Deine Katze miaut ständig? – Ursachen und Abgewöhnung

Wer kennt es nicht: Katzenlärm in der Nacht und das andauernde Mauzen, egal wo Miezi steht und geht. Die Gründe sind vielseitig und gehen von ernstzunehmenden Beschwerden über ein bloßes Mitteilungsbedürfnis bis hin zu konkreten Forderungen. Wie du herausfindest, was sich hinter dem Jammern konkret verbirgt und was du tun kannst, wenn deine Katze ständig miaut, verraten wir dir hier.

Warum miauen Katzen überhaupt?

Grundsätzlich variiert der Drang zum Miauen bei Katzen nach Rasse und individuell nach Temperament und Charakter. So sind z. B. Siamkatzen, Maine Coons, Burmesen und Tonkinesen wesentlich gesprächiger als andere Rassen. In der Regel maunzen Jungkatzen mehr als erwachsene Tiere, weil sie noch nach ihrer Katzenmama rufen.

7 Gründe, warum deine Katze ständig miaut und Tipps, wie du es ihr abgewöhnst

Hunger, Warnung oder Langeweile sind Gründe, für die es sich zu jammern lohnt. Erfahre, wie du die Auslöser identifizierst und was du für etwas weniger Katzenjammer und für mehr Ruhe im Zuhause tun kannst.

  1. Sie markiert ihr Revier

Katzen, die Freigänger sind, müssen häufig ein größeres Revier gegen Rivalen oder Eindringlinge verteidigen. Daher versuchen sie über laute Töne, die wie ein schreiendes Baby klingen, ihr Gegenüber zu warnen und zu verjagen, bevor es zu einer handfesten Auseinandersetzung kommt. Wenn du also Katzen im Freien schreien hörst, dann werden nur klare Grenzen gezogen.

  1. Deine Katze miaut, weil sie hungrig ist

Interessanterweise miauen Stubentiger vor allem, um mit Menschen zu kommunizieren. Ohne dass du es merkst, erzieht Miezi dich zum Beispiel dazu, auf ein aufforderndes Miau zum Dosenöffner zu greifen. Ein Miau in der Küche heißt: „Füttere mich!“ Katzen lernen schnell, dass Menschen auf Lautäußerungen mit Leckerlis, Streichel- oder Spieleinheiten reagieren. Verhängnisvoll wird das Ganze, wenn der Katzenlärm nachts einsetzt, weil die Fellnase ein Häppchen oder etwas Aufmerksamkeit begehrt. Da helfen meist nur feste Fütterungszeiten tagsüber und konsequentes Ignorieren zu Zeiten, in denen einfach Schlafen angesagt ist.

  1. Deine Katze miaut aus Langeweile

Deine Katze miaut viel und ist dabei anhänglich? In diesem Fall kann es sein, dass sie aus purer Langeweile jammert. Vor allem Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben und keine Gesellschaftskatze haben, sind hiervon betroffen. Sie wollen Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Wenn dein Liebling dir jammernd auf Schritt und Tritt folgt, kann das also ein Zeichen dafür sein, dass sie nicht ausgelastet ist. Sinnvolle Maßnahmen sind in diesem Fall die Umgestaltung der Umgebung: Klettermöglichkeiten, ein Katzenparcours oder -regal sorgen dafür, dass deine Katze ihren Bewegungsdrang ausleben kann. Auch die Beschäftigung mit spannendem Spielzeug hilft, Langeweile zu vertreiben. Da Katzen gerne in Gruppen leben und ein ausgeprägtes Sozialleben führen, ist die Anschaffung einer zweiten Katze mitunter aber die beste Lösung für deine Samtpfote.

Katze-miaut-ständig

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  1. Deine Katze möchte nach draußen

Miaut dein Fellknäuel ständig vor der Tür, weist sie dich höchstwahrscheinlich geräuschvoll darauf hin, dass sie raus in den Garten möchte. Dieses Phänomen tritt vor allem dann auf, wenn ein Freigänger zur Wohnungskatze umerzogen wird oder eine Katze aufgrund eines Umzugs die Wohnung zunächst nicht verlassen darf. Hier können ein katzensicheres, offenes Fenster oder ein Balkon, der mit einem Katzennetz ausgestattet ist, Abhilfe gegen den Katzenlärm schaffen.

