Hund und Baby: So gewöhnst du den Hund ans Baby | tierisch wohnen

Hund und Baby: So gelingt die tierisch gute Freundschaft

Hund und Baby, schwangere Frau mit Hund

Hurra, der Schwangerschaftstest ist positiv. Aber wie wird der Hund an den künftigen Familienzuwachs herangeführt?

Hund und Baby – das klingt zunächst nach einer umstrittenen Kombination. Familienzuwachs ist für alle Bewohner des Hauses eine aufregende und spannende Zeit. So auch für den Hund. Vorher war zumeist er der Mittelpunkt, weshalb auch ihm eine große Umstellung bevorsteht. Denn auf einmal muss sich der Vierbeiner die Aufmerksamkeit mit dem kleinen Spross teilen. Doch auch für das Baby birgt ein Hund Gefahren, wenn das Tier nicht rechtzeitig auf das neue Familienmitglied vorbereitet wird. Wie also die beiden am besten, sichersten und schnellsten aneinander gewöhnen? Mit ein paar Regeln klappt das Zusammenleben ganz schnell tierisch gut.

Hund und Baby: Ein neues Familienmitglied

Für den Hund ist das Baby erst einmal ein neues Mitglied im Rudel. Es ist also wichtig, dem Vierbeiner beizubringen, dass er sich in das Rudel einfügen muss. Die Vorbereitungen darauf sollten bereits lange bevor das Baby geboren ist beginnen. Natürlich sollte die Fellnase vor der Zusammenführung geimpft, entlaust und entwurmt, damit dem Familienneuzugang keine vom Hund übertragenen Krankheiten zur Begrüßung drohen. Dann macht dem Hund klar, dass ihr die Rudelführer seid, denen sich der Hund unterordnen muss.

Hund ist eifersüchtig aufs Baby

Die größte Gefahr bei der Gewöhnung des Hundes an das Baby bergen Eifersüchteleien. Gerade deshalb ist es wichtig, dem Hund seine Rolle im Rudel lange vor der Geburt zu verdeutlichen. So wird er die Veränderungen im Haushalt nicht mit dem Familienzuwachs verbinden – dementsprechend gibt es dann auch keinen Grund zur Eifersucht. In der Regel sind unsere felligen Freunde sehr babykompatibel, so dass eine ausgeprägte Freundschaft zwischen Hund und Kind recht wahrscheinlich ist. Nicht selten kann der Hund sogar die Rolle des Entwicklungshelfers einnehmen, denn schon im zarten Alter von drei Monaten wenden sich die Kleinkinder häufig lieber einem Hund zu als beispielsweise einem Mobile und beginnen auch mit dem Sprechen deutlich früher.

Wie gewöhne ich den Hund an das Baby?

Beginnt mit der Gewöhnung an das Baby schon während der Schwangerschaft. Wenn es erlaubt ist, nehmt den Hund mit zu Freunden und Bekannten, die kleine Kinder haben. So kann sich der Hund bereits mit der ihm bevorstehenden Situation vertraut machen.

Hinweis: Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass sich ein Hund schneller an das Baby gewöhnt, wenn Papa einen getragenen Strampelanzug mit nach Hause nimmt und den Hund daran schnüffeln lässt, während Mama und das Neugeborene noch im Krankenhaus sind. Von diesem Vorgehen raten wir ab, da dem Hund hierdurch signalisiert wird, dass er von nun an die Aufgabe hat, sich um das Baby zu kümmern.

Ähnlich wie mit einem älteren Geschwisterchen ist es wichtig, dass ihr auch dem Hund klarmacht, dass ihr ihn noch immer lieb habt. Er soll sich durch das neue Familienmitglied auf keinen Fall zurückgesetzt fühlen. Gebt deshalb gerne dem Hund zuerst sein Fressen bevor das Baby mit der Nahrungsaufnahme beginnt. So fühlt sich auch die süße Fellnase nicht benachteiligt. Streicheleinheiten sind natürlich besonders wichtig und sollten niemals zu kurz kommen. Der Hund muss wissen, dass das Baby keine Konkurrenz für ihn darstellt, sondern eine lebhafte Bereicherung ist.

Tabuzonen setzen

Auch für den Hund ist es wichtig, dass er einen Rückzugsort behält, denn Babygeschrei, sei es noch so niedlich, kann auch dem gutmütigsten Vierbeiner auf die Nerven gehen. Demzufolge ist es wichtig, auch dem Baby zu zeigen, dass es nicht in das Hundekörbchen krabbeln darf. Umgekehrt sind Babybettchen, Tragetasche und Wickeltisch für die Fellnase tabu.

Was muss ich im Alltag beachten?

Im Alltag ist Hygiene das A und O. Achtet darauf, euch nach dem Füttern oder Streicheln des Hundes regelmäßig die Hände zu waschen. Auch ist es wichtig darauf zu achten, sich nun nicht mehr von seinem Hund Gesicht oder Hände im Spiel ablecken zu lassen.

Die wichtigste Regel bleibt allerdings: Hund und Baby niemals unbeaufsichtigt alleine im Raum lassen. Babys können noch nicht verstehen, dass auch die Intimsphäre des Hundes gewahrt werden will. Nimmt das Baby dem Hund dessen Spielzeug weg, ist nicht ausgeschlossen dass dieser anfängt zu knurren. Demzufolge ist es besser, wenn ihr immer ein Auge auf eure beiden Lieblinge behaltet. Sollte der Hund trotz allem Drohgebärden zeigen, zieht unbedingt einen Tiertrainer wie beispielsweise unsere Expertin Sandra zu Rate. Denn mit ein paar Regeln sollte einer tierisch guten Freundschaft nichts im Wege stehen!

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