Kämmen und Kümmern: Was hilft bei Verfilzungen im Katzenfell?

Katzenfell wird entfilzt

Ein Problem, vor dem Herrchen und Frauchen langhaariger Lieblinge häufig stehen, sind Knoten und Verfilzungen im Fell. Sie sind nicht nur unschön, sondern können auch zur gesundheitlichen Bedrohung werden. Zum Glück gibt es ein paar Kniffe, mit denen es sich ganz einfach vorbeugen lässt – und ein paar Tipps & Tricks zum Entfernen von Filz und Knötchen.

Besitzer von Angoras, Persern oder auch den als halblang geltenden norwegischen Waldkatzen und Ragdolls wissen meistens von Anfang an, worauf sie sich einlassen: Tägliches, oft mehrmaliges Kämmen gehört einfach dazu. Manchmal schützt aber selbst die intensivste Fellpflege Miezi nicht vor Verfilzungen im Katzenfell.

Verfilzungen sind nicht nur optisch ein Problem

Verfilztes Fell sorgt dafür, dass die Haut des Tieres nicht mehr genügend Luft bekommt. Sie neigt dann häufig zu Schuppen. Nicht selten kann es sogar zu Entzündungen kommen. Derartige Verfilzungen lassen sich in der Regel nur noch unter Vollnarkose beim Tierarzt entfernen. Eine Behandlung, die wohl jeder Katzenliebhaber seinem Tierchen, wenn irgend möglich, ersparen möchte.

Erste Hilfe gegen Verfilzungen im Katzenfell

Die Gründe, warum das Fell einer Katze verfilzt, reichen von A, wie ausfallende Haare beim Fellwechsel oder aufgrund eines Mineralstoff- oder Vitaminmangels, bis zu Z, wie Zecken- oder anderem Parasitenbefall. Im Endeffekt ist die viel interessantere Frage aber wie sich die Verfilzungen und Knoten entfernen lassen:

  • Fingerfertigkeit: Schnell entdeckte, frische Verfilzungen lassen sich oftmals vorsichtig von Hand entwirren. Ein echter Geheimtipp und eine große Hilfe bei diesem Unterfangen ist ein Nahtauftrenner, der in jedem gut sortierten Nähkasten zu finden ist. Sollte Schmutz Grund für die Verfilzungen sein, kann ein nasses Tuch noch helfen, mit dem der Dreck behutsam zu entfernen ist. Badewannenbesuche werden von den meisten Katzen nicht nur mit langanhaltendem Freundschaftsentzug geahndet, sie sind für die langhaarigen Tiere schlichtweg nicht das Mittel der Wahl – weder sinnvoll noch zielführend.
  • Kämme und Bürsten: Erfahrene Langhaar- und Halblanghaarkatzeneltern schwören auf sogenannte Furminatoren (Entwirrkämme). Die scharfen Tausendsassas lichten die Unterwolle, trennen Fellverdichtungen auf und beugen sogar der Bildung neuer Verfilzungen vor, sollten aber nur bei Tieren eingesetzt werden, die das Kämmritual wirklich dulden. Katzen, die es nicht mögen, lassen sich manchmal mithilfe von speziellen gummibenoppten Handschuhen austricksen. Nach einer Weile wird dann der Handschuh gegen eine Gumminoppenbürste ersetzt – die entfernt vor allem die raue Unterwolle. Wichtig ist auch, dass die Bürsten nicht zu weich und die Kämme nicht zu engzinkig und spitz sind. Auch beim Einsatz von Scheren bitte immer auf abgerundete Ecken achten!
  • Tägliche Kämmroutine von Anfang an: Gewöhnt eure Lieblinge von klein auf daran, dass 10 bis 15 Minuten Fellpflege dazugehören. Bei Kätzchen, die vielleicht weniger verschmust sind, kann das Kämmen einfach mit dem Fütterungsritual verknüpft werden.
  • Entfilzungshilfen: Perser-Kenner schwören auf Antiverfilzungsspray, das gerade bei Freigängern der Schnurrbranche wahre Wunder wirkt. Und für Katzen, denen nach dem Kämmen buchstäblich die Haare zu Berge stehen, gibt es Antistatik-Spray.
  • Futterkontrolle: Im Handel gibt es Spezialfutter für glänzendes Fell und gegen Haarballen. Manch eine Katze reagiert übrigens auf (Katzen-)Milch mit verfilztem Fell. In diesem Fall sollte sie einfach mal eine Zeit vom Speiseplan gestrichen und das Fell beobachtet werden.
  • Last but not least: Wer sich nicht regelmäßig kämmen lässt, muss eben zum Hundefrisör. In den meisten Salons gehören Katzen zwar inzwischen zum festen Kundenstamm, aber für so manch eine von ihnen ist der Besuch echte Stresssache. Vielleicht überlegt sich Miss Miezi dann ja nochmal, ob die heimische Kämmerei wirklich das Schlimmste ist, was ihr passieren kann.

Ähnliche Artikel

1 Kommentar

  • Rita Becker sagt:

    Der Beitrag war sehr gut und auch humorvoll beschrieben. Vielen Dank für Ihre Hilfe.
    Wir gehen heute noch zum Fressnapf um diese speziellen „Werkzeuge“ zu kaufen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Tierhaarstaubsauger

3 leistungsstarke Staubsauger speziell für Tierbesitzer

Wir stellen dir Staubsauger vor, mit denen du auch die feinsten Tierhaare problemlos von Teppich und Sofa entfernst. Jetzt informieren!