  1. Deine Katze flirtet und miaut nachts

Das laute und ausdauernde Jammern, dem verschiedene Katzenbesitzer der Umgebung mitunter zur gleichen Zeit lauschen können, ist nicht selten ein Hinweis darauf, dass eine Katze rollig ist. Dann miauen unsere Liebsten, um einen Kater anzulocken. Warum auch Kater nachts miauen? Weil die männlichen Tiere rollige Weibchen riechen können und diese schnellstens darüber informieren möchten, dass sie für ein Schäferstündchen zu haben sind. Noch mehr Geschrei gibt es, wenn das Katertier eingesperrt ist und die Katzendame zwar riechen, aber nicht erreichen kann.

Ob deine Katze rollig ist, erkennst du an folgenden Verhaltensmerkmalen:

  • Geräuschvolles und stetiges Mauzen, lautstarkes Schreien und Schnurren
  • Das Reiben des Kopfes und des gesamten Körpers an Gegenständen
  • Das Rollen auf dem Boden
  • Vermehrtes Urinieren (Markieren)
  • Aufstellen oder seitliches Anlegen des Schwanzes
  • Generelle Unruhe und Nervosität

Lösung für Katzengejammer während der Rolligkeit

Auch wenn viele grundsätzlich dagegen sind, aber die Kastration deines Katers bzw. die Sterilisation deiner Katze sind die einzige Möglichkeit gegen das Gejammer. Sie würde außerdem einer eventuellen Dauerrolligkeit vorbeugen, was unter anderem zu Entzündungen und Zysten führt.

  1. Deine Katze ist krank oder hat Schmerzen
    Katzen teilen sich mit, wenn sie Schmerzen haben oder es ihnen nicht gut geht. Wesentliche Gründe können folgende sein:
  • Schmerzen, Juckreiz und Verwundungen
    Katzen sind nicht wehleidig, aber wenn die Schmerzen unerträglich sind, dann versuchen sie das ihren Bezugspersonen mit lautem Rufen mitzuteilen. Dies tun sie vor allem dann, wenn wir Menschen ihnen durch unsere Berührungen wehtun.
  • Katzenjammer bei Blasenentzündung
    Bei Katzengeschrei, das vom Katzenklo ertönt, kann es sich um eine Blasenentzündung oder sogar Blasensteine handeln. Bei Verdacht sollte man seine Mieze schnell zum Arzt bringen.
  • Altersdemenz ist zum Jammern
    Es gibt Vermutungen, nach denen alte Katzen anfangen, vor sich hin zu maunzen, wenn sie dement werden.

Wichtig: Wenn du dir nicht sicher bist, aus welchem Grund deine Katze jammert oder du eine Krankheit vermutest, dann ist ein Besuch beim Tierarzt stets die richtige Entscheidung. Der kann dein Tier untersuchen, ihm helfen oder eine Erkrankung ausschließen.

  1. Deine Katze möchte ihren Willen durchsetzen

Wie wir alle wissen, sind Katzen sehr dickköpfige Tiere mit einem starken Willen. Stell dich also am besten darauf ein, dass es ein paar Tage dauern wird, bis deine Samtpfote akzeptiert, dass ihr Geschrei sinnlos ist. Falls du in einem hellhörigen Haus lebst, ist es vielleicht eine gute Idee, im Voraus mit den Nachbarn zu sprechen.

Wenn deine Katze also mit Katzenjammern versucht, etwas durchzusetzen: Bleib auf jeden Fall konsequent. Wenn du nur einmal nachgibst, wird das schlaue Tier sich merken, dass lautes Miauen zum Durchsetzen seiner Interessen bestens funktioniert.

Fazit

Wenn Katzen sich ihrer Umgebung mitteilen, dann gibt es Ursachen dafür. Das Gejammer zu ignorieren ist zwar möglich, führt aber eher dazu, dass sich deine Katze nicht verstanden fühlt. Um auf sie eingehen zu können, hilft es, ihr zuzuhören und den Kontext, in dem sie sich befindet, genau zu betrachten. Über diesen Weg wirst du schnell lernen, was deine Katze dir mitteilen möchte. Sollte dein Liebling aufgrund von Schmerzen jammern, empfehlen wir dir, schnellstmöglich zum Tierarzt zu gehen.

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