vitamin A auch zu gefährlichen Vergiftungserscheinungen bei Samtpfoten führen.

Möglichst nicht im Katzenfutter zugesetzt sein sollten Farb- und Konservierungsstoffe und natürlich Geschmacksverstärker. Am Inhaltsstoff Zucker scheiden sich die Geister. Katzen können „süß“ nicht schmecken, daher ist Zucker für sie geschmacklich irrelevant, kann aber, genau wie bei uns Menschen, auch zu Gewichtsproblemen führen. Am besten sollte Katzenfutter zuckerfrei sein. Du fragst dich, wieso einige Hersteller trotzdem Süßungsmittel in Katzenfutter verwenden? Die Antwort ist recht einfach: Zucker lässt das Katzenfutter farblich für uns Menschen „leckerer“ aussehen. Das ist deshalb für die Hersteller interessant, weil die Kaufentscheidung im Supermarkt immer noch der Zweibeiner trifft. Unterbewusst denken wir: Was uns lecker erscheint, kann auch für die Katze nicht schlecht sein.

 

Niedrige Dosierungsempfehlung = gutes Futter?

Die Dosierungsempfehlung auf der Katzenfutterpackung gibt dir indirekt Aufschluss darüber, ob das Katzenfutter hochwertig ist. Wieso? Wenn im Futter nur wenige Nährstoffe enthalten sind, muss die Katze mehr davon futtern, um ihren Tagesbedarf an Nährstoffen zu decken. Eine geringe Fütterungsempfehlung ist also ein Indikator dafür, dass das Futter viele wichtige Nährstoffe enthält.

 

Es gibt noch viele weitere Informationen zu hochwertigem Katzenfutter. Wenn du ein wenig im Supermarkt oder Tierfachhandel die Augen offen hältst, auf einen hohen Fleischgehalt und ein ausgewogenes Verhältnis der Nährstoffe achtest, dann hast du bereits die wichtigsten Kriterien erfüllt und tust deiner Katze etwas Gutes.

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