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Kämmen und Kümmern: Was hilft bei Verfilzungen im Katzenfell?

Verfilztes Katzenfell?

Ein Problem, vor dem Herrchen und Frauchen von Langhaarkatzen häufig stehen, sind Knoten und Verfilzungen im Katzenfell. Sie sind nicht nur unschön, sondern können auch zur gesundheitlichen Bedrohung werden. Zum Glück gibt es ein paar Kniffe, mit denen es sich ganz einfach vorbeugen lässt – warum man seine Katze bürsten sollte und ein paar Tipps & Tricks zum Entfernen von Filz und Knötchen findet ihr in diesem Artikel. 

Besitzer von Langhaarkatzen wie Angoras, Perserkatzen oder auch den als halblang geltenden norwegischen Waldkatzen, Maine Cone und Ragdolls wissen meistens von Anfang an, worauf sie sich einlassen: Fellpflege – tägliches, oft mehrmaliges Kämmen und Bürsten des Katzenfells gehört einfach dazu. Aber sogar kurzhaarige Katzen benötigen manchmal Hilfe bei der Fellpflege. Manchmal schützt aber selbst die intensivste Fellpflege Miezi nicht vor Verfilzungen im Katzenfell. Besonders haarig wird es in der Regel während des Fellwechsels. Hier neigen die feinen Katzenhaare besonders gerne zu Filz.

Katzenfell bürsten: Nicht nur weil es schöner aussieht

Verfilztes Fell sorgt dafür, dass die Haut der Katze nicht mehr genügend Luft bekommt. Sie neigt dann häufig zu Schuppen. Nicht selten kann es sogar zu Entzündungen auf der Haut kommen. Derartige Verfilzungen lassen sich in der Regel nur noch unter Vollnarkose beim Tierarzt entfernen. Eine Behandlung, die wohl jeder Katzenliebhaber seinem Tierchen, wenn irgend möglich, ersparen möchte.

Wie entstehen Verfilzungen im Katzenfell?

Was sind Gründe für Verfilzungen im Katzenfell? Dass das Fell deiner Katze zu Knoten neigt, kann viele Gründe haben. Neigt deine Katze – unabhängig ob Langhaar- oder Kurzhaarkatze überdurchschnittlich häufig zu Verfilzungen sodass du mit dem Bürsten gar nicht hinterher kommst, lohnt es sich, einen Tierarzt um Rat zu Fragen. Die häufigsten Ursachen für verfilztes Fell sind:

  • ausfallende Haare beim Fellwechsel
  • Mineralstoffmangel
  • Vitaminmangel
  • Zecken- oder Parasitenbefall
  • verstopfte Hautporen

Erste Hilfe bei verfilztem Katzenfell

  • Fingerfertigkeit: Schnell entdeckte, frische Verfilzungen lassen sich oftmals vorsichtig von Hand entwirren. Ein echter Geheimtipp und eine große Hilfe bei diesem Unterfangen ist ein Nahtauftrenner, der in jedem gut sortierten Nähkasten zu finden ist. Sollte Schmutz Grund für die Verfilzungen sein, kann ein nasses Tuch noch helfen, mit dem der Dreck behutsam zu entfernen ist. Badewannenbesuche werden von den meisten Katzen nicht nur mit langanhaltendem Freundschaftsentzug geahndet, sie sind für die langhaarigen Tiere schlichtweg nicht das Mittel der Wahl – weder sinnvoll noch zielführend.
  • Kämme und Bürsten: Erfahrene Langhaar- und Halblanghaarkatzeneltern schwören auf sogenannte Furminatoren (Entwirrkämme). Die scharfen Katzenbürsten lichten die Unterwolle, trennen Fellverdichtungen auf und beugen sogar der Bildung neuer Verfilzungen vor, sollten aber nur bei Tieren eingesetzt werden, die das Kämmritual wirklich dulden. Katzen, die es nicht mögen, lassen sich manchmal mithilfe von speziellen gummibenoppten Handschuhen austricksen. Nach einer Weile wird dann der Handschuh gegen eine Gumminoppenbürste ersetzt – die entfernt vor allem die raue Unterwolle. Wichtig ist auch, dass die Bürsten nicht zu weich und die Kämme nicht zu engzinkig und spitz sind. Auch beim Einsatz von Scheren bitte immer auf abgerundete Ecken achten!
  • Tägliche Kämmroutine von Anfang an: Gewöhnt eure Lieblinge von klein auf daran, dass 10 bis 15 Minuten Fellpflege mit der Katzenbürste dazugehören. Bei Kätzchen, die vielleicht weniger verschmust sind, kann das Kämmen einfach mit dem Fütterungsritual verknüpft werden.
  • Entfilzungshilfen: Perserkatzen-Kenner schwören auf Antiverfilzungsspray, das gerade bei Freigängern der Schnurrbranche wahre Wunder wirkt. Und für Katzen, denen nach dem Kämmen buchstäblich die Haare zu Berge stehen, gibt es Antistatik-Spray.
  • Futterkontrolle: Im Handel gibt es Spezialfutter für glänzendes Fell und gegen Haarballen. Manch eine Katze reagiert übrigens auf (Katzen-)Milch mit verfilztem Fell. In diesem Fall sollte sie einfach mal eine Zeit vom Speiseplan gestrichen und das Fell beobachtet werden.
  • Last but not least: Wer sich nicht regelmäßig kämmen lässt, muss eben zum Hundefrisör. In den meisten Salons gehören Katzen zwar inzwischen zum festen Kundenstamm, aber für so manch eine von ihnen ist der Besuch echte Stresssache. Vielleicht überlegt sich Miss Miezi dann ja nochmal, ob die heimische Kämmerei wirklich das Schlimmste ist, was ihr passieren kann.

Langhaarkatzen: Katze bürsten und Fellpflege gehören dazu

Entscheidest du dich also für eine Langhaarkatze sollte dir bewusst sein, dass du ein wenig Zeit in die Fellpflege deines Vierbeiners investieren musst. Das regelmäßige Bürsten der Katze gehört demnach einfach dazu. Aber mithilfe der oben aufgeführten Tipps und Tricks schaffen du und deine Katze das ganz bestimmt – und vielleicht wird die Fellpflege sogar zum entspannenden Ritual für Katzenbesitzer und langhaariges Haustier.

 

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2 Kommentare

  • Rita Becker sagt:

    Der Beitrag war sehr gut und auch humorvoll beschrieben. Vielen Dank für Ihre Hilfe.
    Wir gehen heute noch zum Fressnapf um diese speziellen „Werkzeuge“ zu kaufen.

  • Kardel sagt:

    Meine Katze ist nicht ganz 20 Jahre ,und kann sich nicht mehr so gut putzen ,aber ich bürste das Fell .

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